Amazon im Auto: BMW setzt auf Alexa+

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Mit der Neuen Klasse führt BMW eine neue Plattform für kommende Modelle ein, etwa den bereits vorgestellten iX3. Sie soll nicht nur zu verbesserten Fahrleistungen führen, sondern den Insassen neue Wege zur Interaktion mit ihrem Fahrzeug erlauben.
BMW iX3 in der Seitenansicht.

BMW iX3 in der Seitenansicht.

Mit der „Neuen Klasse“ setzt BMW auf eine neue Plattform, die in Form des iX3 auf der letzten IAA vorgestellt wurde und ab März zu den Kunden rollen soll. Die Basis der kommenden Modelle zeichnet sich vor allem durch eine neue Elektronik zur Steuerung des Fahrzeugs aus, die sich grundlegend vom bisherigen Ansatz unterscheidet.

Das neue SUV ist ein sogenanntes „Software-definiertes“ Fahrzeug. Diese werden in funktionale Zonen eingeteilt, die von einem jeweils eigenen Rechner, den sogenannten Superbrains, gesteuert werden. Doch nicht nur bei der Steuerung seiner Pkw geht der Hersteller neue Wege. Auch die Nutzer erhalten neue Möglichkeiten zur Interaktion mit ihrem Fahrzeug. Dazu verkündet BMW auf der CES die Fortsetzung einer bereits seit 2022 bestehenden Kooperation mit Amazon.

Im iX3 spricht Amazon

Der Münchner Autokonzern nutzt bei seinen neuen Modellen den mit künstlicher Intelligenz aufgewerteten Sprachassistenten Alexa+ des US-amerikanischen Tech-Giganten. Dieser soll dank seines Verständnisses natürlicher Sprache nicht nur eine unkomplizierte Steuerung der einzelnen Funktionen des jeweiligen Fahrzeugs über spezielle Sprachbefehle ermöglichen. Der KI-Assistent soll darüber hinaus auch auf aufkommende Fragen eine passende Antwort liefern. Dabei schweben dem Hersteller typische Fragen vor, etwa nach dem nächstgelegenen Restaurant.

Allerdings geht BMW die Integration von Alexa+ zunächst vorsichtig an. Der als „BMW Intelligent Personal Assistant“ umgetaufte Dienst soll zwar die Grundlage des neuen Bedienkonzepts des in den Fahrzeugen installierten Betriebssystems „BMW Operating System X“ liefern.

Allerdings steht er nicht von Beginn an zur Verfügung. Der Autobauer integriert den Assistenten erst im Laufe der zweiten Jahreshälfte per Update. Zunächst werden allerdings nur die iX3 bedacht, die in Deutschland oder den USA gekauft wurden. Weitere Märkte sollen schrittweise hinzukommen. Künftig soll der Assistent bei allen Modellen zur Verfügung stehen, die das BMW-Betriebssystem 9 oder X nutzen. Bis dahin muss die einfache Alexa-Variante genügen.

Was macht Alexa+ mit den erhobenen Daten?

Allerdings wirft der KI-Assistent im Auto durchaus Fragen auf. Eine derart tiefgreifende Integration des Dienstes dürfte letztlich dafür sorgen, dass auch sensible Informationen bei Amazon landen. Mit diesen ließen sich detailgenaue Bewegungsprofile erstellen. Dabei stellt sich die Frage, ob diese Daten bei einem Konzern gut aufgehoben sind. Schließlich nutzt Amazon die ihm anvertrauten Nutzerdaten nicht zuletzt auch zur Optimierung von Werbeanzeigen.

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