Der Apple-Schock: Warum viele kein iPhone mehr kaufen werden

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Nachdem Apple bereits Mitte November vor längeren Lieferzeiten des iPhone 14 gewarnt hatte, gibt es nun erneut schlechte Nachrichten. Die Corona-Krise zieht weitere Kreise und sorgt nun für Massenkündigungen.
Das iPhone 14 Pro im Apple Store
Das iPhone 14 Pro im Apple StoreBildquelle: Apple

Bereits Anfang November berichteten wir, dass Apples Partner Foxconn, der unter anderem in China das iPhone 14 fertigt, mit einem Covid-Ausbruch zu kämpfen hat. Betroffen ist das Werk in Zhengzhou, auch bekannt als „iPhone City“. Es ist der größte Standort für die Fertigung von Apples Smartphone. Wenige Tage später meldete Apple überraschend selbst, dass das iPhone 14 Pro nur nach langen Wartezeiten verfügbar sein wird. Ein Blick in den offiziellen Store zeigt, dass es für eine Lieferung zu Weihnachten bereits zu spät ist. Nun gibt es jedoch weitere Hiobsbotschaften aus dem Reich der Mitte, die möglicherweise viele potenzielle Kunden vom Kauf abhalten und stattdessen auf eine lieferbare Alternative ausweichen könnten. Reuters spricht beispielsweise davon, dass nach Ausschreitungen bei Foxconn in der vergangenen Woche fast ein Drittel der Produktion an dem Standort weggebrochen sein könnte.

Apple unter Druck: Ausschreitungen beim iPhone-Produzenten

Nachdem Ende Oktober die ersten Probleme aufgrund von Covid-Ausbrüchen und darauffolgender Schließungen in dem Werk für fliehende Mitarbeiter gesorgt hatte, folgten nun weitere Ausschreitungen in Foxconns „iPhone-Stadt“. Laut Reuters sprach man damals davon, dass bis zu 30 Prozent der November-Produktion betroffen sein sollen. Mittlerweile sollen es internen Schätzungen zufolge mehr als 30 Prozent sein.

Für Apple bedeutet dies, dass die Lieferzeiten des iPhone 14 Pro weiterhin beeinträchtigt sein werden. Der Standort in Zhengzhou ist der einzige, in dem Apple die Premium-Modelle fertigen lässt. Eine Quelle von Reuters sagte, dass es unwahrscheinlich sei, dass die Produktion bis Ende November wieder in voller Fahrt sein werde.

Der Coronaausbruch sorgte angeblich dafür, dass Arbeiter ihre Unterkünfte mit positiv getesteten Personen teilen mussten. Gleichzeitig wurden beispielsweise Kantinen geschlossen. All dies sorgte dafür, dass viele Mitarbeiter aufgrund der Situation das Werk verlassen hatten. Vor den aktuellen Problemen arbeiteten mehr als 200.000 Personen an dem Standort.

Zahlungen kommen nicht an

Foxconn versprach protestierenden Mitarbeitern zuletzt eine Zahlung von rund 1.400 US-Dollar, wenn sie kündigen und das Werk verlassen. Dabei gab es jedoch offenbar Probleme mit den Zahlungen, nachdem angeblich mehr als 20.000 Arbeiter das Angebot angenommen hatten. Das Unternehmen sagte, dass es sich um einen „technischen Fehler“ gehandelt habe und entschuldigte sich dafür. Primär waren es Neuanstellungen, die ihre Arbeit noch nicht aufgenommen und daraufhin das Angebot akzeptiert hatten. Videos in sozialen Netzen zeigten in den vergangenen Wochen lange Schlangen der Ex-Mitarbeiter, die auf ihre Busse warteten.

Für Käufer, die sich für ein iPhone 14 Pro oder Pro Max interessieren, bedeutet dies, dass die Wartezeiten wohl in den kommenden Tagen weiterhin anhalten werden. Nicht nur Apple selbst, sondern auch Händler wie Amazon, Cyberport oder Gravis sind von den Engpässen betroffen.

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