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Parkside: Diese Firmen stecken hinter dem Werkzeug von Lidl und Kaufland

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Laut Lidl ist Parkside die meistverkaufte Heimwerkermarke Europas. 2026 wird sie 30 Jahre alt. Das Werkzeug baut Lidl allerdings nicht selbst, sondern teils auch Würth. Wer sonst noch dahintersteckt und was
Parkside: Diese Firmen stecken hinter dem Werkzeug von Lidl und Kaufland
Lidl: Diese bekannten Marken stecken hinter dem Werkzeug von ParksideBildquelle: Blasius Kawalkowski / inside digital

Ob Akkuschrauber oder Hochdruckreiniger, ob Stichsäge, Bandschleifer oder Flex: Werkzeug von Parkside ist deutlich günstiger als von Bosch oder Makita. Wohl auch deshalb greifen so viele Hobby-Heimwerker im Discounter zu, und das seit drei Jahrzehnten. Parkside startete 1996. Der Name stammt von der Parkside Street in London, in deren Nähe damals die britische Lidl-Zentrale lag. Heute nennt Lidl die Marke unter Berufung auf Euromonitor die meistverkaufte Heimwerkermarke Europas.

Zum 30. Geburtstag hat der Discounter entsprechend dick aufgetragen. Es gab Berliner mit grüner Glasur, Salami-Sticks und Kaffee im Parkside-Look. Werbepartner ist seit 2023 Arnold Schwarzenegger. Für das Guinness-Buch ließ Lidl 2025 einen Akkuschrauber einen Airbus A380 ziehen und 2026 das London Eye bewegen. Um zwei Meter, aber immerhin. Kaufen kann man Parkside längst nicht mehr nur in der Lidl-Filiale. Seit 2023 steht das Werkzeug auch bei Kaufland im Regal, und im Onlineshop des Discounters lässt es sich rund um die Uhr bestellen. Nur eines tut Lidl bei alledem nicht: das Werkzeug selbst bauen.

Parkside: Wer steckt hinter dem Werkzeug von Lidl?

Wer schon mal Werkzeug von Parkside gekauft hat, weiß, dass es oft aussieht wie ein Gerät von Bosch oder einer anderen bekannten Marke. Manchmal unterscheiden sich die Maschinen optisch kaum voneinander. Erst der Schriftzug verrät, dass man Parkside in der Hand hält und nicht Bosch oder Makita.

→ Billiges Werkzeug von Aldi, Lidl und Co: Wie gut sind die Geräte von Parkside und Ferrex?

Lidl arbeitet mit Lieferanten zusammen. Sie entwickeln die Geräte, lassen sie in Asien fertigen und bringen sie mit dem Parkside-Logo in den Handel. Statt des eigenen Firmennamens steht dann eben „Parkside“ auf dem Akkuschrauber. Eine offizielle Liste dieser Lieferanten veröffentlicht Lidl nicht. Wer hinter einem Gerät steckt, steht trotzdem drauf, nur eben klein.

Diese Firmen liefern das Parkside-Werkzeug

Der wichtigste Name lautet Grizzly Tools. Die Firma aus dem bayerischen Großostheim taucht auf Parkside-Typenschildern am häufigsten auf. Von ihr kommen etwa Akkuschrauber, Winkelschleifer, Nass-Trockensauger, Kettensägen, Akku-Rasenmäher und Hochdruckreiniger. Unter eigenem Namen und unter der Marke Deltafox verkauft Grizzly ebenfalls Werkzeug.

Auf Platz zwei folgt die Kompernaß Handelsgesellschaft aus Bochum. Das Familienunternehmen entwickelt und importiert seit 1992 Non-Food-Artikel und bezeichnet sich selbst als Hauptlieferant eines großen Discounters. Welcher das ist, muss es nicht dazuschreiben. Von Kompernaß stammen unter anderem Schlagbohrmaschinen, Oberfräsen und Geräte der stärkeren Performance-Linie. Nebenbei liefert Kompernaß auch für Lidls Elektronikmarke Silvercrest.

Der dritte große Lieferant sitzt direkt beim Discounter. Die OWIM GmbH & Co. KG hat ihren Sitz an derselben Neckarsulmer Adresse wie die Lidl-Zentrale und gehört zum Konzern. OWIM ist gewissermaßen Lidls hauseigener Importeur. Über OWIM kommen Gartengeräte wie Heckenscheren oder Bewässerungscomputer ins Regal, außerdem Handwerkzeuge, Leitern, Akku-Leuchten, Laser-Wasserwaagen und einzelne Maschinen wie Kreissägen.

Scheppach aus dem bayerisch-schwäbischen Ichenhausen verkauft seine Geräte unter eigenem Namen auch bei anderen Händlern. Bei Parkside spielt die Firma inzwischen nur noch eine Nebenrolle und taucht vor allem bei Kompressoren und einzelnen Sägen auf. Für Löt- und Schweißgeräte stehen kleinere Spezialisten wie CFH Löt- und Gasgeräte oder C.M.C. auf dem Typenschild.

Die Namen hinter Parkside sind also vor allem Importeure. Kaum einer davon ist aus dem Baumarktregal bekannt, und gefertigt wird in aller Regel in China. Schwarzenegger wirbt, Bochum und Großostheim liefern. Einen wirklich großen Namen gibt es trotzdem, man muss nur beim Zubehör suchen.

