Polestar 2 im Test: Eine echte Rakete

10 Minuten
Er ist ab 43.725 Euro zu haben und bietet neben vielen Assistenzsystemen auch eine grundsolide Reichweite. Die Rede ist vom Polestar 2, den wir für dich umfangreich auf die Probe stellen konnten. Kann das Elektroauto mit Polarstern-Logo überzeugen? Unser Test verrät es dir.
Polestar 2 steht auf einem Parkplatz.
Den Polestar 2 mit Performance-Paket zu fahren, ist nichts für Weichlinge.Bildquelle: Hayo Lücke / inside digital

Polestar? Diese Marke auf dem Markt für E-Autos solltest du dir merken, wenn du sie noch nicht kennst. Denn schon jetzt ist klar, dass die Volvo-Tochter bald den Polestar 3 als SUV-Modell auf den Markt bringen wird. Bevor es so weit ist, haben wir uns den Polestar 2 mit seinem wie wir finden unverwechselbaren Limousinen-Design näher angesehen. Knapp 700 Kilometer haben wir den Pkw nicht nur durch den Stadtverkehr gefahren, sondern auf der Langstrecke auch hoch bis an die Nordseeküste gescheucht. Fazit: Entspannter kann man auf der Langstrecke kaum reisen.

Polestar 2 im Test – Long Range Dual Motor überzeugt

Erhältlich ist der Polestar 2 momentan in drei Ausführungen. Neben zwei Modellen mit Vorderradantrieb (170 kW / 231 PS, wahlweise 69 oder 78 kWh großer Akku) steht auch das leistungsstärkere Modell mit Allradantrieb (Long Range Dual Motor) und 78 kWh großem Akku zur Verfügung. Es bietet 300 kW (408 PS) und genau dieses Modell samt optionalem Performance-Paket für noch mehr Leistung haben wir im Rahmen unseres Tests auf die Probe gestellt.

Um direkt mit der Tür ins Haus zu fallen: Insbesondere auf der Langstrecke kann der Polestar 2 vollends überzeugen. Und damit meinen wir nicht primär die Reichweite – dazu später mehr –, sondern vielmehr den Komfort, den das E-Auto abseits des Stop-and-Go-Stadtverkehrs zu bieten hat. Insbesondere unter Zuhilfenahme der adaptiven Geschwindigkeitsregelanlage weiß das Fahren auf Landstraßen und Autobahnen zu gefallen.

Mit nur einem Knopfdruck kannst du deine erreichte Geschwindigkeit halten und bequem in 5-km/h-Schritten nach oben und unten anpassen. Das Fahrzeug fährt dann quasi von selbst und hält automatisch auch den notwendigen Sicherheitsabstand zum vorausfahrenden Fahrzeug. Auf Wunsch sorgt die Lenkunterstützung mit nur einem weiteren Knopfdruck dafür, dass das Fahrzeug die befahrene Spur nicht verlässt.

Polestar 2 parkt an einer Ladesäule
Auffällig: LED-Tagfahrlichter am Polestar 2 im „Thors Hammer“-Design.

Flotte Beschleunigung trotz hohem Gewicht

Zugegeben: Mit diesen Assistenzsystemen erfindet Polestar das Rad nicht neu. Auch andere Elektroautos beherrschen längst das autonome Fahren nach Level 2. Bemerkenswert ist aber das angenehm ruhige Fahrgefühl, das der Polestar 2 vermittelt. Dazu trägt auch das Gewicht von knapp 2,2 Tonnen bei. Das ist vergleichsweise viel.

Mit seiner Allrad-Power beschleunigt das Fahrzeug trotzdem ruckzuck von 0 auf 100 km/h. Polestar gibt 4,7 Sekunden an, mit dem von uns getesteten Performance-Upgrade sogar nur 4,4 Sekunden. Und das macht sich bei einem Tritt auf das Gaspedal bemerkbar. Wie in einer Katapult-Achterbahn werden die Insassen ähnlich wie im Kia EV6 (Test) in die Sitze gepresst.

Polestar 2 Test - Innenraum
Blick auf das Cockpit des Polestar 2.
Blick vom Fahrersitz nach hinten im Polestar 2.
Mäßig übersichtlich: der Blick nach hinten.

