Preissenkung bei Telekom, Vodafone & O2: So viel sparst du ab 1. Juli

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Zum 1. Juli werden die Preise für Internet- und Handyverträge bei den drei großen Anbietern Telekom, O2 und Vodafone sinken. Hintergrund ist die Mehrwertsteuersenkung, die der Bund für die zweite Hälfte des Jahres als Konjunkturmaßnahme verabschiedet hat. Die Details im Überblick.
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Als erstes hatte schon die Telekom in der vergangenen Woche bei den Kollegen der Computer Bild auf Nachfrage angekündigt, die Senkung der Mehrwertsteuer weiterzugeben. Ein Sprecher des Unternehmens sagte, man bereite sich intensiv auf eine Preisanpassung der Angebote zum 1. Juli vor. Das betrifft nicht nur Neukunden, sondern ausdrücklich auch Bestandskunden, deren Grundkosten sowie Verbrauchskosten zum 1. Juli sinken werden.

Mehrwertsteuersenkung bringt 2,52 Prozent

Zum 1. Juli sinkt die Mehrwertsteuer bis Ende des Jahres von 19 auf 16 Prozent. Die Differenz von drei Prozentpunkten ergibt für die Kunden eine Preissenkung von 2,52 Prozent. Dabei ist es gar nicht so trivial für die Anbieter, die Preissenkung umzustellen. Denn nicht nur im Rechnungslauf muss ein anderer Mehrwertsteuersatz eingetragen werden. Auch sämtliche Produktunterlagen müssten geändert werden.

Vodafone-Chef Hannes Ametsreiter kündigte vor einigen Tagen an, Vodafone werde die Mehrwertsteuerabsenkung an die Kunden weitergeben „Daran arbeiten viele Kollegen im Konzern derzeit hart. Wir sind guten Mutes, bis zum 1. Juli unsere Systeme entsprechend umgestellt zu haben, damit die Menschen von dieser Maßnahme zeitnah profitieren.“ Auch diese Aussage zeigt, dass es nicht mit dem Eingeben eines anderen Prozentsatzes im Abrechnungssystem getan ist.

Wir haben auch bei O2 nachgefragt – dem nach Kundenanzahl größten deutschen Mobilfunkanbieter. Auf Nachfrage bestätigte man uns auch dort, dass die Mehrwertsteuersenkung an die Kunden weitergegeben wird. Auf welche Weise das geschehe, sei aber noch nicht abschließend geklärt. Denn Branchenverbände hatten vorgeschlagen, dass man die Preisdifferenz auch durch eine Gutschrift auf der Rechnung lösen könne. Allerdings müssten zumindest die Abrechnungssysteme dennoch auf die Abführung von 16 Prozent umgestellt werden, da dieser Betrag an den Staat geht.

Wie viel spare ich ab 1. Juli?

Die Mehrwertsteuersenkung verbunden mit der Preissenkung bei den Anbietern bringt dir leider am Ende des Monats nicht einmal so viel ein, dass du dir eine Kugel Eis beim Italiener leisten kannst. Denn bei einem Anschluss mit 39,95 Euro Grundkosten monatlich zahlst du heute 6,37 Euro Mehrwertsteuer. Ab 1. Juli zahlst du für den selben Anschluss nur noch 38,94 Euro und somit 1,01 Euro weniger im Monat. Da ab 1. Januar 2021 die Mehrwertsteuer wieder steigen soll, sparst du also in diesem halben Jahr bei einem Anschluss mit 40 Euro Grundkosten gerade einmal 6,06 Euro.

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19 KOMMENTARE

      • Im Endeffekt handelt es sich um eine Methode die braven Bürger ruhig zu Schalten da der Staat denkt Senkung um 1 Euro des sind 2 Mark oder 4 Ostmark oder 8 Ostmark auf dem schwarz Markt. Aber der eine Euro ist trotzdem nicht des 8 fache wert. Danke Merkel

  1. Kaufmännisches Rechnen.
    Bruttoverkaufspreis sind immer 119% bzw. 116% zum 01.07.
    Würde man aber effektiv von 100% ausgehe, wären es nur noch die 2,52 Prozent!

  2. Wahnsinn 6,06€ gespart was mache ich mit dem vielen Geld. Was für ein Blödsinn. Durch die Kurzarbeit geht viel mehr verloren.

  3. Das ist dermaßen lächerliche alles… Hätte man sich komplett sparen können. Lieber jedem deutschen Staatsbürger einen Scheck zuschicken mit 50 Euro wert den er innerhalb Deutschlands und Geschäften einlösen kann. Das kostet Firmen mehr Aufwand als es nutzen hat.

  4. Ääähhhhh bei der Senkung der MwSt geht es nicht darum, den Bürgern zu helfen (dafür gibt es das Kurzarbeitergeld, Arbeitslosebgeld 1, Arbeitslosengeld 2, Sozialhilfe, Wohngeld, Elterngeld, Kindergeld, usw. usf.).
    Hier geht es darum, die Steuerlast für Unternehmen zu senken.

    Ob Milliarden-Unternehmen wie Telekom, Vodafone und co. das überhaupt nötig haben, ist eine ganz andere Frage…

  5. Was wir in Deutschland für so nen mikriges Datenvolumen zahlen ist reinste abzocke. Die Netzabdeckung soll ja wohl ein Witz sein… wo sind wir hier, in Sibirien? Ach nein stimmt die haben ja selbst in Sibirien besseres und gunstigeres Internet als mamche Regionen in Hessen. Soll ich mich über 2,5 % freuen oder was erwarten diese unterentwickelten Netzbetreiber? Die 2,5% können die sich von mir aus gerne in den Allerwertesten stecken, ich will deren dreckige Rabatte nicht haben!

    • Es nimmt halt (wie so oft) absurde Formen an. Wenn der Einzelhändler die Preise gleich lassen, aber weniger an den Staat abführen muss, hilft eine solche Steuersenkung durchaus weiter.

  6. Thorsten Neuhetzki finde ich persönlich sehr unsympathisch. Reagiert auf Aussagen irgendwie pampig. So etwas braucht die Welt nicht.

    • Sandra, nein. Ich arbeite mit Thorsten zusammen. Wir sind Kollegen. Und er ist ein äußerst sympathischer und feiner wenn auch hin und wieder grumpiger Typ (insbesondere vor dem ersten Kaffee). Er reagiert nicht pampig, sondern knapp und ohne viel herumzuschwadronieren. Das ist seine Art. Komm doch mal bei uns in der Redaktion vorbei und du lernst ihn und uns kennen. Aber nicht vor dem ersten Kaffee. 😂

  7. Die Preise werden tatsächlich nicht gesenkt, da hat er doch vollkommen Recht. Die Steuer sinkt und deswegen ist die Rechnungssumme niedriger. Mit einer Preissenkung hat das nichts zu tun.

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