WhatsApp 2022: Diese 10 neuen Funktionen bekommt der Messenger

6 Minuten
WhatsApp macht da weiter, wo man vergangenes Jahr aufgehört hat. Für 2022 sind viele neue Funktionen geplant und befinden sich teilweise schon in der Umsetzung. Die Nutzer des Messengers dürfen sich beispielsweise auf ein neues Emoji-Feature freuen.
WhatsApp 2022: Diese 10 neuen Funktionen bekommt der Messenger
WhatsApp 2022: Diese 10 neuen Funktionen bekommt der MessengerBildquelle: WhatsApp, Meriç Dağlı / Unsplash

WhatsApp ist der beliebteste Messenger der Deutschen. Das zeigen nicht nur die wichtigsten Fragen bei Google, die Menschen 2021 stellten. Vergangenes Jahr machte WhatsApp seine Chats nicht nur bunter. Zudem kannst du auch unsichtbar unterwegs sein und Nachrichten so markieren, dass sie nach 24 Stunden, wie von Geisterhand, einfach aus dem Chat verschwinden. Auch in diesem Jahr arbeiten die Entwickler des Messengers an neuen Funktionen. Wir geben dir einen Überblick, welche Features 2022 auf dich zukommen.

Neue Foto-Funktion macht Bilder besser

Bislang ist es so: Verschickst du ein Bild an einen deiner Kontakte, wird das Foto beim Versand von WhatsApp komprimiert. Das geht zulasten der Qualität und macht sich ganz besonders in puncto Schärfe und Detailgrad bemerkbar. In unserem Ratgeber zeigen wir dir, wie enorm der Unterschied ist. Doch das soll sich noch 2022 ändern.

WhatsApp reagiert auf die Kritik der Nutzer in Bezug auf die miserable Fotoqualität und bringt eine neue Funktion. So kannst du demnächst selbst bestimmen, in welcher Qualität du ein Bild verschicken möchtest. Dazu stehen dir drei Optionen zur Auswahl: „Automatisch“, „Beste Qualität“ und „Datensparmodus“.

WhatsApp erweitert Gruppen-Funktion

WhatsApp arbeitet an einer sogenannten Community-Funktion. Zwar ist bislang wenig darüber bekannt, allerdings sind bereits vor kurzem einige Details durchgesickert. Sie zeigen, dass Gruppen-Administratoren mehr Kontrolle über einzelne Gruppen bekommen. Erstellt man eine Community, lassen sich hier, ähnlich wie in einer normalen Gruppe, Nachrichten teilen. Allerdings soll die Community ein Ort zur Gruppenorganisation sein. Ein Beispiel: Eine Schulklasse kann eine Community sein, einzelne Fächer sind dann die Gruppen, die in dieser Community enthalten sind. Anscheinend geht es WhatsApp hier also um eine übersichtlichere Gruppierung – letztlich also einen Ordner, mit Unterordnern. Mehr Details zu dieser Funktion haben wir hier.

Zeitreise-Funktion

Möchtest du Nachrichten im Chatverlauf für dich und deinen Kontakt in WhatsApp löschen, musst du deine eigene Nachricht antippen und festhalten. Anschließend markiert der Messenger sie und zeigt dir am oberen Bildschirmrand in einer Leiste einige Symbole an. Darunter auch das Mülltonnen-Icon. Tippst du nun darauf, kannst du die Nachricht „Für alle löschen“. Sie verschwindet dann aus dem Chatverlauf, auch wenn dein Kontakt sie schon gelesen hat. Anstelle der Nachricht erscheint eine Sprechblase mit dem Inhalt: „Diese Nachricht wurde gelöscht“. Allerdings kannst du nur Nachrichten aus dem Chat löschen, die nicht älter als 68 Minuten sind. Das Ganze funktioniert im Übrigen auch mit Bildern und Videos.

Etwas mehr als eine Stunde bleibt dir also, um eine Nachricht aus dem WhatsApp-Chat zu löschen. Für so manchen zu wenig. Und für WhatsApp selbst anscheinend auch. Noch 2022 will der Messenger demnach an der Zeitschraube drehen. Das sind die Details zu der Zeitreise-Funktion.

Fremde Nachrichten löschen

Wer Administrator einer Gruppe ist, bekommt bald umfassende Rechte um Nachrichten zu löschen. WhatsApp möchte 2022 zulassen, dass Gruppenleiter jede Nachricht löschen können – egal, von wem sie stammt. Das könnte vor allem in großen WhatsApp-Gruppen den positiven Effekt haben, dass Admins die Gruppe besser moderieren können. Ob die Rechte auch auf Einzelchats ausgeweitet werden, ist nicht klar. Mehr Informationen zu dieser Funktion haben wir hier.

