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Datenautomatik deaktivieren: So verhinderst du Extra-Kosten

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Handytarif mit Datenautomatik. Hast du davon schon einmal gehört? Wir verraten dir alles, was du zu diesem Baustein wissen musst, der immer mit Extrakosten verbunden ist, wenn du ihn nutzt. Zum Einsatz kommt er nicht nur in Tarifen von Drillisch Online, sondern auch bei Vodafone.
Mobiles Internet Symbolbild
Bildquelle: Sony

Grundsätzlich ist die Idee hinter einer Datenautomatik schnell erklärt. Jedem modernen Smartphone-Tarif mit Internet-Flat liegt ein monatliches Datenvolumen zugrunde, das du per UMTS, LTE oder auch 5G versurfen kannst. Ist dieses Datenvolumen verbraucht, wird die maximal mögliche Surfgeschwindigkeit in den meisten Handytarifen erheblich reduziert. Auf GPRS-Niveau mit nur noch wenigen Kbit/s. Mobiles Surfen und eine zuverlässige App-Nutzung ist auf deinem Handy dann nicht mehr möglich. Und an dieser Stelle tritt dann in diversen Tarifen die Datenautomatik in Kraft.

Datenautomatik: Großes Geschäft mit kleinen Daten-Happen

Die Surfgeschwindigkeit reduziert sich mit Einschaltung einer Datenautomatik nämlich nicht mehr. Vielmehr verbleibt sie weiter auf einem hohen Niveau von meist 21,6 oder 50 Mbit/s. Denn bis zu dreimal bekommst du automatisch Zugriff auf Extra-Datenvolumen, das du mit hoher Geschwindigkeit weiter nutzen kannst. Du wirst nun sagen: Prima, nehm‘ ich! Doch Moment: Die zusätzlichen Daten-Snacks bekommst du natürlich nicht kostenlos. Vielmehr musst du eine zusätzliche Gebühr an deinen Provider zahlen, um weiter schnell surfen zu können. Geschenkt gibt es heutzutage schließlich nur noch wenige Dinge.

Wie teuer ein Daten-Happen beim Greifen einer Datenautomatik ist, hängt von deinem Tarif und von deinem genutzten Provider ab. So bekommst du zum Beispiel bei WinSIM abhängig von deinem gebuchten Tarif bis zu dreimal 200 oder 300 MB extra und musst für jede dieser Aufbuchungen 2 Euro extra zahlen. Macht in Summe bis zu 6 Euro monatlich mehr. Eine kleine Kostenfalle, die du in jedem Fall kennen solltest und die im Übrigen in fast allen Tarifen gleichermaßen in Deutschland wie im EU-Ausland zur Anwendung kommt. Denn dein Inklusiv-Volumen gilt dank Roaming-Vereinbarung ja weitestgehend auch für die Nutzung in Spanien, Frankreich, Österreich oder anderen europäischen Ländern.

Das identische Verfahren kommt auch bei andere Drillisch-Marken wie DeutschlandSIM, PremiumSIM, simply oder handyvertrag.de zum Einsatz. Gleiches gilt bei Neuverträgen von smartmobil, wo in der Vergangenheit schon auf eine Datenautomatik verzichtet wurde. Bei Yourfone wiederum ist eine Datenautomatik nach wie vor nicht automatisch Bestandteil des Vertrags. Es ist also immer ratsam, die Tarifdetails genau zu studieren.

Vodafone SpeedGo in vielen Tarifen

Auch Vodafone hat in einigen seiner Tarife ein „Surf-Upgrade“ verankert. Etwa in den beliebten GigaMobil-Tarifen ist die Datenautomatik fester Tarifbestandteil. Das Highspeed-Internet gegen Aufpreis nennt sich bei Vodafone SpeedGo-Option und sorgt dafür, dass automatisch bis zu dreimal monatlich 250 MB zusätzliches Datenvolumen für je 3 Euro nachgebucht werden. Es gibt auch Tarife, in denen bis zu dreimal 100 MB für je 2 Euro als Nachbuchungsmöglichkeit anstehen.

Sobald 80 Prozent deines Inklusiv-Datenvolumens verbraucht sind, bekommst du von Vodafone als Kunde eine Info-SMS. Im Anschluss kannst du zustimmen, dass die SpeedGo-Option greift, indem du nichts weiter unternimmst. Oder aber du lehnst per SMS mit der Antwort „Langsam“ ab. Dann surfst du nach Verbrauch deines Datenvolumens – auch darüber wirst du per SMS informiert – für den Rest des laufenden Abrechnungsmonats nur noch mit GPRS-Geschwindigkeit. Vodafone selbst gibt 32 Kbit/s als Maximalgeschwindigkeit im LTE-Netz an.

