City Transformer: Dieses E-Auto verwandelt sich auf Knopfdruck

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Was kann man gegen den Parkplatzmangel in Innenstädten tun? Einige Städte verlangen eine City-Maut, andere erhöhen die Parkgebühren. Aber wie wäre es denn, wenn man ganz einfach kleinere Autos baut? Der neue City Transformer soll genau diesen Ansatz bedienen.
Zwei City Transformer stehen im Sonnenaufgang nebeneinander.
Der City Transformer soll ab 2022 für Aufsehen sorgen.Bildquelle: Citytransformer

Wenn es darum geht, mobile und vor allem emissionsfreie Mobilität für die Innenstädte zu entwickeln, haben viele klassische Autohersteller ihre ganz eigenen Visionen. So zeigte die Seat-Tochter Cupra auf der IAA in München vor wenigen Tagen den Cupra Urban Rebel, einen Stadtflitzer mit „Fast & Furious“-Ambitionen. Volkswagen ist mit dem ID Life zwar nicht ganz so sportlich unterwegs, stattet den Nachfolger des e-up aber immer noch mit bis zu 234 PS aus. Einen anderen Ansatz wählt der israelische Hersteller Citytransformer. Er entwickelt ein Elektroauto, das den Bedürfnissen von Städtern schon sehr viel näher kommt.

City Transformer: Elektroauto wird auf Knopfdruck schmaler

Denn der City Transformer soll tatsächlich primär in der Stadt zum Einsatz kommen. Und das hat Auswirkungen auf die Abmessungen. Der Zweisitzer – die Sitze sind hintereinander angeordnet – ist 2,5 Meter lang und nur 1,4 Meter breit; bei einem Radstand von 1,8 Metern. Das Besondere: Auf Knopfdruck lässt sich die Breite auf exakt 1 Meter verkleinern. Das soll vor allem dabei helfen, auch in schmaleren Parklücken unterzukommen. CityTransformer verfolgt hier die Idee, dass in Zukunft wieder mehr als nur ein Auto in einer klassischen Parklücke seinen Platz finden muss.

Kehrseite der Medaille: Weil es sich beim City Transformer eben um ein Elektroauto für die Stadt handelt, fallen die technischen Daten etwas überschaubarer aus, als bei so manch anderem Pkw. Verbaut ist beispielsweise nur eine Batterie, die das Auto bis zu 180 Kilometer weit fahren lässt. Eine Wiederaufladung auf bis zu 80 Prozent soll per Schnellladung in 30 Minuten gelingen. Zu Hause dauert es an einer klassischen Steckdose bis zu sechs Stunden.

City Transformer parkt neben einem SUV
Ein Bild sagt mehr als 1.000 Worte: Platz sparen mit dem City Transformer.

Die Höchstgeschwindigkeit ist auf 90 km/h beschränkt. Wenn das Auto im schmalen City-Mode fährt, sind aufgrund einer schlechteren Kurvenlage sogar nur maximal 40 km/h möglich. Eine Beschleunigung von 0 auf 50 km/h gelingt nach Herstellerangaben in 5 Sekunden. Die Leistung generieren zwei Elektromotoren an den Hinterrädern mit einer Gesamtleistung von 15 kW (20 PS).

Das mag jetzt niemanden vom Hocker hauen, doch für Regional- und Stadtfahrten sind es Werte, die absolut ausreichen. Wenn man so will, wählt Citytransformer mit seinem ohne Batterien nur 450 Kilogramm schweren Elektroauto genau jenen Ansatz, den man eigentlich von Smart erwartet hätte. Doch dort hat man sich bekanntlich dazu entschlossen einen neuen City-SUV zu entwickeln.

Was kostet der City Transformer?

Vorbestellungen des neuen City Transformer sind ab sofort über die Homepage des Unternehmens möglich. Dabei steht das Fahrzeug in Weiß, Grau, Blau und Rot zur Verfügung – die nach oben schwingenden Türen sind immer in Schwarz gehalten.

City Transformer parkt mit geöffneten Türen.
Tylish: Die Türen des City Transformer öffnen nicht zur Seite, sondern nach oben.

Regulär werden für den elektrifizierten Stadtflitzer 16.000 Euro fällig, im Rahmen einer aktuellen Aktion zahlen Vorbesteller nur 12.500 Euro. Die Serienproduktion soll im Jahr 2023 starten, erste Fahrzeuge dann ab 2024 an Privatkunden ausgeliefert werden. Schon im Jahr 2022 soll eine erste Kleinserie für Flottenkunden und Carsharing-Anbieter zur Verfügung stehen.

Ähnliche Ideen hatten in den zurückliegenden Monaten übrigens auch schon andere Hersteller. Unter anderem der Renault EZ-POD, der Opel Rocks-e oder der Citroën Ami sind ähnlich kompakt gehalten wie der City Transformer – können ihre Breite aber nicht variieren.

Bildquellen

  • CityTransformer Vorstellung: Citytransformer
  • City Transformer: Dieses E-Auto verwandelt sich auf Knopfdruck: Citytransformer
  • Opel Manta GSe Front: Opel AG
  • City Transformer vorgestellt: Kompaktes Elektroauto: Citytransformer
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1 KOMMENTAR

  1. Paul

    Nice! Bin großer Fan von kleineren Autos in Großstädten. Autos gehören natürlich auch in Metropolen, jedoch keine riesigen Stadtpanzer, sondern eben solche Cityflitzer. Dass dieser „Wagen“ 90 Sachen fährt ist top, denn damit kann man auch kurz auf die Autobahn zum Flughafen oder ins Umland. In Ballungsräumen einfach perfekt und eine Parklücke gibt’s auch überall. Städte sollten dringend umdenken und über unterschiedliche Parkgebühren nach Fahrzeuggröße nachdenken. Ein Smart benötigt nun mal weniger Platz als ein Porsche Cayenne und verschmutzt die Luft auch deutlich weniger.

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