Telekom LTE-Ausbau: Drei neue Sendemasten pro Tag

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Zwar hat die Telekom schon das beste Mobilfunknetz in Deutschland, wie verschiedene Tests belegen, doch der Netzausbau geht weiter. Im Schnitt kommen derzeit täglich drei komplett neue Standorte dazu.
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Telekom-LogoBildquelle: Thorsten Neuhetzki

In den vergangenen acht Wochen hat die Telekom bundesweit an 75 Standorten 5G-Kapazitäten aufgebaut. Dabei handelt es sich allerdings um 5G im Band 1, also das etwas langsamere 5G. Der Vorteil für alle, die noch kein 5G nutzen – also wohl die meisten Kunden: Dank DSS (Dynamic Spektrum Sharing) ist an diesen Standorten immer auch LTE nutzbar. Das Netz nutzt die Frequenz-Kapazitäten je nach Anforderung der Endgeräte.

Drei neue LTE-Standorte pro Tag – das steckt dahinter

Doch auch in Sachen Netzabdeckung bei LTE hat sich etwas getan. Einerseits hat die Telekom nach eigenen Angaben an insgesamt 173 Standorten zusätzliche LTE-Kapazitäten geschaffen. Das erfolgt durch das Aufschalten weiterer Frequenzen. Mehr Frequenzen an einem Standort bedeutet mehr Spektrum und somit mehr Kapazität. Die Handys nutzen diese Frequenzen dann voll automatisch. Weiterhin hat die Telekom binnen acht Wochen 178 komplett neue LTE-Standorte gebaut. Dabei handelt es sich um Standorte, an denen es bisher noch kein LTE gab. 178 Standorte in acht Wochen sind rein rechnerisch mehr als drei neue Standorte pro Tag

Details zu den neuen Standorten nennt die Telekom nicht. Du kannst aber davon ausgehen, dass es einerseits um Makro-Standorte geht. Das sind klassische Sendemasten auf Dächern oder im ländlichen Raum auf extra gebauten Sendemasten. So vermeldet die Telekom beispielsweise, dass die Gemeinde Hetlingen in Schleswig-Holstein nun LTE mit bis zu 100 Mbit/s im Downstream nutzen kann. Hier wird das Dach der Feuerwehr der kleinen Gemeinde an der Elbe genutzt. Gleichzeitig baut die Telekom aber auch neue Standorte in Großstädten, die sie als Small Cells bezeichnet. Hier nutzt sie beispielsweise die eigenen Telefonsäulen oder baut wie in Berlin Mobilfunksender in Litfaßsäulen ein. Diese Sender versorgen oftmals nur Kreuzungen oder sehr belebte Bereiche und sorgen für zusätzliche Kapazität im Netz.

Telekom LTE in Litfaßsäulen

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Die Bevölkerungsabdeckung bei LTE liegt jetzt bei 98,6 Prozent, heißt es von der Telekom. Gemessen wird diese an der Versorgung der Haushalte, nicht an der Fläche Deutschlands. Und auch 5G-Empfang im Netz der Telekom schreitet voran. Die Telekom spricht hier von 80 Prozent der Bevölkerung, die Zugriff auf das Netz haben. Voraussetzung ist hier neben einem Tarif der Telekom auch das richtige Endgerät. Nicht alles 5G-Handys kommen mit jedem 5G-Standort der Telekom klar.

Bildquellen

  • Vodafone 5G mit dem Samsung Galaxy Fold: Vodafone
  • Telekom-Logo: Thorsten Neuhetzki
O2 Logo an einem Shop mit Fahnen
O2: 5G für mehr Bestandskunden
Es scheint, als würde O2 seinen Fokus komplett auf 5G verlegen und das Feld von hinten aufzäumen. Erst vor acht Monaten ging O2 mit 5G an den Start und hat seitdem ein beachtliches Netz echter 5G-Sender aufgebaut. Jetzt gibt man das Netz für mehr Kunden als bislang frei – auch für Bestandskunden.

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