Vodafone GigaCube im Test: So gut schlägt sich der neue Router

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Ohne Internet geht heute fast nichts mehr. Doch nicht überall gibt es DSL oder Kabel – und Starlink ist für viele unbezahlbar. Eine gute Alternative kann da der GigaCube von Vodafone sein. Er bringt das Internet per LTE. Wir haben den Vodafone GigaCube in der neuen Version getestet.
Vodafone GigaCube 4G
Vodafone GigaCube 4GBildquelle: Thorsten Neuhetzki / inside digital

Grundsätzlich gibt es den Vodafone GigaCube jetzt in zwei Versionen, die sich auch technisch unterscheiden. Den „normalen“ Vodafone GigaCube 4G und den Vodafone GigaCube 5G. In diesem Test beschäftigen wir uns mit der LTE-Variante, die du schon heute in ganz Deutschland einsetzen kannst, ohne Rücksicht auf die 5G-Verfügbarkeit von Vodafone nehmen zu müssen. Zudem ist der Grundpreis in der LTE-Version monatlich 10 Euro geringer. Beide GigaCube sind Nachfolger des bisher vermarkteten Vodafone GigaCube.

Der Vodafone GigaCube stammt vom Hersteller ZTE, sieht äußerlich aber nach Vodafone-Hardware aus. Das Branding des Düsseldorfer Netzbetreibers beginnt beim Aufdruck eines Vodafone-Logos auf dem weißen Gehäuse und endet nicht bei der eigenen Betriebssoftware im Vodafone-Design. Die technische Basis der Hardware ist der MF289F von ZTE. Das Gerät ist in Deutschland nur als Vodafone-GigaCube zu haben.

Vodafone GigaCube
Vodafone GigaCube

Bei dem Router, den du aktuell für gerade einmal 9,90 Euro beim Abschluss eines GigaCube-Vertrags dazu bekommst, handelt es sich um einen Cat20-Router. Das heißt, theoretisch könnte der Router über LTE 2 Gbit/s aus dem Netz saugen und 300 Mbit/s hochladen. Bis zu sieben verschiedene Frequenzbänder (Band 1,3,7,8,20,28,32 und 38 TDD) können gekoppelt werden. Dank 4×4 MiMo können die vier LTE-Antennen das Maximum aus dem LTE-Netz rausholen. Aber du solltest realistisch bleiben bei deiner Erwartungshaltung: 2 Gbit/s im Downstream sind im deutschen Vodafone-Netz nicht möglich. Und auch die Tarife sind aktuell bei 500 Mbit/s limitiert.

Betreiben kannst du den GigaCube ausschließlich über eine 230-Volt-Stromversorgung. Ein Akku-Betrieb ist nicht vorgesehen. Mit einem Spannungswandler solltest du den GigaCube aber beispielsweise auch im Lastwagen oder Wohnmobil betreiben können.

Vodafone GigaCube liefert gute Mobilfunkanbindung

Allerdings kannst du dir dank der Hardware sicher sein, dass der GigaCube stets das Maximum aus dem Netz holt, was bei dir vor Ort möglich ist. Das zeigte auch unser Test, den wir primär in einer sehr ländlichen Region in Nordrhein-Westfalen durchführten. Hier kamen wir stets auf mindestens  60 Mbit/s im Downstream und 5 Mbit/s im Upstream. Das ist mehr, als wir vor dem Test erwarteten. Denn DSL ist in dieser Region erst seit Kurzem verfügbar, die Nutzung der Mobilfunknetze durch die Bevölkerung entsprechend hoch. Gleichzeitig ist die Frequenzausstattung der Sendemasten vor Ort aber schlecht. Erwartet hatten wir Datenraten zwischen 10 und 20 Mbit/s, sodass wir positiv überrascht wurden.

Die Rückseite des Vodafone GigaCube
Die Rückseite des Vodafone GigaCube

Auch die WLAN-Leistung des GigaCube ist ordentlich. Steinwände durchdringt der Router besser als andere Geräte, sodass ein Einfamilienhaus bei entsprechend günstiger Positionierung problemlos versorgt werden sollte. Bei genau dieser Positionierung musst du allerdings Abstriche machen. Denn anders als einen WLAN-Router für DSL oder Kabel solltest du den GigaCube nicht mitten in der Wohnung positionieren. Denn idealerweise steht er am Fenster in Richtung des nächsten Vodafone-Sendemast. Moderne, möglicherweise metallbedampfte Scheiben können hier zu Problemen führen. Auch der Aufbau in Baucontainern aus Metall kann abschirmende Wirkung haben. Allerdings: Du kannst an den GigaCube zwei LTE-Außenantennen anschließen. Insbesondere in sehr ländlichen Regionen kann das die entscheidende Leistung für den Empfang schaffen. Das haben wir jedoch nicht getestet. Eine dauerhafte Outdoor-Positionierung des GigaCube ist indes nicht ratsam, er ist nicht für die Außennutzung vorgesehen.