Keine Frage: Das ist ein beeindruckendes Fahrerlebnis wie in einem Sportwagen, das vorrangig beim Überholen so richtig Spaß macht. In der Spitze ist mit dem Allrad-Modell übrigens eine Geschwindigkeit von 205 km/h möglich. Wer sich für den Polestar 2 mit Frontantrieb entscheidet, muss sich mit maximal 160 km/h begnügen.

Hohes Gewicht, hoher Verbrauch

So positiv das recht hohe Gewicht auf die Fahreigenschaften einzahlt, so negativ macht es sich beim Verbrauch bemerkbar. Acht Fahrten im Stadtverkehr über rund 10 Kilometer haben wir protokolliert und kamen dabei auf einen Verbrauch von bis zu 23,9 kWh pro 100 Kilometer. Im Durchschnitt haben wir innerstädtisch auf 100 Kilometer einen Verbrauch von 19,4 kWh ermittelt.

Theoretisch hätten wir auch einen niedrigeren Verbrauch messen können, wenn wir uns für die stärkere der beiden verfügbaren Rekuperationsstufen entschieden hätten. Die verzögert für unseren Geschmack aber etwas zu stark, weswegen wir uns für die etwas sanftere Variante entschieden haben. Gut gefallen hat uns auch, dass es möglich ist, im Bordsystem den Kriechgang des Fahrzeugs auszuschalten. Ist das Auto zum Stehen gekommen, muss der Fahrer dann nicht ständig mit dem Fuß auf der Bremse stehen, um ein Weiterrollen zu verhindern.

Bei mehreren Überlandfahrten von durchschnittlich 33 Kilometern Länge haben wir im Schnitt einen Verbrauch von 19,7 kWh pro 100 Kilometer gemessen. Auf der Autobahn bei drei gemessenen Abschnitten von rund 100 Kilometern waren es unter weitgehender Einhaltung der Richtgeschwindigkeit von 130 km/h im Schnitt knapp 23,5 kWh. Das hat für eine Autobahn-Reichweite von etwa 330 Kilometern gereicht.

Das ist sicher kein überragender Wert, aber für unser Empfinden Erfüllt der Polestar 2 trotzdem alle Voraussetzungen, um als langstreckentauglich durchzugehen. Grundsätzlich haben wir uns übrigens für eine eingeschaltete Klimatisierung entschieden, da das bei sommerlichen Temperaturen einfach zum Komfort und einem entspannten Fahren dazu gehört.

Ladeleistung: Zum Ende geht die Puste aus

Und wie ist es um die Ladeleistung des Polestar 2 bestellt? Natürlich haben wir auch das unter die Lupe genommen – und waren überrascht. Denn bei Temperaturen um 25 Grad hat unser Testwagen an HPC-Schnellladesäulen stets das technisch vorgesehene Maximum abrufen können. Binnen weniger Sekunden zog das E-Auto mit knapp 150 kW neue Energie. Ab einem Akkustand von knapp 35 Prozent reduzierte sich die Ladeleistung dann schrittweise bis auf 35 kW bei einem Akkustand von rund 80 Prozent. Für eine Ladung von 25 auf 84 Prozent der maximal möglichen Akkukapazität vergingen im Test 39 Minuten – bei einer Aufladung von insgesamt 51,5 kWh.

Rote LED am Ladeanschluss des Polestar 2 signalisiert einen Fehler.
Rote LED: Fehler beim Ladevorgang.
Eine grüne LED am Ladeanschluss des Polestar 2.
Grüne LED: Alles in Ordnung!
So informiert der Polestar 2 während eines Ladevorgang über den Ladestatus.
Detailliert und übersichtlich: der Ladestatus im Polestar 2.

