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WLAN-Mesh im Test: Endlich schnelles Internet  in der ganzen Wohnung

5 Minuten
Highspeed-WLAN in der ganzen Wohnung. Das verspricht das System Nova MW12 von Tenda. 2.100 Mbit/s brutto auf 500 Quadratmetern Fläche für unter 300 Euro, so das Versprechen. Was taugen die WLAN-Würfel wirklich? Wir haben Erfahrungen mit dem WLAN-Mesh-System in unserem Testbericht zusammengestellt.
Tenda Nova MW12
Tenda Nova MW12Bildquelle: Thorsten Neuhetzki

Das Nova MW 12 System von Tenda kommt in einem unaufgeregten Karton daher. Nach dem Entfernen der Umverpackung hast du eine Art Geschenkkarton in der Hand, den du aufklappen kannst. Im Inneren: Drei weiße Würfel, drei Ladegeräte und ein flaches Netzwerkkabel.

Kurze Verwirrung: Welcher WLAN-Würfel ist nun die Zentrale und welche sind die Satelliten? Es gibt keinen Hinweis. Doch den braucht es auch nicht wie sich kurz darauf zeigt. Ungewöhnlich ist übrigens nicht nur die Würfel-Bauform, sondern auch das Gewicht. Gerade einmal 310 Gramm bringt so ein WLAN-Sender auf die Waage.

Tenda MW12: Die Inbetriebnahme

Die Inbetriebnahme des WLAN Mesh-Systems von Tenda ist so einfach, dass wir es selber nicht glauben konnten. Es ist tatsächlich egal, welchen der drei Mesh-Würfel du aus dem Karton nimmst: Er wird automatisch zur Zentrale des Systems, sobald du ihn mit Strom und Internet versorgst.

Tenda Nova MW12
Tenda Nova MW12

Dazu nimmst du das beigefügte Netzwerkkabel und verbindest es mit deinem Internetrouter. Auf der Unterseite sind drei Netzwerkdosen. Zwei sind mit LAN beschriftet, eine mit WLAN/LAN. Einzig diese Beschriftung könnte deutlicher sein. Denn das Internetsignal musst du über die Buchse WLAN/LAN in den Tenda-Würfel einspeisen.Über eine eigene Tenda-Wifi-App kannst du anschließend dein Smartphone mit dem Router verbinden. Die erste initiale WLAN-Kennung findest du auf der Unterseite der Würfel. In der App kannst du dann auch deine persönliche WLAN-Kennung und dein eigenes Passwort einstellen. Anschließend kannst du die weiteren WLAN-Mesh-Würfel in Betrieb nehmen.

Das Bemerkenswerte: Obwohl du die Kennung und das Passwort den Zentral-Würfel schon geändert hast, reicht es aus, den zweiten WLAN-Würfel einfach in eine Steckdose zu stecken und etwa eine Minute zu warten. Vollkommen automatisch richtet sich das System ein und vergrößert dein WLAN-Netz erheblich. Selten war die Einrichtung eines neuen Netzes so einfach!

Wichtig ist, dass die beiden (beziehungsweise drei) WLAN-Würfel nicht zu weit auseinander stehen. Die App aber auch eine LED auf dem Würfel zeigen zeigt dir in den Farben grün, gelb und rot an, wie gut sich der Satelliten-Würfel mit der Zentrale „unterhalten“ kann. Denn diese Verbindung ist natürlich wesentlich, damit du ein gutes Signal im Rest der Wohnung bekommst.

Hohe Datenraten, gute Reichweite

Screenshot aus der Tenda-WiFi-App
Screenshot aus der Tenda-WiFi-App

Im Vergleich zu anderen Mesh-Systemen, die wir bereits getestet haben, hat das Tenda-System eine sehr stabilen Sendeleistung. So schafft es das System im Vergleich zu einem AVM-Mesh-System zum Beispiel deutlich besser, durch Neubau-Fenster zu senden, die Funksignale enorm dämpfen. Auch sonst ist die Signalstärke beim Empfänger oftmals besser als beim System der Berliner. Ob die beworbenen 500 Quadratmeter Abdeckung erreicht werden, lässt sich von uns nicht testen. Angesichts des Eindrucks und der Vergleichswerte, die wir haben, ist diese Abdeckung aber zumindest unter Idealbedingungen vorstellbar. Und sollten die drei gelieferten Würfel doch nicht reichen: Bis zu 12 dieser kleinen weißen WLAN-Sender kannst du in dein Netzwerk integrieren.

