Sharp Aquos D10: Mittelklasse mit High-End-Ambitionen im Hands-On und Benchmark-Test

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Sharp hat mit dem Aquos D10 auf der IFA ein Android-Smartphone vorgestellt, das nun für 399 Euro erhältlich ist. Die Ausstattung zählt zur gehobenen Mittelklasse. Das nahezu randlose 6-Zoll-Display hingegen kann in der Champions League der Smartphone-Liga mitspielen.
Sharp Aquos D10 in der Hand
Bildquelle: Blasius Kawalkowski / inside handy

Das Design: Aktuell, aber nicht innovativ

Beim Design ist das Sharp Aquos D10 eine Mischung aus mehreren Smartphones. Die Dual-Kamera auf der Rückseite erinnert an die des iPhone X. Der Fingerabdruck-Sensor – ebenfalls auf dem Rücken platziert – weckt dank seiner rötlichen Einfassung Erinnerungen an das Nokia 7 Plus. Mit Glas als Gehäusematerial und einer Notch am oberen Rand des Displays greifen die Japaner weitere Designtrends auf. Dabei lässt sich streiten, ob ein Display-Einschnitt wirklich ein Vorteil ist. Trotzdem bedeckt das Display des Sharp Aquos D10 nach eigenen Angaben 91 Prozent der vorderen Fläche. Apropos Display: Der Bildschirm misst rund 6 Zoll in der Diagonalen und löst in Full-HD+ mit 1.080 x 2.160 Pixeln auf. Bei der Technologie setzt Sharp auf ein LCD-Panel. Ein Smartphone mit gebogenem OLED-Display (siehe folgende Galerie) wurde nur als Prototyp vorgeführt, soll aber folgen und sich in der Oberklasse einsortieren.

Sharp Aquos Curved OLED-Display: Hands-On-Bilder

Die technische Ausstattung

Zur weiteren Ausstattung des Aquos D10 gehört ein Snapdragon 630, der mit einer Frequenz von bis zu 2,6 GHz den Takt angibt. Laufende Prozesse finden in einem 4 GB großen Arbeitsspeicher Platz. Das interne Datendepot beziffert sich auf 64 GB und kann mittels Micro-SD-Karte um bis zu 128 GB ausgebaut werden. Darüber hinaus besitzt das Dual-SIM-Smartphone einen 2.900-mAh-Akku, der etwas unterdimensioniert erscheint. Hier wird aber erst ein Test zeigen können, ob die Laufzeit mit der anderer, besser ausgestatteter Modelle mithalten kann.

Während Bluetooth in der Version 5.0 an Bord ist, schludern die Japaner bei der LTE-Konnektivität. Hier stehen dem Nutzer mit LTE Cat.4 nur 150 Mbit/s im Download zur Verfügung. Immerhin werden die hierzulande wichtigen Bänder 8 und 20 unterstützt. Dazu gesellt sich NFC um mit dem Aquos D10 etwa kontaktlos zu bezahlen und WLAN im ac-Standard.

Das Aquos D10 im Benchmark-Test

Ein Benchmark-Test bestätigt die erwartete Performance der verbauten Hardware. So spuckt das Aquos D10 im Test mit der AnTuTu-App am Ende 89.304 Punkte aus. Damit liegt das Smartphone im02 Mittelfeld der von inside handy getesteten Smartphones. Eine ähnliche Punktausbeute haben auch das Nokia 6 (2018) (89.451) und das Huawei P smart (87.360). Die Mittelklasse von Samsung (Galaxy A8) oder von BQ (Aquaris X2) bewegt sich indes bei rund 120.000 Punkten in deutlich höheren Gefilden.

Screenshots vom Sharp Aquos D10 im Benchmark-Test

Die Kamera – mehr als nur Mittelklasse

Die Kamera-Aussattung hingegen kehrt den eher mittelklassigen Eindruck ins Gegenteil um. Die Doppelkamera auf der Rückseite besitzt zwei Objektive, die mit 12 respektive 13 Megapixeln auflösen. Überzeugend erscheint die Offenblende von f/1.75 – zumindest auf dem Papier. Zudem liegt die Pixelgröße mit 1,4 μm über dem Marktdurchschnitt. Die Kombination verspricht gute Fotos auch bei schlechten Lichtbedingungen. Der Sensor hinter der Optik der Frontkamera nimmt Selfies in einer Auflösung von 16 Megapixeln auf.

Sharp Aquos D10: Angefasst

Fazit

Mit dem Aquos B10 und C10 hat Sharp den Wiedereinstieg auf den deutschen Markt geebnet. Das Aquos D10 ist ein wenig besser ausgestattet als die beiden Vorläufer und soll der gehobenen Mittelklasse einheizen. In wie weit das Sharp gelingt bleibt abzuwarten. Das Smartphone kann in einem ersten Hands-On jedoch überzeugen. Schnell in der Bedienung, ein brillantes Display und ein prima Handling zeichnen das Smartphone aus.

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