Wenn man über einen Akkustand von 80 Prozent weiter laden möchte, muss man aber Geduld mitbringen. Viel Geduld. Denn für die restlichen 20 Prozentpunkte der maximal möglichen Akkukapazität müssen nach Vorausberechnung des Polestar 2 weitere 90 Minuten vergehen. Der Hersteller rät allerdings dazu, den Akku maximal auf 90 Prozent seiner Maximalkapazität zu laden. Wer zu Hause nachts über eine Wallbox und den 11-kW-On-Board-Charger lädt, kann in den Einstellungen für eine bessere Akkupflege hinterlegen, dass maximal bis 80 oder 90 Prozent der nutzbaren Akkukapazität geladen werden soll. Ist dieses Ladeziel erreicht, erfolgt eine automatische Beendigung des Ladevorgangs.

Nicht nur an Ladesäulen extrem praktisch: die 360-Grad-Kamera, die ein übersichtliches Rangieren innerhalb von Parkbuchten gestattet, ohne mit dem Fahrzeug irgendwo anzuecken. Ergänzend dazu steht ein Querverkehrswarner zur Verfügung, der Alarm schlägt, wenn bei eingelegtem Rückwärtsgang Fußgänger, Radfahrer oder Autos den vorgesehenen Weg kreuzen.

Blick auf das Bild der 360-Grad-Kamera im Innenraum des Polestar 2.
Enorm praktisch beim Einparken: die 360-Grad-Kamera im Polestar 2.

Besonderheit: Android an Bord

Ein echter Pluspunkt: Wer ein Smartphone mit Android als Betriebssystem nutzt, wird sich im Polestar 2 schnell heimisch fühlen. Denn auch das Betriebssystem des Autos basiert auf Android. Entsprechend ist neben dem Google Assistant für Sprachbefehle auch Google Maps als Navigationssystem an Bord. Nutzbar über ein 11,2 Zoll großen Bildschirm im vertikal ausgerichteten Tablet-Format. Tesla lässt an dieser Stelle unübersehbar grüßen.

Ist das Navigationssystem aktiv, musst du deinen Blick aber nicht ständig nach rechts in Richtung Mittelkonsole schweifen lassen. Denn auch auf dem Digitaldisplay hinter dem Lenkrad (12,3 Zoll) kannst du neben Geschwindigkeit, Restreichweite und anderen Fahrzeugdaten auf Knopfdruck einen Kartenausschnitt nebst wichtigen Navigationsdaten einblenden.

Gut gefallen hat uns hinsichtlich des Angebots von Google Maps, dass das Navigationssystem auch die Planung von Ladestopps gestattet. Das ist insbesondere dann wichtig, wenn das Ziel außerhalb der kalkulierten Reichweite liegt. Für jedes Ziel zeigt Google Maps automatisch an, mit welchem Akkustand eine Ankunft am Zielort zu erwarten ist. Das ist gerade bei gemäßigter Fahrweise nicht immer ganz genau, aber ein guter Richtwert.

Auffällig: Hinsichtlich der manuellen Knöpfe im Cockpit beschränkt sich Polestar auf ein absolutes Minimum. Nicht nur hinsichtlich der Steuerung des Infotainment-Systems, sondern auch am Lenkrad. Schaltwippen zur Einstellung der Rekuperationsstufen während der Fahrt wären wünschenswert, fehlen aber.

Lenkrad im Polestar 2 mit Menütasten
Das Lenkrad im Polestar 2 ist nicht mit Tasten überhäuft.
Gangschaltung im Polestar 2.
Hebel statt Drehschalter: die Gangschaltung im Polestar 2.

App-Angebot im Google Play Store überschaubar

Auf Wunsch kannst du über den Google Play Store zudem weitere Apps downloaden. Allerdings ist das Angebot an verfügbaren Applikationen viel geringer als du es von deinem Smartphone kennst. Trotzdem: Die Möglichkeit, beispielsweise auf die ARD Mediathek oder die App von radio.de für noch mehr musikalische Unterhaltung zugreifen zu können, bereitet viel Freude. Achtung: Die Verbindung zum Internet über die im Fahrzeug verbaute SIM-Karte (eSIM) ist nur für drei Jahre über den Kaufpreis des Autos abgedeckt. Danach wird der Dienst kostenpflichtig.