Auf der Homepage von Vodafone kannst du übrigens jederzeit einsehen, ob die SpeedGo-Option auch Teil deines Tarifs ist. Eine grundsätzliche Kündigung von Vodafone SpeedGo ist nach aktuellem Stand der Dinge nicht möglich. Du hast über die „MeinVodafone“-App aber die Möglichkeit, die Datenautomatik Monat für Monat bis zum Ende des laufenden Abrechnungszeitraums zu deaktivieren.

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Keine Datenautomatik? Langsames Internet droht!

Wenn du eine SIM-Karte ohne Datenautomatik nutzt, musst du keine monatlichen Extra-Kosten befürchten. Dafür greift aber auch in den meisten aktuell gültigen Tarifen sofort eine Reduzierung der Geschwindigkeit, wenn du dein monatliches Datenvolumen verbraucht hast. Und das kann die Nutzung des mobilen Internets stark einschränken.

Grundsätzlich dauert der Aufbau von Internetseiten dann sehr lange. Teilweise quälend lange. Gleiches gilt für Inhalte, die du über Apps abrufst. Und das Streaming von Musik oder Videos ist praktisch gar nicht mehr möglich. Keine Einschränkungen musst du hingegen befürchten, wenn du dich für einen Unlimited-Tarif entscheidest.

Datenautomatik ausschalten und Datenvolumen nur bei Bedarf nachbuchen

Damit du aber auch in normalen Handytarifen nicht frustriert bist, ermöglichen eigentlich alle Mobilfunk-Provider, dass du manuell zusätzliches Highspeed-Datenvolumen nachbuchen kannst. Wie teuer das ist, hängt wiederum von dem von dir genutzten Tarif ab. Am besten schaust du dafür in deine Vertragsunterlagen. Oder du siehst auf der Homepage deines Anbieters in den dort hinterlegten Preislisten nach. Alternativ kannst du dich natürlich auch per Hotline oder E-Mail an deinen Provider wenden.

Wichtig zu wissen, wenn du in erster Linie WhatsApp, Telegramm oder einen anderen Messenger nutzt: In den meisten Fällen ist es auch mit langsamem Internet weiter möglich, Text-Nachrichten zu verschicken. Nur der Versand und Empfang von Fotos oder Videos ist nicht mehr oder nur stark eingeschränkt möglich. Ein Austausch dieser Dateien ist in aller Regel erst dann wieder möglich, wenn du dich zum Beispiel mit einem WLAN-Hotspot verbindest.

Datenautomatik ausschalten – sofern möglich

Wie du deine Datenautomatik als Kunde von Vodafone zumindest vorübergehend deaktivieren kannst, haben wir die weiter oben in diesem Ratgeber schon erklärt. Etwas leichter ist eine entsprechende Deaktivierung bei den zahlreichen Drillisch-Marken. Hier kannst du als Kunde auch eine dauerhafte Deaktivierung vornehmen.

Wünschst du keine Internet-Flatrate mit Surf-Upgrade in deinem Drillisch-Tarif (also zum Beispiel bei Marken wie maxxim, PremiumSIM oder sim.de), kannst du die zusätzlichen Datenpakete schriftlich, telefonisch (die passende Telefonnummer findest du auf der Homepage deines Providers) oder online in der persönlichen Servicewelt des von dir genutzten Mobilfunk-Discounters deaktivieren.

Tipp: Apps die Berechtigung entziehen, das mobile Internet zu nutzen

Und noch ein kleiner Hinweis zum Abschluss: Dein Handy verbraucht oft selbst dann wertvolles Datenvolumen, wenn du es gerade gar nicht nutzt. Also zum Beispiel immer dann, wenn es neben dir auf dem Schreibtisch liegt. Oder wenn du es in der Hosen- oder Handtasche mit dir herumträgst.

Einschränken kannst du das zum Beispiel auf iPhones von Apple. Und zwar indem du für jede App manuell festlegst, ob sie überhaupt bei einer mobilen Internetverbindung per LTE oder 5G funktioniert („Einstellungen“ > „Mobilfunk“). Schaltest du die Berechtigung für einzelne Apps aus, funktionieren sie in WLAN-Netzen weiter. Aber eben nicht, wenn du unterwegs bist und Datenvolumen sparen möchtest.

Auf Android-Smartphones ist eine solche Funktion ebenfalls zu finden. In den Einstellungen unter „Mobilfunknetz“ im Segment „Apps & Benachrichtigungen“. Hier kannst du nun individuell für jede installierte App festlegen, ob sie nur in einem WLAN-Netz oder auch per Mobilfunk Daten verbrauchen darf.

Hinweis: Abhängig davon, was für ein Android-Smartphone du benutzt, kann die Bezeichnung der genannten Menüpunkte auch leicht von der oben genannten Form abweichen.

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