Android-Handy einrichten: Schritt für Schritt zum neuen Smartphone

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Hast du dich für ein neues Handy mit Android von einem Hersteller wie Samsung, Huawei oder Nokia entschieden und es ausgepackt, folgt die Einrichtung. Dabei solltest du einige Punkte beachten. Etwa: Erlaube ich Google, Diagnosedaten zu sammeln? Hinzu kommt: Ist ein Google-Konto überhaupt Pflicht? inside digital zeigt Schritt für Schritt, wie man Android auf seinem neuen Smartphone einrichtet.
Konzept vom Huawei P50 Pro
Konzept vom Huawei P50 ProBildquelle: Blasius Kawalkowski

Wer sein neues Android-Handy das erste Mal einschaltet, wird durch einen Einrichtungsprozess geleitet. Im Grunde ist alles selbsterklärend, dennoch gibt es Fallstricke, die du beachten solltest. inside digital nennt alle wichtigen Punkte, gibt Tipps, worauf zu achten ist, und was sich hinter den Optionen und Einstellungen verbirgt.

  1. Sprache auswählen, Nutzungsbedingungen zustimmen und SIM-Karte einlegen
  2. Als neues Smartphone einrichten oder Daten importieren
  3. Mit WLAN verbinden
  4. Updates installieren
  5. Google Konto einrichten oder mit GMail-Adresse anmelden
  6. Nutzungsbedingungen und Datenschutzerklärung zustimmen
  7. Erste Einstellungen sowie Nutzungs- und Diagnosedaten senden
  8. Google Assistent aktivieren
  9. Hersteller-Konto einrichten
  10. Geräteschutz einrichten: Fingerabdruck-ID, Face Unlock oder Passwort
  11. Apps installieren

Sprache auswählen, Nutzungsbedingungen zustimmen und SIM-Karte einlegen

Nachdem du dein neues Android-Handy eingeschaltet hat, leitet es dich durch den Einrichtungsprozess. Zunächst musst du die Sprache auswählen, den Nutzungsbedingungen zustimmen und deine SIM-Karte einlegen. Bereits hier können Probleme auftauchen, wenn die SIM-Karte andere Maße hat, als der Karten-Slot des neuen Smartphones aufnehmen kann. Die Nutzungsbedingungen ablehnen kann man übrigens nicht. Der Einrichtungsprozess geht dann nämlich nicht weiter.

Als neues Smartphone einrichten oder Daten importieren

Hast du vor dem Kauf des neuen Handys bereits ein Android-Gerät oder ein iPhone besessen, lassen sich im zweiten Schritt Daten vom alten Smartphone übertragen. Darüber hinaus kannst du Daten mit der Google-Cloud synchronisieren – vorausgesetzt natürlich, das alte Android-Smartphone war mit der Google-Cloud verbunden. Wer weder umsteigt, noch persönliche Daten übertragen möchte, kann auch ganz neu beginnen und das Android-Gerät ohne importierte Dateien aufsetzen.

Mit WLAN verbinden

Im dritten Schritt muss man das neue Android-Gerät mit einem WLAN verbinden. Eine Internetverbindung wird benötigt, damit sich das Smartphone mit einem Google-Konto verbinden kann.

Updates installieren

Hat das Smartphone die Verbindung zum Internet hergestellt, prüft es im nächsten Schritt, ob Software-Updates zur Installation vorliegen. Dieser Schritt erfolgt jedoch nicht bei jedem Telefon. Bei Smartphones, etwa von Huawei oder Honor aber, ist das der Fall.

Google-Konto einrichten oder mit GMail-Konto anmelden

Wer bereits ein Google-Konto samt GMail-Adresse besitzt, kann sich im nächsten Schritt anmelden. Neulinge im Universum des Weltkonzerns müssen zunächst ein neues Konto erstellen, um etwa Apps aus dem Google Play Store herunterzuladen oder verschiedene Google-Services nutzen zu können. Bei der Registrierung leitet dich das Handy durch den Einrichtungsprozess. Nachdem du deine E-Mail-Adresse ausgewählt hast, muss du nun noch deinen Geburtstag und ein Passwort eingeben. Dieses sollte man sich unbedingt irgendwo notieren. Denn selbst wenn du deine E-Mails nicht über GMail, sondern über Alternativen wie Web.de oder GMX verschickst und empfängst, wirst du es spätestens bei der Einrichtung des nächsten Handys wieder benötigen. Einen weiteren E-Mail-Dienst wie etwa Yahoo Mail kannst du nach der Einrichtung anlegen.