Serienmäßig an Bord ist natürlich auch ein Digitalradio. Die Lautstärke lässt sich über das Multifunktionslenkrad und über einen kleinen Drehschalter hinter der Gangschaltung an der Mittelkonsole regeln. Gefehlt hat uns aber eine Taste, mit der schnell und unkompliziert, die Senderliste des Radios angezeigt werden kann. Ständig über das Hauptmenü zunächst die Radio-App auswählen zu müssen, ist umständlich. Und über das Lenkrad durch die Sender zu schalten, bereitet leider auch nur mäßig Freude. Denn nirgendwo lässt sich abseits der Radio-App ablesen, auf welchen Sender man gerade gewechselt hat.

Was kostet der Polestar 2?

Gegenwärtig ist der Polestar 2 wie eingangs erwähnt in drei Varianten zu haben. Das Basismodell mit 231 PS und 69 kWh-Batterie steht ab 43.725 Euro zur Verfügung, mit 78-kWh-Batterie werden mindestens 47.425 Euro fällig. Die Allrad-Variante mit 408 PS und 78-kWh-Akku gibt’s günstigstenfalls für 51.425 Euro zu kaufen. Davon kannst du theoretisch noch den Umweltbonus in Höhe von bis zu 9.000 Euro abziehen. Da eine Auslieferung jetzt bestellter Fahrzeuge aber erst zwischen Januar und Februar 2023 erfolgt, ist unklar, wie viel Förderung du im kommenden Jahr abseits des Hersteller-Anteils tatsächlich einstreichen kannst.

Übrigens: Ein Ladekabel für AC-Ladesäulen und ein Kabel für das Aufladen zu Hause ist im Lieferumfang inklusive. Eine Anhängerkupplung kostet 1.250 Euro Aufpreis, zudem musst du 1.200 Euro Überführungskosten einplanen. Abseits der Basislackierung (Magnesium) werden für fünf weitere Lackierung je 1.200 Euro Aufpreis fällig. Stolze 4.800 Euro extra musst du für das Ausstattungspaket Plus bezahlen (u.a. mit Panoramaglasdach, Harman Kardon Soundsystem und Wärmepumpe), für das Performance-Upgrade (350 kW / 476 PS) samt 20-Zoll-Bereifung statt 19-Zoll-Felgen, goldenen Bremssätteln und goldenen Sicherheitsgurten werden 6.500 Euro zusätzlich fällig.

Auf die Batterie gewährt Polestar 8 Jahre Garantie. Aber nur bis zu einer Laufleistung von maximal 160.000 Kilometern. Die Fahrzeuggarantie selbst liegt bei zwei Jahren.

Polestar 2 im Test - Vorderseite
Front des Polestar 2.
Polestar 2 im Test - Rückseite
Heck des Polestar 2.

Fazit: Ein Elektroauto zum Wohlfühlen

In Summe weiß der Polestar 2 zu überzeugen. Ein tolles Fahrgefühl, gepaart mit umfangreichen Assistenzsystemen und Android als Betriebssystem sorgen für eine Wohlfühlatmosphäre. Das angenehm luftige Raumgefühl des Hyundai IONIQ 5 (Test) kann das Auto zwar insbesondere im Bereich der Beine nicht erreichen, trotzdem fühlt man sich als Fahrer und Beifahrer nicht zu sehr eingeengt. Anders sieht es in der zweiten Sitzreihe aus. Nehmen große Menschen vorne Platz und rücken mit den Sitzen entsprechend weit nach hinten, ist für weitere Erwachsene hinten das Ein- und Aussteigen schwierig bis unmöglich.

Gewöhnen muss man sich auch als erfahrener Fahrer von Elektroautos übrigens daran, dass es keinen Start-Stopp-Knopf gibt, sondern der Wagen sozusagen automatisch startet und sich auch wieder deaktiviert, sobald die Türen geöffnet oder geschlossen werden. Immerhin: Ein manuelles Ausschalten des Fahrzeugs ist bei Bedarf auch über den 11,2 Zoll großen Bildschirm des Infotainment-Systems und dort in den Fahrzeug-Einstellungen möglich.

Kofferraum des Polestar 2
Kofferraumvolumen im Polestar 2: 405 Liter.
Motorraum des Polestar 2.
Unter der Motorhaube ist Platz für Ladekabel.