Zubehör und Farben: Hier mischt Würth mit

Bits, Bohrer und Trennscheiben für den Winkelschleifer, die Lidl als Parkside verkauft, kommen zum Teil von Conmetall Meister. Die Firma mit Standorten in Celle und Wuppertal gehört zur Würth-Gruppe. Sonst beliefert sie vor allem Baumärkte, unter anderem mit ihrer Eigenmarke Connex.

→ Bosch oder Makita? Was ist die beste Werkzeugmarke?

Bei Farben, Lasuren und Holzschutz steckt Baufix dahinter. Die Firma saß früher in Heidelberg und hat ihren Sitz inzwischen im niedersächsischen Löningen, an der Adresse des Bautenschutz-Herstellers Remmers. Parkside-Lasuren und Holzgele führt der Blaue Engel unter dem Herstellernamen Baufix. Baufix-Farben unter eigenem Namen hat Lidl ebenfalls im Sortiment. Delta-Sport aus Hamburg liefert ebenfalls Parkside-Produkte, etwa Werkzeugkoffer.

So findest du den Lieferanten deines Parkside-Geräts

Welche Firma hinter einem Gerät steckt, verrät Parkside nicht gern. Neuere Bedienungsanleitungen nennen im Service-Teil nur noch die Parkside-Hotline und die Website parkside-diy.com. Den Lieferanten findest du meist erst ganz hinten in der EU-Konformitätserklärung oder auf dem Typenschild. Am schnellsten geht es im Lidl-Onlineshop: Unter „Details zur Produktsicherheit“ nennt Lidl die verantwortliche Person für die EU. Bei vielen Akku-Geräten ist das Grizzly Tools.

Das ist mehr als am Rande notiert. Wer den Lieferanten kennt, weiß, wo es Ersatzteile gibt. Grizzly Tools und Kompernaß betreiben eigene Onlineshops, in denen du das passende Teil über die IAN-Nummer findest. Andere Anleitungen verweisen auf den Ersatzteilshop Optimex. Bei Parkside-Geräten von Scheppach hilft oft der Ersatzteilkatalog für die baugleichen Scheppach-Modelle.

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4 Kommentare

  1. Hans Kretschmer
    Fabrikneuer Sondermüll - falls man etwas möchte, das in Haus und Garten für die nächsten 20 + X Jahre störungsfrei zur Verfügung steht: Es ist wie bei "Sneakers vs rahmengenähte Schuhe" und vielem anderen, oder wie mein Großvater zu sagen pflegte: "Wir haben nicht genug Geld, in uns billige Schuhe leisten zu können!" Noch Fragen?
  2. Werner Hahn
    Ja H.Kretschmer, dachte ich seither auch meistens. Wer billig kauft, kauft zweimal. Aber, mein KÄRCHER K7 (350.-€) Hochdruckreiniger ging nach ca. 20 Betriebsstunden kaputt. Pauschalreparatur kostete mich 189.-€, Garantiezeit war vorbei. Dann, nach lediglich 1:30 Std Laufzeit nach KÄRCHER-Reparatur wieder defekt (Hauptschalter) neues Angebot Pauschalpreis jetzt 202.-€. Kulanz Zeit ist jetzt auch knapp vorbei. N o c h F r a g e n ????
  3. Heinz Schmidt
    98% der Heimwerker haben nur kleinere Arbeiten, ausreichend Zeit und eher geringeren Anspruch, da reicht sicherlich eine billige Importmaschine. Es macht keinen Sinn, für einen gelegentlichen Schnitt Tausend Euro auszugeben für eine Maschine, die sonst nur herumsteht und als Statusobjekt gilt. Ein schlechtes Werkzeug ist besser als gar kein Werkzeug. Wenn man aber mit dem Werkzeug seinen Lebensunterhalt verdienen will, muss es was "Gescheites" sein, da fehlt einfach die Zeit sich damit herumzuärgern. Und es gibt auch einen Gebrauchtmarkt, wo man Profimaschinen kaufen kann, z.B. aus Geschäftsaufgaben.
  4. Otto Homberg
    Gerade eben ging mein Hochdruckreiniger kaputt. Schade, dieses Gerät habe ich 1998 beim damaligen Praktiker gekauft. Jedes Jahr brauche ich den Hochdruckreiniger immer in dem Sommermonate und das manchmal 2 x in der Woche. jetzt bin ich zu meinem Nachbar rübergegangen und habe ihn nach seinem HDR gefragt. Er grinste und ging in seinem Schuppen und kam mit einer von Parkside heraus. Ich war baff da er nur Markengeräte hat. Seine Meinung: die Markengeräte brauche ich für mein Hobby. ABER mein Stihl ging nach 10 Jahren und die Kärcher nach 1 x 7 und 1 x 4 Jahren kaputt. So, und jetzt probiere ich mal Parkside und sollten die nur 5 Jahre halten, dann kaufe ich mir einem neuen. Jetzt habe ich 90 Euro bezahlt und die Markengeräte haben zwischen 350 und 500 Euro gekostet. Dann kannst du dir ausrechnen wieviel Geräte ich kaufen kann und jedesmal mit neuer Technologie. jetzt schaue ich mal wo ich einen preiswerten HDR wieder bekomme.
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