ProtectPax: Flüssiger Displayschutz im Test

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Der flüssige Displayschutz ProtectPax aus der Fernsehsendung "Die Höhle der Löwen" soll Smartphone-Bildschirme vor Kratzern und Brüchen schützen. Der Vorteil: Er ist deutlich einfacher aufzubringen als eine Displayschutzfolie. Doch funktioniert das? inside handy hat den Test gemacht.
ProtectPax
Bildquelle: ProtectPax

Flüssiger Displayschutz im ultimativen Härtetest

„100 Prozent bruch- und kratzsicher“ und „Hart wie Saphir und Rubin“ lesen Kunden auf der ProtectPax-Verpackung. Doch wie bruchsicher und kratzressistent ist der flüssige Displayschutz wirklich? Einen Selbsttest, bei dem das Smartphone-Display mutwillig zerkratzt wird, werden Nutzer eher meiden. In der VOX-Sendung „Die Höhle der Löwen“ zeigten die beiden Gründer, dass ein mit ProtectPax behandeltes Display sogar Hammerschlägen stand hält. Auch auf der Verpackung ist ein Hammer zu sehen. Jedoch liegt dem Inhalt ein Warnhinweis bei, der dem Hammer auf der Verpackung nur symbolischen Charakter zuspricht. Man soll die Festigkeit des Displayschutzes auf keinen Fall mit einem Hammer oder anderen Werkzeugen selbst überprüfen.

Die Redaktion von inside handy hat ProtectPax dem ultimativen Härtetest ausgesetzt. Nach der Bearbeitung eines Smartphone-Displays exakt nach Anleitung wurde der Bildschirm in der Hosentasche mit einem Schlüsselbund zusammengebracht. Anschließend hat die Redaktion – nicht gerade zimperlich – das Display mit einem Schlüssel sowie einer spitzen Schere bearbeitet. Kratzer? Fehlanzeige. Auch nach mehrmaligem Stößen auf einen spitzen Stein waren keine Kratzer oder andere Displaybeschädigungen erkennbar.

ProtectPax – der flüssige Displayschutz im Test

Beim Falltest aus einem halben Meter Höhe auf Beton landete das Smartphone mit dem Display nach unten zwar hart – der Bildschirm wies jedoch keinen Schaden auf. Erst als die Redaktion die Höhe auf einen Meter heraufsetzte und das Smartphone abermals mit dem Display nach unten auf dem Betonboden landete, hatte der Bildschirm Risse.

Fazit

Wer sein Display vor Kratzern schützen will, tätigt mit ProtectPax keinen Fehlkauf. Es ist einfacher aufzubringen als eine Folie und dazu noch unsichtbar. Außerdem wird die Touch-Fähigkeit nicht beeinträchtigt. Allerdings hält die Schutzschicht laut Hersteller nur bis zu zwölf Monate – danach muss die Flüssigkeit erneut aufgetragen werden. Bei einem Preis von rund 13 Euro ist es somit nicht ganz billig; Folien mit einer ähnlichen Festigkeit sind günstiger – aber auch dicker und nicht so sauber verarbeitet.

Wer sein Smartphone-Display vor Rissen bei Stürzen schützen will, sollte es pfleglich behandeln. Denn bei einem Sturz aus einem Meter Höhe kann der Bildschirm springen – trotz Displayschutz. Eine 100-prozentige Garantie gibt es also nicht.

Zudem wurde für den Test das Smartphone Gigaset GS160 benutzt. Es hat zwar keine Gorilla-Glass-Abdeckung. Der Smartphone-Hersteller gibt aber an, dass das Display bei eigenen Tests auch nach Stürzen aus 1,5 Metern Höhe nicht gebrochen ist. Ob es also der stabile Schutz von Gigaset oder ProtectPax war, das den Bildschirm des Handys schützte, lässt sich nicht eindeutig sagen.

Anwendung und Funktionsweise

Der ProtectPax-Schutz basiert auf einer Nano-Technologie und ist mit allen Smartphone-Displays kompatibel. Was die Anwendung angeht, so entspricht diese im Großen und Ganzen der Befestigung einer handelsüblichen Schutzfolie. So muss das Smartphone zunächst gereinigt werden, dann trägt der Nutzer die ProtectPax-Flüssigkeit auf und poliert das Display, nachdem dieses getrocknet ist. Die aufgetragenen Nanopartikel ordnen sich ihrerseits in einem Kristallgitter an und sorgen im Endeffekt dafür, dass das Display angespannt bleibt und eine höhere Stabilität bietet.

Obwohl der Schutzgrad des Displays durch die aufgetragene Schicht steigt, wird das Smartphone dadurch nicht komplett bruchsicher. So wird auf der offiziellen Homepage des Herstellers erwähnt, dass das Werbebild, auf dem die ProtectPax-Schutzschicht selbst einem Hammerschlag standhält, nur symbolischen Charakter hat.

Das Testgerät wurde der Redaktion zur Verfügung gestellt von Gigaset. Weitere Informationen zum Gigaset GS160:

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