Vodafone zahlt Stromrechnung nicht: Sendemast abgeschaltet! Das steckt dahinter

3 Minuten
Weil die Stromrechnung für die Technik nicht bezahlt wurde, hat ein Stromanbieter einen Sendemast von Vodafone vom Netz genommen. Was steckt hinter der Geschichte und wie konnte es dazu kommen? Wir erklären es dir.
Ein Sendemast steht vor einem Gebäude mit Vodafone-Logo an der Wand
Vodafone-SendemastBildquelle: Vodafone

Es klingt wie der Anfang dessen, auf das man sich wegen steigender Strompreise einstellen muss: Wegen einer nicht bezahlten Stromrechnung ist ein Sendemast von Vodafone tagelang offline gewesen. Das berichtet das Branchenmagazin teltarif unter Berufung auf die „Badischen Neuesten Nachrichten“. Gleich mehre Monate sei die Rechnung für die Technik an dem Standort in einem Gewerbegebiet in Renchen nicht bezahlt worden. Tatsächlich hat die Abschaltung aber nichts mit den steigenden Strompreisen zu tun.

Nachdem die Oberkirchner Stadtwerke mehrfach bei Vodafone nachfragten und keine Zahlung erfolgte, schalteten die Stadtwerke den Strom letztlich ab. Dieser wird aber benötigt, damit die aktive Technik, die an jedem Sendemast steht, betrieben werden kann. Andernfalls kann weder ein Sendesignal produziert, noch können Daten ins Netz übertragen werden. Sofern keine umliegenden Sendemasten das Gebiet mit abdecken, heißt die Abschaltung für das betroffene Gebiet: Funkloch. So auch in diesem Fall.

Erst nachdem der Sendemast vergangenen Freitag vom Netz ging, kam dem Bericht zufolge Bewegung in die Sache, die Rechnung wurde beglichen und der Sendemast daraufhin am Dienstag wieder mit Strom versorgt.  

Wie kam es zur nicht bezahlten Vodafone-Stromrechnung?

Vodafone hat, so berichtet teltarif weiter, den Betrieb des Mastes an eine andere Firma ausgelagert. Seitdem, so ist zu lesen, gebe es Probleme mit der Zahlungsmoral. Eine Vermutung unsererseits, dass es dabei um die inzwischen an die Börse gebrachte Vodafone-Tochter Vantage Towers geht, dementierte ein Sprecher des Unternehemens. „Ich kann Ihnen versichern, dass es sich bei dem betroffenen Standort nicht um einen Funkmast von Vantage Towers handelt.“ Vantage Towers vermietet Standorte auf Sendemasten, die sie gebaut hat. Gleichzeitig arbeitet sie aber auch für Netzbetreiber am Ausbau und Betrieb der Netze und hat unter anderem einen Auftrag von 1&1 zum Aufbau des neuen Handynetzes bekommen.

Ein Vodafone-Sprecher teilte uns mit, die Ursache der nicht bezahlten Rechnung sei ein „Arbeitsfehler“. „Wir klären die Ursache aktuell auf und können uns für den Ausfall der Station nur entschuldigen. Wichtig für uns war, dass alle Kunden schnellstmöglich wieder am Netz sind.“ Die tatsächliche Ursache bleibt somit offiziell im Dunkeln. Denkbar ist, dass es unterschiedliche Auffassungen darüber gab, wer die Rechnung zu zahlen hat oder die Rechnung gar schlichtweg falsch adressiert war.

Der Sprecher machte aber auch deutlich: „So etwas kommt nicht häufiger vor.“ Gleichzeitig räumte er das ein, was vermutlich jeder aus seinem Arbeitsleben kennt: „Es ist aber natürlich nie komplett auszuschließen, da Arbeitsfehler nun mal passieren.“

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3 KOMMENTARE

  1. Frei

    Man könnte an so einen Mast seitlich mehrere Solar- PV- Zellen anbringen.
    Und dazu vertikalle Windgeneratoren.
    Dazu den Akku den eine Fukzelle sowieso für Notbetrieb hat etwas vergößern.
    Dann ist man unabhängig / autark. Auch bei Strom- Blackouts.
    Und spart auch ca. 14 Cent pro kWh für Steuer und Zwangsabgaben.

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    • Frei

      Weiss hier jemand wie viel Leistungen solche Funkzelle ca. verbraucht?

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  2. Meike

    Das wird inzwischen tatsächlich gemacht. Geht natürlich nicht sofort überall und soweit ich weiß verbraucht so ein Sendeturm mehr als über Wind und Sonne Lokal erzeugt werden kann. Aber immerhin es wird wohl daran gearbeitet.

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