Neue Emoji-Funktion

Unterhaltungen bei WhatsApp verlaufen oft ähnlich: Jemand schreibt dir eine Nachricht, die häufig keiner Antwort bedarf. Allerdings will man seinem Kontakt zeigen, dass man diese zur Kenntnis genommen hat. Auch wenn die blauen Haken genügen würden, folgt als Antwort meist ein Emoji. Oder ein kurzes „Ja“ oder „Nein“. Doch künftig wirst du mit einer Emoji-Reaktion antworten können. Diese Funktion hat Telegram vor Kurzem freigeschaltet und kam WhatsApp damit zuvor. Wie die neue Reaktionen-Funktion bei WhatsApp funktioniert? Hier zeigen wir es dir.

WhatsApp und die neue Abhör-Methode

Die einen lieben sie, die anderen hassen sie: Sprachnachrichten. WhatsApp arbeitet aber weiter an der Entwicklung dieser und will sie 2022 von dem jeweiligen Chat loslösen. Das bedeutet: Hörst du eine Audio-Nachricht in Zukunft ab, wirst du in der Lage sein, den Chat zu verlassen und die Nachricht wird weiter abgespielt. So kannst du also etwa mit anderen Freunden schreiben, während WhatsApp dir die Sprachnachricht oben am Menü des Messengers sichtbar macht. Das sind die Details zu der neuen Abhör-Methode.

Pause-Button bei Sprachnachrichten

Bleiben wir bei der Sprachnachricht. Wer eine solche aufnimmt, weiß, dass es zu Problemen kommen kann. Verliert man den Faden oder muss eine gedankliche Pause einlegen, läuft die Aufnahme erbarmungslos weiter. Während man bislang die Aufnahme nur abbrechen und von vorne beginnen konnte, soll WhatsApp 2022 etwas verändern.

So sollst du bald einfach die Pause-Taste drücken können, wenn du eine Sprachnachricht aufnimmst. Hast du während des Einsprechens deine Gedanken sortiert, kannst du die Aufnahme anschließend einfach fortsetzen. Momentan befindet sich die Funktion in der Testphase. Es ist aber davon auszugehen, dass sowohl Android- als auch iPhone-Nutzer das Feature noch 2022 als Update bekommen werden.

„Zuletzt online“ wird besser

Wer sehen soll, wann man selbst bei WhatsApp „Zuletzt online“ war, kann man in den Einstellungen des Messengers regulieren. Zur Auswahl stehen: „Jeder“, „Meine Kontakte“ und „Niemand“. Das ist für viele Nutzer und für WhatsApp aber scheinbar zu wenig. Dieses Jahr soll ein Update erscheinen, das Nutzern noch mehr Möglichkeiten bietet. So soll eine vierte Option dazukommen: „Meine Kontakte, außer …“. Damit lassen sich dann bestimmte Kontakte ausgrenzen.

Multi-Geräte-Verbindung entkommt den Kinderschuhen

Vergangenes Jahr hat WhatsApp-Mutter Meta die „Multi-Geräte-Beta“ gestartet. Mit der Funktion kannst du deinen Account zeitgleich auf insgesamt vier unterschiedlichen Geräten nutzen. Das Besondere: Musstest du bislang dein Handy in der Nähe des anderen Geräts haben und dich immer wieder neu darauf anmelden, ist das in Zukunft passé. Erst, wenn du dein Smartphone zwei Wochen lang nicht nutzt, kappt der Messenger die Verbindung zwischen beiden Geräten. In dem Fall musst du dich dann wieder neu verbinden.

Da es sich noch um eine Beta-Version handelt, stehen auch nicht alle gewohnten Funktionen von WhatsApp zur Verfügung. Beispielsweise lässt sich der Live-Standort nicht einsehen, du kannst keine Chats fixieren oder Gruppeneinladungen annehmen. Das sollte sich mit der finalen Version der Funktion jedoch ändern. Erwartet wird sie im Laufe des Jahres 2022.

Werbung bei WhatsApp

Seit vielen Jahren gibt es Spekulationen darüber, dass WhatsApp Werbung im Messenger einbinden könnte. Diese Pläne hat die Facebook- und WhatsApp-Zentrale Meta nach wie vor. Wann und wie man sie umsetzen will, ist aber nach wie vor unbekannt. Wenn du Instagram nutzt, kannst du dir in etwa vorstellen, wie Werbung in WhatsApp aussehen könnte. So sollen zu Beginn Anzeigen zwischen die Statusmeldungen deiner Freunde und Bekannten eingebaut werden. Ob es dabei bleibt oder ob WhatsApp auch in einzelnen Chats Werbung integrieren wird, bleibt ungewiss. Telegram hingegen macht Nägel mit Köpfen und hat bereits Werbung in seinem Messenger platziert.

Deine Technik. Deine Meinung.

1 KOMMENTAR

  1. Heinz Multhaup

    Sieht gut aus.

    Antwort

Und was sagst du?

Bitte gib Dein Kommentar ein!
Bitte gibt deinen Namen hier ein