Unbekannter Anruf? Ein Detail verrät dir jetzt, ob du rangehen solltest

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Unbekannte Nummer im Display. Der Reflex ist bei vielen inzwischen klar: lieber nicht rangehen. Und das ist oftmals gut so – aber ein Problem für Firmen, die du nicht abgespeichert hast. Jetzt gibt es ein neues Detail, das dir hilft.
Ein Handy zeigt einen eingehenden Anruf

Telekom will ungekannte Rufnummern einfacher auflösen

Das Misstrauen gegenüber unbekannten Nummern trifft auch seriöse Unternehmen, wenn sie versuchen, dich anzurufen – etwa weil die Werkstatt ihren Auftrag erledigt hat oder ein Unternehmen Rückfragen zu einer Bestellung oder einem Vertragsverhältnis hat. Die Telekom setzt deshalb im Mobilfunk stärker auf Netzfunktionen, die dir mehr Kontext liefern sollen. Im Mobilfunknetz führt sie jetzt sogenannte Branded Calls ein. Die Idee: Statt nur einer Rufnummer siehst du beim eingehenden Anruf zusätzlich einen eingeblendeten Firmennamen als Text. Das soll den Anrufer verifizieren und dir helfen, einzuschätzen, ob der Anruf plausibel ist.

Branded Calls der Telekom: Neue Funktion im Netz

Wichtig aus Nutzersicht: Branded Calls sind ein netzinternes Angebot. Du musst keine App installieren, und laut Telekom ist auch keine Zustimmung von Verbrauchern nötig. Funktionieren soll das auf allen gängigen Mobiltelefonen. Damit die Anzeige künftig auch in anderen deutschen Mobilfunknetzen sichtbar werden kann, arbeitet die Telekom nach eigenen Angaben mit den Dienstleistern First Orion und Hiya zusammen.

Was dabei offen bleibt: Nach welchen Kriterien Firmen für Branded Calls verifiziert werden und wie streng diese Prüfung ist. Genau davon hängt aber ab, wie viel Vertrauen so ein Label am Ende wirklich verdient.

Call Check warnt schon heute millionenfach

Parallel dazu verweist die Telekom auf den im Dezember 2025 gestarteten Service Call Check. Der blendet eine Warnung ein, wenn eine Rufnummer in Telekom-Datenbanken bereits als unseriös oder betrügerisch vermerkt ist. Dann steht auf dem Display: „Vorsicht, möglicher Betrug!“ Das gilt für nationale wie internationale Nummern.

Der Dienst blockiert Anrufe nicht automatisch: Nummer und Warnhinweis erscheinen, die Entscheidung liegt bei dir. Wer keine Warnungen möchte, kann die Funktion per Anruf bei einer kostenlosen Service-Hotline deaktivieren. Standardmäßig ist sie für Teilnehmende im deutschen Netz aktiviert. Als Größenordnung nennt die Telekom: Schon 100 als potenziell unerwünscht registrierte Rufnummern können mehr als 300.000 Warnungen pro Tag auslösen – bei täglich tausenden aktualisierten Nummern schnell im Millionenbereich.

2026 wird auch die SMS-Firewall ausgeweitet

Mehr Schutz soll 2026 außerdem bei SMS greifen. Die SMS-Firewall analysiert automatisiert Nachrichten, besonders solche mit Links auf schädliche Software. Das geschehe in Abstimmung mit Aufsichtsbehörden. Künftig soll die SMS-Firewall auch stärker Fälle erkennen, in denen Betrüger an Zugangsdaten zu Netzbetreiber-Konten wollen. Als Beispiel nennt die Telekom Köder wie angebliche Audio-Nachrichten. Gefiltert werden darf, wenn Betrüger sich beispielsweise als Telekom ausgeben. Laut Telekom passiert das über Mustererkennung und einen rechnerischen Wert. Die semantische Bedeutung des Inhalts werde nicht gelesen. Zusätzlich fließen von Kunden als Spam markierte SMS in die Datenbank ein.

Bildquellen

  • Mobilfunk: Änderung bei den Frequenzen betreffen Millionen Nutzer: Dikushin Dmitry / ShutterStock.com
  • Telekom will ungekannte Rufnummern einfacher auflösen: KI-geniert: ChatGPT

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