Kunden stürmen Telekom Shops: Druck auf Betreiber bleibt groß

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Die Deutsche Telekom blickt mit ihren Partnern auf ein herausforderndes erstes Halbjahr zurück. Zwar zeigt sich die Telekom vor allem mit der Mobilfunk-Nachfrage bei Geschäftskunden zufrieden, doch jetzt rücken auch wieder Privatkunden in den Fokus. Vor allem hinsichtlich der Heimvernetzung.
Telekom-Shop in Einkaufsstraße.
Die Telekom will das zweite Halbjahr mit einer Vertriebsoffensive meistern.Bildquelle: Deutsche Telekom

Der Einzelhandel in Deutschland hat ein intensives erstes Halbjahr hinter sich. Intensiv aber in erster Linie deswegen, weil es aufgrund des bundesweiten Lockdowns vielerorts die Sorgenfalten auf die Stirn der Händlerinnen und Händler trieb. Auch die Partner der Deutschen Telekom, die im Namen der Telekom eigene Shops betreiben, haben eine schwere Zeit hinter sich. Umsätze konnten sie aufgrund der lange geschlossenen Geschäfte allenfalls im Onlinevertrieb generieren. Das drückte vielerorts auch die fließenden Provisionen auf ein Minimum.

Doch mit steigender Impfquote und vielerorts niedrigen Inzidenzen geht es jetzt wieder aufwärts. „Wir glauben an einen starken Sommer. Dann werden wir unsere gemeinsamen Ziele erreichen“, sagte Georg Schmitz-Axe, Leiter Telekom Partner, zu Wochenbeginn im Rahmen eines Pressegesprächs. Doch der Druck auf die Telekom-Partner bleibt auch im zweiten Halbjahr hoch. Die Telekom hat klare Erwartungen für die Vertriebsziele formuliert.

Telekom Partner sollen wieder Umsätze generieren

Der Telekommunikationskonzern aus Bonn erwartet von seinen Partnern, dass sie das zweite Halbjahr nutzen, um interessierte Kunden von passenden Produkten aus dem eigenen Angebot zu überzeugen. Unlimited-Tarife im Mobilfunk spielen dabei eine große Rolle. Aber auch die Nachfrage nach höheren Bandbreiten am Breitband-Anschluss zu Hause biete den Partnern nach einer qualifizierten Beratung viel Potenzial. Denn immer mehr Kunden wünschen sich eine nicht nur schnelle, sondern auch stabile Leitung für die Arbeit im Homeoffice.

Konkrete Zahlen hinsichtlich der Performance der Telekom Partner im zweiten Halbjahr 2021 gibt es auch. Während die Telekom im ersten Halbjahr aufgrund der Corona-Krise sämtliche Vertriebsziele gestrichen hatte, soll es jetzt mit Volldampf in die zweite Jahreshälfte gehen. Dass das ursprüngliche Jahresziel für Telekom Partner nicht erreicht werden kann, liegt dabei auf der Hand. Der Telekom schwebt allerdings vor, trotzdem noch 50 Prozent des ursprünglichen Jahresziels zu erreichen. Auch, weil der Umsatz im zweiten Halbjahr traditionell etwas über jenem der ersten sechs Monate des Jahres liege. Stichwort: Weihnachtsgeschäft.

In der Konzernzentrale der Telekom ist man sich nach eigenen Angaben bewusst, dass es sich um ein ambitioniertes Ziel handelt. Für utopisch hält man es jedoch nicht. Denn die Kundenfrequenz in den Läden steige von Woche zu Woche. Aktuell liege sie nur noch etwa 20 Prozent unter der Frequenz von 2020. Das Interesse von Kunden soll auch eine Umgestaltung der Shops steigern. Bisher seien 34 Partner-Filialen bereits umgebaut, bis zum Jahresende will man 90 Umbauten schaffen. Und die ersten Termine für 2022 stehen ebenfalls schon fest.

Heimvernetzung im Fokus

Neben der Vermarktung von Unlimited-, Breitband- und IPTV-Tarifen (MagentaTV) sieht Telekom-Partner-Chef Schmitz-Axe für das schon begonnene zweite Halbjahr vor allem Chancen für den Vertrieb von Produkten rund um die Heimvernetzung. „Oft denken die Kunden, dass sie zu Hause schlechten Empfang haben, weil die Leitung schlecht ist. Dabei ist es oft das Heimnetzwerk, das für Störungen sorgt.“ An dieser Stelle sei die Beratungskompetenz der Telekom Partner gefragt. Die Telekom will passende Schulungsangebote anbieten, denn „das Thema Heimvernetzung birgt ein riesiges Potenzial für Zusatzgeschäft und Kundenbindung“, ist sich Schmitz-Axe sicher.

Wenn auch du mal wieder in einem Telekom-Shop vorbeischaust, solltest du dich also nicht wundern, wenn sich dort viel um das Thema WLAN-Pakete, WLAN-Router, eine möglichst optimale WLAN-Vernetzung und Mesh-Technologie dreht. Denn nur wenn eine Wohnung mit einem guten WLAN-Netz ausgestattet ist, kann die Telekom zum Beispiel auch passende Smart-Home-Produkte verkaufen.

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8 KOMMENTARE

  1. Avatar Soeren

    Im Laden kauft man Lebensmittel, aber Definitv keine Verträge! Oft lange Wartezeiten und falsche Auskünfte

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  2. Avatar Heinz Schellin

    Ich habe vor 5 Jahren der Telekom einen Tritt gegeben. Danach kamen 3 andere Anbieter, lange Rede kurzer Sinn: Für mich als privaten Verbraucher eine ernüchternde Erfahrung. Konsequenz für mich: zurück zur Telekom. Und siehe da, die Telekom von heute ist um Welten besser als die vor 5 Jahren.

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  3. Avatar Softtouch

    „Kunden stürmen Telekom Shops“ ist nichts als click bait, gesponsert von der Telekom. Unser Telekom Shop ist fast leer.

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  4. Avatar peppi53

    Ich bin auch nach zwölf Jahren reumütig zurückgekehrt da sind Welten bei Geschwindigkeit bei uns aufs Land…..

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  5. Avatar Schüler Andreas

    Original bleibt Original,die mitwettbewerber sind alles nur Trittbrettfahrer und Marktschreier,unlautere Aussagen gehören zur Tagesordnung.Andreas

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  6. Avatar Eddy

    Wird inside-digital.de von der Telekom finanziell unterstützt oder warum wird hier so schlechte Stimmung über andere Anbieter verbreitet?

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    • Kritische Berichterstattung findet zu allen Anbietern statt, wenn es etwas zu kritisieren gibt. Gerne auch auf Basis von Insider-Informationen. 🙂

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  7. Avatar Maik

    Würde gerne zu Magenta wechseln… Aber Gigabit LAN kann ich nicht bekommen.

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