WLAN-Abdeckung reicht für Einfamilienhaus aus

Einen kleinen Wermutstropfen gibt es aber beim WLAN: Das neue Wifi 6 wird vom GigaCube noch nicht unterstützt. Bis zu 64 Endgeräte per WLAN sollst du verbinden können – aber eben nur mit Wifi 5. Dabei sind es 32 Geräte, die das 2,4 GHz-Band nutzen können, weitere 32 können das schnellere 5-GHz-Band nutzen. Die Verteilung erfolgt automatisch, kann aber auch durch getrennte WLAN-Kennung forciert werden.

Reicht dir das nicht, kannst du aber das WLAN des GigaCube abschalten und über einen der beiden Gigabit-LAN-Ports eigene WLAN-Hardware für dein Heimnetzwerk anschließen. Das gilt beispielsweise auch, wenn du ein WLAN-Mesh-Netzwerk benötigst, um mehrere Etagen zu versorgen. Zwar verfügt der GigaCube über eine WLAN-Mesh-Funktion – allerdings nur, wenn die weiteren Komponenten die WLAN EasyMesh-Funktion unterstützten. Bei einem WLAN Mesh sollten die einzelnen Sender immer vom selben Hersteller kommen, da sonst die Kommunikation unter den Sendern nicht funktioniert.

Vodafone GigaCube_ Der Anschluss von zwei externen Antennen ist möglich
Vodafone GigaCube_ Der Anschluss von zwei externen Antennen ist möglich

Die Software des Vodafone GigaCube bietet alle Funktionen, die man heute von einem Router erwarten kann. So ist eine Kindersicherung, Port-Weiterleitung- und Filterung, ein Energiesparmodus und ein Datenzähler an Bord. Du kannst dem Router auch ein Datenlimit mitteilen und so verhindern, dass du in der ersten Woche des Monats schon dein komplettes Datenvolumen versurfst. Das Ändern des verwendeten Nameservers ist leider nicht möglich. Du erreichst die Admin-Oberfläche unter http://giga.cube, sobald du mit dem WLAN verbunden bist.

Bis zu 620 GB pro Monat per LTE

Unterm Strich ist der Vodafone GigaCube eine solide und vernünftige Alternative zu einem DSL- oder Kabelanschluss. Einziges Manko: Aktuell gibt es keine Datenflatrate. Doch durch eine Aktion bekommst du derzeit bis zu 620 GB pro Monat beim GigaCube, was für die allermeisten Haushalte selbst mit regelmäßigem Streaming am Abend ausreichen sollte. Der Einsteigertarif für 34,99 Euro monatlich bietet mit 155 GB pro Monate ausreichend Datentraffic für das Homeoffice und alle weiteren üblichen Internet-Anwendungen diesseits des Videostreaming (mehr zur aktuellen GigaCube-Aktion).

Und: Derzeit kannst du den GigaCube 30 Tage ohne Risiko testen. Sollte das Netz bei dir vor Ort nicht den Erwartungen entsprechen, kannst du ohne Probleme aus dem Vertrag aussteigen und zahlst keinen Cent für deinen Test.

Und selbst als Backup gibt es den GigaCube in einer Flex-Variante. Hier kaufst du das Gerät für einmalig 129,90 Euro und zahlst den Zugang nur, wenn du ihn brauchst – beispielsweise im Schrebergarten oder wenn dein Internet zu Hause gestört ist.

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Dieser Artikel ist Teil einer Kooperation mit Vodafone. Der Partner nimmt keinen Einfluss auf den Inhalt des Artikels.

Bildquellen

  • Vodafone GigaCube: Thorsten Neuhetzki / inside digital
  • Die Rückseite des Vodafone GigaCube: Thorsten Neuhetzki
  • Vodafone GigaCube_ Der Anschluss von zwei externen Antennen ist möglich: Thorsten Neuhetzki
  • Vodafone GigaCube 4G: Thorsten Neuhetzki / inside digital

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