49 Euro-Ticket: „Wir kriegen es nicht hin“

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Deutschland wartet auf den Nachfolger des 9-Euro-Tickets: Das Deutschlandticket – oder auch 9-Euro-Ticket. Doch einen schnellen Start wird es nicht geben. Dass es wie erhofft schon im Januar losgeht, gilt inzwischen als ausgeschlossen.
Aus dem Kölner Hauptbahnhof fährt ein Zug raus.
Der Nachfolger des 9 Euro-Tickets kommt - mit VerspätungBildquelle: Pixel2013 / pixabay

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) berichtet, dass die verkehrspolitische Sprecherin der SPD, Dorothee Martin, sich jetzt geäußert habe. Auf einer Tagung des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) in Berlin sagte sie: „Wir wissen alle, dass wir es nicht zum 1. Januar hinkriegen werden.“ Damit meint sie die Einführung des Deutschlandtickets – umgangssprachlich auch als 49-Euro-Ticket bezeichnet. Die Einführung zum Jahresanfang war seitens des Verkehrsministeriums gewünscht. Entsprechende öffentliche Äußerungen haben entsprechende Hoffnungen geweckt. Verkehrsminister Volker Wissing forderte stets eine „schnellstmögliche“ Einführung. Jetzt aber wird deutlich: Vor dem Frühjahr wird es keinen Nachfolger des 9-Euro-Ticket geben.

Der Grund laut FAZ: „Es müssten noch einige Gesetze geändert und beihilferechtliche Fragen auf EU-Ebene geklärt werden.“ Martin sagte laut FAZ, dass sei ein viel größerer Reformprozess, als die Kunden ahnten. „Ich wäre mega happy, wenn es der 1. März wird“, jedenfalls „deutlich vor Ostern“.

49 Euro-Ticket: Preissteigerung schon eingeplant

Klar ist auch, dass der offizielle Name Deutschlandticket mit Bedacht gewählt ist. Der Preis von 49 Euro soll allenfalls ein Einführungspreis sein, der auch wegen der Inflation schon bald angehoben werden könnte. Man könne den Preis nicht einfrieren, wenn links und rechts die Kosten dramatisch in die Höhe gehen, zitiert die Zeitung den Sprecher der Geschäftsführung der Leipziger Verkehrsbetriebe.

Diskussionen gibt es noch um die Art des Tickets. Denn anders als beim 9-Euro-Ticket soll es das Deutschlandticket nicht am Automaten oder beim Busfahrer geben. Du sollst ein monatlich kündbares Abo abschließen. Martin verwies darauf, dass hänge mit dem neuen System der Finanzierung durch den Staat zusammen. Erstmals werde über das föderale System ein deutschlandweit gültiges Ticket finanziert, bei dem die Verluste der einzelnen Verkehrsverbünde ausgeglichen werden müssen. Deswegen müsse der Wohnort des Käufers nachvollziehbar sein. Allerdings plant man, parallel zum Ticket auf dem Smartphone auch die Einführung einer Chipkarte für das Deutschlandticket.

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1 KOMMENTAR

  1. Steven

    hört sich für mich nach ein datenschutzrechtlichen Problem an, wenn für ein Beförderungsticket die Adressdaten „frei“ ausgetauscht werden.

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