Nutzungsbedingungen und Datenschutzerklärung zustimmen

Um das neue Android-Handy mitsamt Apps nutzen zu können, musst du im sechsten Schritt den Nutzungsbedingungen und der Datenschutzerklärung zustimmen.

Erste Einstellungen sowie Nutzungs- und Diagnosedaten senden

Im siebten Schritt musst du bereits erste Einstellungen vornehmen. Diese sind von Werk aus bereits aktiviert, lassen sich aber deaktivieren. Dazu zählt als Erstes die Nutzung von Google Drive. Lässt du die Option aktiv, werden Daten wie Apps, Anruflisten, Kontakte, Geräteeinstellungen, WLAN-Passwörter und SMS-Nachrichten in der Google-Cloud gesichert. Das ist insbesondere dann von Vorteil, wenn du irgendwann in der Zukunft erneut auf ein neues Android-Smartphone umsteigst. All diese Daten werden dann mit dem neuen Handy synchronisiert.

Die zweite Option erteilt Apps und Diensten den Standortzugriff via GPS. Wer hier das Kleingedruckte liest, wird feststellen, dass mit aktivierter Option auch anonymisierte Standortdaten an Google versendet werden. Diese Option kannst du später in den Einstellungen des Handys ebenfalls ein- und ausschalten.

Wer die Akkulaufzeit seines Handys verlängern möchte, kann diese und die nachfolgende Option “WLAN-Suche zulassen” deaktivieren. Letztere sorgt dafür, dass Apps auch dann auf WLAN-Suche sind, wenn die WLAN-Verbindung ausgeschaltet ist.

Letztlich kann man die Option deaktivieren, mit deren Hilfe das Smartphone Nutzungs- und Diagnosedaten an Google und App-Entwickler sendet.

Google Assistant aktivieren

Wer sein Android-Smartphone als neues Gerät einrichtet und keine Daten von einem anderen Smartphone synchronisiert oder ein bestehendes GMail-Konto einrichtet, kann im achten Schritt den Google Assistant aktivieren. Alle anderen überspringen diesen Punkt und machen bei Schritt neun weiter.

Hersteller-Konto einrichten

Im neunten Schritt fragt das Android-Handy, ob du ein Hersteller-Konto einrichten möchtest. Je nach Hersteller werden hier unterschiedliche Daten mit der Cloud des Anbieters synchronisiert. Bei Huawei und Honor (Huawei ID) sind es Services wie Fotos, Kontakte, Musik oder Designs. Diesen Schritt kannst du aber auch überspringen und bei Bedarf später nutzen.

Geräteschutz einrichten

Wer sein neues Android-Handy vor dem Zugriff anderer schützen will, kann im zehnten Schritt den Geräteschutz aktivieren. Besitzt das Smartphone einen Fingerabdrucksensor, lässt sich hier die Fingerabdruck-ID einrichten. Beim Entsperren des Geräts verlangt dieses dann den Fingerabdruck, ehe du auf die Daten zugreifen kannst.

Alternativ lässt sich ein Passwort festlegen oder – sofern das Smartphone es anbietet – die Entsperrmethode via Gesichtsscan respektive Face Unlock.

Apps installieren

Im elften und letzten Schritt fragt das Android-Smartphone beim Einrichtungsvorgang, ob du Apps installieren möchtest. Das ist aber nicht die Regel. Nicht alle Hersteller setzen diesen Schritt voraus, um das Handy in Benutzung nehmen zu können. Zudem kannst du deine Lieblings-Apps auch später bei Google Play herunterladen und installieren. Nun ist Android eingerichtet und das neue Smartphone kann benutzt werden. Genau so funktioniert das übrigens mit einem neuen Tablet, auf dem Android als Betriebssystem läuft.

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