Vorteile

  • hoher Fahrkomfort durch perfekte Straßenlage
  • flotte Beschleunigung
  • viele Assistenzsysteme sind Teil der Serienausstattung
  • solide Reichweite auf der Langstrecke
  • Android als Betriebssystem
  • lebenslange Over-the-Air-Updates

Nachteile

  • hohes Gewicht sorgt für recht hohen Verbrauch
  • überschaubares Platzangebot in der zweiten Sitzreihe
  • schlechte Sicht über die nach hinten
  • nur wenige zusätzlich Apps im Google Play Store verfügbar

Bildquellen

  • Polestar 2 im Test – Parkt an Ladesäule.: Hayo Lücke / inside digital
  • Polestar 2 Test – Interieur: Hayo Lücke / inside digital
  • Polestar 2 im Test – Blick nach hinten: Hayo Lücke / inside digital
  • Polestar 2 im Test – Rote LED am Ladeanschluss.: Hayo Lücke / inside digital
  • Polestar 2 im Test – grüne LED-Anzeige an Ladeanschluss.: Hayo Lücke / inside digital
  • Polestar 2 im Test – Info zum Ladestatus im Display.: Hayo Lücke / inside digital
  • Polestar 2 im Test – 360-Grad-Kamera: Hayo Lücke / inside digital
  • Polestar 2 im Test – Lenkrad: Hayo Lücke / inside digital
  • Polestar 2 im Test – Gangschaltung: Hayo Lücke / inside digital
  • Polestar 2 im Test – Front: Hayo Lücke / inside digital
  • Polestar 2 im Test – Heck: Hayo Lücke / inside digital
  • Polestar 2 im Test – Kofferraum: Hayo Lücke / inside digital
  • Polestar 2 im Test – Motorraum: Hayo Lücke / inside digital
  • Jaguar I-Pace im Test: Britische Raubkatze auf Tuchfühlung mit Tesla: Hayo Lücke / inside digital
  • Polestar 2 im Test: Eine echte Rakete: Hayo Lücke / inside digital

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1 KOMMENTAR

  1. Stoho

    330 Kilometer Reichweite auf der Autobahn bei strickter Einhaltung der Richtgeschwindigkeit? Und diese ohnehin schon minderwertige ‚Reichweite‘ schrumpft mit Sicherheit noch sehr viel weiter, wenn das Fahrzeug mit Urlaubsgepäck einer vierköpfigen Familie bei 30 Grad Außentemperatur quer durch Frankreich bewegt werden muss!
    Die derzeitigen ‚Reichweiten‘ familientauglicher E-KFZ (dieses hier inklusive) sind nichts weiter als LÄCHERLICH!
    Denn eines sollte mal allen E-KFZ-Herstellern langsam klar werden: Derartige Urlaubsfahrten sind zwar nicht alltäglich, ABER ein Familienwagen muss auch unter derartig ’normalen‘ Anforderungen entsprechende Reichweiten von mehr als 500 bis 650 Kilometern bieten! Oder müssen/sollen zukünftig alle 4-5 köpfigen Familien E-KFZ jenseits der 100.000 € kaufen, damit man von einer ausreichenden Reichweite profitieren kann?
    Na DAS erklären sie mal den vielen Familien, die sich weder eine teure Flugreise (ja, auch da sind die Preise gestiegen!), noch einen ‚EQS 500‘ leisten können!
    Bei unserer letzten Urlaubsreise waren unter den tausenden Fahrzeugen, die wir mit unserem V300D passiert haben, vielleicht 10 E-Autos…..und da die Dinger ja oftmals auffällig sind, konnten wir im Innenraum dieser Fahrzeuge (bis auf eine Ausnahme) immer nur eine oder zwei Personen sehen….Urlaubsreisende waren das also wohl eher nicht!
    Ach ja….und wenn wir mal nach über 600 Kilometern tanken müssten/wollten, sind alle Familienmitglieder entspannt aus dem mit 23 Grad Wohltemperierten Wagen ausgestiegen und haben sich für 15 Minuten vdie Zeit vertrieben, während ich den Tank innerhalb von wenigen Minuten vollgetankt habe!
    DAS ist die Realität! Und alles andere ist reine Augenwischerei…

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