Viele Internetkunden kaufen quasi Internet auf Vorrat. Auch wenn die Internetprovider es ihren Kunden gerne verkaufen: Kaum ein Privathaushalt braucht heutzutage Internet mit 500 oder 1.000 Mbit/s. Es mag Ausnahmen geben, doch für die breite Masse haben diese hyperschnellen Anschlüsse heute keinen echten Mehrwert. Wer streamt, surft, mailt und gelegentlich Videocalls nutzt, braucht oft keinen Anschluss mit 250 Mbit/s und mehr. 16 Mbit/s können reichen, wenn nur eine Person online ist. 50 Mbit/s sind für viele kleine Haushalte der bessere Kompromiss.
Warum weniger Tempo oft genügt
Das zeigen sogar Netflix und YouTube, die zu den Diensten gehören, die in vielen Haushalten den meisten Internettraffic verursachen. Sie zeigen, wie niedrig der reine Bedarf beim Streaming oft ist. Netflix empfiehlt 5 Mbit/s für Full-HD und 15 Mbit/s für 4K. YouTube nennt 5 Mbit/s für 1080p und 20 Mbit/s für 4K. Das zeigt: Viele Alltagsdienste brauchen weniger Tempo, als viele vermuten. Problematisch wird es erst, wenn mehrere Geräte gleichzeitig laufen.
Ein 16-Mbit/s-Tarif passt eher zu Singles, Senioren, Studierenden oder zur Zweitwohnung. Er reicht für Mails, Online-Banking, Messenger, einfache Webseiten und einen HD-Stream. Große Downloads dauern aber spürbar länger. Ein Update der Konsole oder des Konsolenspiels kann sich so schon mal über Stunden ziehen.
50 Mbit/s reichen oft für Singles und Paare. Videocalls, Streaming, Social Media und mehrere Geräte laufen damit entspannter. Für normales Homeoffice genügt das meist. Anmerkung: Wer große Dateien hochlädt, sollte genauer prüfen, was die Internetleitung hergibt. Denn hier können die genannten Anschlüsse eine echte Bremse sein. DSL 16 beispielsweise kommt mit gerade einmal 2,4 Mbit/s daher, ein 50er-Anschluss in der Regel mit 20 Mbit/s.
Diese günstigen Tarife fallen auf
Reichen dir aber vergleichsweise langsame Leitungen tatsächlich aus, kannst du sparen. Hast du einen Kabelanschluss von Vodafone in deinem Haus, ist das die aktuell günstigste Variante, einen Internetanschluss zu bekommen. Und zwar über den Discounter eazy. Der Kabeltarif eazy 50 kostet gerade einmal 18,99 Euro monatlich. Er bietet bis zu 50 Mbit/s im Download und 25 Mbit/s im Upload. Ein Router ist enthalten, die Aktivierung ist kostenlos. Über zwei Jahre ergibt das 455,76 Euro an Grundgebühr. Zum Vergleich: Ein Anschluss mit Grundkosten von 40 Euro verschlingt in dieser Zeit 960 Euro.
Auch über die Anschlussform DSL gibt es günstige Optionen. Das ist die Telefonleitung der Telekom. Sie soll zwar perspektivisch durch Glasfaser ersetzt werden, doch bis es so weit ist, vergehen noch einige Jahre. DSL gibt es natürlich bei der Telekom – aber zum Premium-Preis. Günstige Alternativen für DSL 16 sind beispielsweise sim.de oder BigSIM für 19,99 Euro monatlich. Bei DSL 50 fallen günstige 24,99 Euro monatlich an. Zum Vergleich: Die Telekom berechnet 43,95 Euro monatlich für DSL 50. 1&1 (übrigens der Mutterkonzern von sim.de und BigSIM) ist teurer, aber als bekannter Anbieter gut vergleichbar. DSL 16 kostet hier aktuell 29,99 Euro monatlich, DSL 50 liegt bei 34,99 Euro monatlich.
Teurer und dennoch günstig: Glasfaser und Satellit
Sofern du schon die Möglichkeit hast, einen Glasfaseranschluss zu buchen, empfehlen wir dir, das zu tun. Die Leitung ist deutlich stabiler. Durch die geringere Latenz fühlt sich der Anschluss oft reaktionsschneller an. Stammt die Glasfaser von der Telekom, dürftest du das beste Angebot ebenfalls bei 1&1 finden: 34,99 Euro monatlich kostet ein Anschluss mit 50 Mbit/s. Fairerweise muss man sagen: Das sind 16 Euro monatlich mehr als der langsamere Billigtarif von eazy.
Eine Sonderrolle nimmt der Satellitendienst Starlink ein. Er eignet sich vor allem für ländlichere Regionen sowie Reihen- und Einfamilienhäuser. Durch seine Grundkosten von 29 Euro monatlich ist er inzwischen ein echter Wettbewerber für klassische Festnetzanbieter geworden. Für diesen Preis bekommst du eine 100-Mbit/s-Leitung aus dem All. Gerade in Regionen, in denen es nur lokale und meist teure Glasfaser-Alternativen und schlechtes DSL gibt, ist das eine echte Alternative.
Die günstigsten Internettarife für deine Wohnung
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jetzt ansehenWarum der Monatspreis nicht alles sagt
Wichtig sind auch Anschlusskosten, Routerkosten, Versand, Mindestlaufzeit und der Preis nach einer Aktion. In unseren Beispielen oben sind keine Aktionspreise aufgeführt, die Mindestlaufzeit beträgt in der Regel zwei Jahre. Bei DSL zählt zudem die konkrete Leitung an deiner Adresse. Bei Kabel zählt, ob der Anschluss verfügbar ist. Glasfaser spielt abseits des von uns genannten Beispiels in dieser Preisregion kaum eine Rolle. Die meisten Anbieter bieten Tarife ab 150 Mbit/s und mehr – zu entsprechenden Preisen.
Wann du lieber schnelleres Internet buchen solltest
Kleine Tarife sind kein Spartrick für jeden Haushalt. Familien brauchen oft mehr Tempo. Das gilt auch bei mehreren parallelen 4K-Streams, großen Spiele-Downloads und Cloud-Back-ups. Auch der Upload kann zum Problem werden. Kleine Tarife werben meist mit dem Download. Für Videocalls, Back-ups und große Anhänge zählt aber auch die Gegenrichtung. Wer regelmäßig große Dateien verschickt, sollte hier nicht zu knapp planen. Vor einem Downgrade aus Spargründen solltest du dir dessen bewusst sein. Tipp: In vielen Routern kannst du sehen, wie intensiv deine Leitung über Tage oder Wochen hinweg genutzt wird. Das ist ein gutes Indiz dafür, ob ein Downgrade sinnvoll ist.
Faustregel: Lebst du allein oder zu zweit, streamst meist nur in Full-HD und lädst selten große Dateien hoch, kann ein kleiner Tarif reichen. Dann sinken die Fixkosten, ohne dass du im Alltag viel verlierst.
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