Entscheidend ist aber aufm Platz: Der Datendurchsatz. Dieser ist – das ist der einzige wirkliche Kritikpunkt – weit entfernt von den beworbenen 2.100 Mbits. Das aber ist bei WLAN-Systemen üblich. Hinzu kommt, dass sich die beworbene Datenrate zusammensetzt aus etwa 1200 MBit/s effektiv nutzbarerer Datenrate zwischen Endgeräten und WLAN-Sender sowie weiteren 900 MBit/s zwischen den Sendern.

300 Mbit/s in jedem Raum

Getestet haben wir das System an einem TelekomGlasfaseranschluss mit 1 Gbit/s Down- und 200 Mbit/s Upstream. Je nach Testserver erreichten wir am zentralen WLAN-Würfel bis zu 400 Mbit/s, waren wir auf einem der Satelliten eingebucht waren es in der Regel 300 bis 350 Mbit/s. Das klingt wenig, ist aber in Anbetracht der Tatsache, dass nur wenige Haushalte Gigabit-Leitungen gebucht haben und sie auch wirklich ausnutzen, vollkommen in Ordnung. So reicht das Tenda Mesh-System für jeden VDSL-Anschluss vollständig aus.

Screenshot aus der Tenda-WiFi-App
Screenshot aus der Tenda-WiFi-App

Natürlich ist die gemessene Datenrate abhängig vom Speedtest-Server und deinem Internet-Anbieter – aber auch von deinem Endgerät. Tenda Nova MW12 unterstützt noch kein Wi-Fi 6, aber immerhin Wifi 5. Solltest du ältere Geräte oder Geräte ohne WLAN in dein Netz bringen wollen, so bietet dir jeder Satellit bis zu drei Gigabit-Ports, über die du weitere Endgeräte anbinden kannst. So musst du kein Netzwerkkabel durch die Wohnung legen.

Zurück zur Tenda-Wifi-App: Mit ihr kannst du das System nicht nur in Betrieb nehmen, du kannst auch dein Heimnetz administrieren. So kannst du hier sehen, wie hoch die gesamte Datenrate ist, die das System gerade ins Internet überträgt. Du kannst bestimmte Endgeräte über die Zuordnung in Gruppen und die Kindersicherungs-Funktion im Netzwerk sperren oder nur zu bestimmten Zeiten online lassen. Auch Funktionen wie Gäste-WLAN, grundlegendes QoS und Port-Forwarding sind möglich.

Fazit: Viel WLAN für wenig Geld

WLAN-Mesh-Systeme kosten je nach Anbieter oftmals hohe dreistellige, wenn nicht gar vierstellige Euro-Beträge. Für die meisten Haushalte ist das nicht nur finanziell viel zu viel, sondern es ist zumeist auch das berühmte mit „Kanonen auf Spatzen schießen“.

Das Tenda Nova MW12 kostet laut Hersteller 300 Euro und bietet dafür ein wirklich gutes WLAN, das für einen Großteil der Haushalte nicht nur ausreichend ist, sondern auch genug Reserven für die kommenden Jahre bieten. Bei Amazon bekommst du das Mesh-System derzeit für etwas mehr als 230 Euro. Ein echtes Schnäppchen.

 

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Bildquellen

  • Tenda Nova MW12: Thorsten Neuhetzki
  • Screenshot aus der Tenda-WiFi-App: Thorsten Neuhetzki
  • Screenshot aus der Tenda-WiFi-App: inside digital
  • Tenda Nova MW12: Thorsten Neuhetzki
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