WiFi 7 im Rucksack: Dieser 5G-Router löst ein nerviges Reise-Problem

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Im Urlaub oder auf Dienstreise soll das Internet einfach funktionieren. Doch Hotel-WLAN, Handy-Hotspot und lokale SIM-Karten nerven oft. Netgear setzt jetzt auf ein neues Konzept, das dir unterwegs mehr Kontrolle verspricht.
Netgear Nighthawk 5G M7 Mobile liegt auf einem Tisch

Netgear Nighthawk 5G M7 Mobile

Netgear bringt mit dem Nighthawk 5G M7 (MH7150) einen tragbaren 5G-Router, der zwei Dinge kombiniert: Wi-Fi 7 fürs lokale WLAN und eSIM für den schnellen Datenzugang ohne SIM-Wechsel – und das fast weltweit. Gedacht ist das Gerät für Reisende, Remote-Arbeit und Situationen, in denen mehrere Geräte gleichzeitig stabil online sein sollen. Das Gerät hat Netgear jetzt am Rande der CES in Las Vegas öffentlich vorgestellt.

Was der M7 im Alltag lösen soll

Das typische Reiseproblem: Du brauchst Internet für Laptop, Tablet und Smartphone, aber das Hotel-WLAN ist langsam oder instabil. Den Handy-Hotspot willst du nicht dauerhaft laufen lassen, weil Akku und Komfort leiden und du gerade im Ausland vielleicht gar keinen passenden Roaming-Tarif hast. Und öffentliche WLANs sind oft ein Sicherheitsrisiko, teilweise sogar in den Datenschutz-Vereinbarungen deiner Firma verboten. Ein separater Router verschiebt diese Last auf ein eigenes Gerät: Er baut die Mobilfunkverbindung auf und verteilt sie per WLAN an alle Geräte.

Netgear setzt dabei jetzt auf die eSIM. Über eine App kannst du Datenpakete für viele Länder auswählen, kaufen und aktivieren. Das soll das klassische „SIM vor Ort organisieren“ ersetzen und auch dann funktionieren, wenn du kurzfristig in ein anderes Land weiterreist.

Wi-Fi 7 und 5G: Schnell auf dem Papier, begrenzt durch die Praxis

Beim WLAN wirbt Netgear mit Wi-Fi 7 und einer maximalen WLAN-Datenrate von bis zu 3,6 Gbit/s. Außerdem sollen bis zu 32 Geräte gleichzeitig verbunden werden können. Für Verbindungen per Kabel sind USB-C und – über einen separat erhältlichen Adapter – Ethernet vorgesehen.

Aber: Solche Maximalwerte sind Laborwerte. In der Praxis entscheidet vor allem das Mobilfunknetz vor Ort über Tempo und Stabilität: Netzabdeckung, Auslastung, Gebäudedämpfung und Tarifbedingungen spielen eine größere Rolle als der WLAN-Standard. In Deutschland beispielsweise ist das technische Maximum unter besten Bedingungen bei etwas mehr als 1 Gbit/s erreicht. Und Wi-Fi 7 bringt dir nur dann etwas, wenn deine Geräte es ebenfalls unterstützen – sonst nutzen sie automatisch ältere WLAN-Standards.

Komfort durch eSIM, aber nicht automatisch günstig

Der eSIM-Ansatz ist praktisch, weil du nicht mehr zwingend eine lokale SIM-Karte besorgen musst. Netgear nennt Paketgrößen von 3 GB bis 20 GB und spricht von Angeboten für mehr als 140 Länder. Preise aber nennt Netgear nicht. Gleichzeitig soll der Router entsperrt sein, also auch mit physischen SIM-Karten und eSIMs von Drittanbietern funktionieren. So kannst du problemlos eine MultiSIM deines Mobilfunkanbieters nutzen oder eine spezielle Daten-SIM buchen.

Der Haken: Ob das am Ende wirklich die bessere Lösung ist, hängt an Preis und Qualität der Datenpakete. Dazu gehören nicht nur der reine GB-Preis, sondern auch Details wie Netzpartner im jeweiligen Land, mögliche Drosselungen und die Frage, wie transparent die Bedingungen in der App dargestellt sind. Der Komfort kann sich lohnen, er kann aber auch teurer sein als lokale Alternativen.

Preis und Starttermin

Netgear nennt als Starttermin den 27. Januar und einen Preis von 599,99 Euro. Damit ist klar: Der M7 ist eher ein Werkzeug für Vielreisende, Familien mit vielen Geräten oder mobile Arbeitssituationen, in denen Stabilität wichtiger ist als der günstigste Tarif. Dennoch ist er bei Netgear einer der günstigeren Router. Zuletzt hatten wir für dich den Netgear Nighthawk M7 Pro getestet – quasi den großen Bruder des neuen 5G-Routers. Er hat eine UVP von rund 900 Euro.

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