Wie ein Phönix aus der Asche: HTC setzt wieder auf High-End-Smartphones

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Wir schreiben das Jahr 2013. Mit seinem neuesten Flaggschiff, dem HTC One (M7), erobert der taiwanische Hersteller die Herzen der Verbraucher und der Fachwelt. Das Gerät wird oft als bestes Smartphone des Jahres betitelt, doch der Erfolg ist nur von kurzer Dauer. Seither sanken die Verkaufszahlen von HTC-Handys ins Bodenlose. Doch nun will der Hersteller wieder hoch hinaus.
Yves Maitre
Bildquelle: HTC

2011 soll HTC nach Angaben von Analysten noch mit satten 11 Prozent an dem weltweiten Smartphone-Umsatz beteiligt gewesen sein. Aktuell findet sich der Hersteller lediglich bei den „anderen Unternehmen“ wieder. Abseits der Zahlen erreichte HTC wohl Anfang 2018 seinen Tiefpunkt, als der Bereich, der für die Entwicklung von Pixel-Handys zuständig war, für 1,1 Milliarde Dollar an Google verkauft wurde. Mit einem großen Comeback der Mobilfunk-Sparte rechneten damals nur die wenigsten, doch genau das scheint HTC sich nun zum Ziel gesetzt zu haben.

Neuer Chef, neue Strategie

Vor einigen Wochen übernahm Yves Maitre die Leitung von HTC. Früher betreute Maitre unter anderem den Bereich vernetzte Technologien im Privatkunden-Segment beim Mobilfunknetzbettreiber Orange – heute will er HTC-Smartphones wieder in die Läden bringen. HTC habe aufgehört an Innovationen bei der Smartphone-Hardware zu arbeiten, sagt Maitre im Gespräch mit Techcrunch. Und Unternehmen wie Apple, Samsung und zuletzt auch Huawei hätten eine unglaublich gute Arbeit bei der Entwicklung ihrer Hardware geleistet. Der Taiwanese investierte stattdessen in Virtuelle Realität und hat damit laut Maitre „das Richtige zur falschen Zeit gemacht“.

In Zukunft will HTC stattdessen wieder stärker in High-End-Geräte investieren. Und das obwohl bisher angenommen wurde, dass der taiwanische Hersteller am besten in Entwicklungsländern abschneiden würde. Demnächst werden hingegen Premium-Geräte und „Länder mit einem hohen Bruttoinlandsprodukt (BIP)“ in den Fokus rücken.

Schwer, aber nicht unmöglich

Eine Rückkehr von HTC auf den Flaggschiff-Markt dürfte schwer werden, ist aber durchaus im Rahmen des Möglichen. Das bewies unter anderem der chinesische Konkurrent OnePlus, der sich seit der Gründung in 2013 einen Platz neben Weltgrößen wie Samsung oder Huawei erkämpft hat. Beim Highlight-Handy HTC One (M7) überzeugte das taiwanische Unternehmen seinerzeit mit einem innovativen Design, einer guten Hardware und einer umfangreichen und dennoch sehr bedienungsfreundlichen Nutzeroberfläche mit zahlreichen hauseigenen Anwendungen. Ob HTC bei seinen kommenden Oberklasse-Smartphones mit ebenso viel Herzblut an die Sache herangeht, bleibt abzuwarten. HTC-Freunde haben nun jedoch seit langem wieder einen berechtigten Grund zu hoffen.

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