„O2 Netz so stark wie nie zuvor“: So geht's jetzt mit LTE & 5G weiter

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Bei O2 geht der Netzausbau weiter. Im vergangenen Jahr hat O2 nach eigenen Angaben 11.000 neue LTE-Sender gebaut. Jetzt hat der Anbieter die nächsten Schritte vorgestellt, wie das Netz besser werden soll.
O2-Logo an einer Ladenfront
O2-Logo an einem Shop.Bildquelle: EKH-Pictures / Adobe Stock

O2 zündet jetzt den 5G-Ausbauturbo. Das zumindest teilt der Netzbetreiber in seiner heutigen Mitteilung zur Netzoffensive 2021 mit. 5G-Standalone, Open RAN und spannende 5G-Industrielösungen über die Cloud sind einige der Schlagwörter, mit denen die Münchner um sich werfen. Doch es gibt auch ganz konkrete Zahlen und Pläne, die dich als O2-Nutzer und -Kunde betreffen – auch bei LTE

Unser O2 Netz ist so stark wie nie zuvor und auf Augenhöhe mit dem Wettbewerb“, heißt es von Telefónica Deutschland-Chef Markus Haas. Man habe die Hausaufgaben beim Netzausbau gemacht und versorge nun 99 Prozent der Bevölkerung mit LTE. Was er nicht sagt, ist, dass diese Hausaufgaben – um im Bild zu bleiben – erst durch Nachsitzen und mit einem Jahr Verspätung erreicht wurden. „Jetzt starten wir unseren 5G-Ausbauturbo“, so Haas weiter.

9.000 neue Standorte geplant

Man habe ehrgeizige Ausbaupläne, mit denen „wir die volle Power aus unserem O2 Netz herausholen“. Auch wolle man die letzten Abdeckungslücken schließen. Aktuell zähle O2 26.000 Mobilfunkstandorte. Der Plan sei, bis 2024 – also binnen etwas mehr als drei Jahre – auf 35.000 Standorte zu kommen.

In den vergangenen Wochen hat O2 auch sein 5G-Netz weiter ausgebaut. Mittlerweile funke das 5G-Netz in über 30 deutschen Städten mit rund 1.000 5G-Antennen. Das entspricht etwa 330 Standorten. Dabei nutzt O2 aktuell ausschließlich die 5G-Variante im Frequenzbereich um 3,6 GHz. Sie ermöglicht sehr hohe Datenraten, ist bei O2 jedoch derzeit auf 300 Mbit/s im Downstream gedrosselt.

Der Ausbau des O2-5G-Netzes in mehr Städten und auch in ländlichen Regionen sei geplant. Dabei setze O2 auf „einen intelligenten Mix aus echtem 5G, DSS und modernsten Netztechnologien.“ Der Plan von O2: bis Ende des Jahres sollen 30 Prozent der Bevölkerung 5G nutzen können, 2025 soll das Netz bundesweit stehen. Das sei ein doppelt so schneller Ausbau wie er bei LTE erfolgt sei.

Allein in diesem Jahr will o2 etwa 6.000 5G-Antennen im Frequenzbereich um 3,6 GHz errichten. Das wären bei drei Antennen pro Standort weitere 2.000 Standorte. Hinzu kommen mehrere Tausend weitere 5G-Stationen über 700 MHz und 1800 MHz. Während bei 1800 MHz die im deutschen Markt übliche „Dynamic Spectrum Sharing“ (DSS)-Technologie genutzt wird, die parallel 4G und 5G aussendet, verwendet O2 bei 700 MHz reines 5G. Damit bringt der Anbieter 5G New Radio noch besser in die Fläche. Allerdings sind die Datenraten aufgrund des verfügbaren Spektrums weitaus kleiner.

O2 startet 5G-Standalone-Netz 2021

Bisher baut 5G bei allen drei Netzbetreiber in Deutschland noch auf dem 4G-Standard auf (=5G Non-Standalone, 5G NSA). O2 stellt den 5G-Standard nun auf eigene Beine und will noch 2021 sein 5G Standalone-Netz (5G SA). Damit seien dann – so O2 –  Gigabit-Geschwindigkeiten, geringe Reaktionszeiten bis zu 1 Millisekunde sowie Innovationen wie Network Slicing (Aufteilung des Netzes in mehrere Einzelnetze) möglich.

LTE bleibt weiter wichtig – und wird schneller

Das 4G-Netz beziehungsweise LTE bleibe aber die „Basis für die weitere Digitalisierung Deutschlands“. Daher baue O2 auch in diesem Jahr mehrere Tausend neue 4G-Sender, um letzte 4G-Abdeckungslücken zu schließen. Sie sollen auch die Kapazitäten in Städten sowie auf dem Land erhöhen. Dafür widmet O2 auch die bisherigen UMTS-Frequenzen bis Jahresende in den deutlich leistungsfähigeren LTE-Standard um. Dann steht weiteres Spektrum für LTE zur Verfügung und damit mehr Bandbreite.

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