Reingelegt und abgezockt: Vodafone und der Betrug im Shop

4 Minuten
Immer wieder gerät Vodafone in die Kritik. Und immer wieder lautet der Vorwurf, man habe Kunden Verträge untergeschoben. Nun sorgt eine weitere Abzock-Methode für Aufsehen, bei der Online-Kunden im Vodafone-Shop betrogen werden.
Reingelegt und abgezockt: Vodafone und der Betrug im Shop
Reingelegt und abgezockt: Vodafone und der Betrug im ShopBildquelle: Vodafone

Über Fälle, bei denen Vodafone-Kunden an der Haustür abgezockt wurden, haben wir bereits mehrfach berichtet. Doch auch in Shops werden Verträge untergeschoben, ohne dass der Kunde es mitbekommt. Die folgende Methode ist eine von vielen, rückt nun aber in so manchem Shop wieder verstärkt in den Fokus.

Der Abhol-Trick

Aufgrund der anhaltenden Pandemie suchen heute weniger Kunden einen Vodafone-Laden auf als früher und bestellen lieber online. Wer einen Vertrag über das Internet abschließt, kann sich seine Artikel, wie etwa das zu einem Vertrag gehörende Handy, nicht nur nach Hause oder eine Wunschadresse liefern lassen. Das Handy oder die SIM-Karte kann man sich auch in einen Vodafone-Shop liefern lassen. Sobald der Artikel abholbereit ist, bekommt der Kunde eine SMS oder E-Mail. In so manchem Geschäft, wie etwa seit mehreren Wochen in einem Vodafone-Shop in einem Düsseldorfer Einkaufszentrum, spielt sich dann folgende Geschichte ab.

Deshalb solltest du einen Handyvertrag nie im Shop abschließen

Der Shop-Mitarbeiter benötigt bei der Abholung des Handys zur Legitimation den Personalausweis des Kunden. Der Mitarbeiter geht mit dem Ausweis ins Lager, um das Gerät zu holen. Im Lager kopiert der Mitarbeiter Vorder- und Rückseite des Ausweises oder scannt ihn sofort mit einer Vodafone-App ein. Anschließend bringt der Mitarbeiter das Gerät dem Kunden und sagt, dass der Kunde die Abholung mit einer Unterschrift quittieren müsse. Nun verlangt der Mitarbeiter noch das Kennwort des Kunden, „damit alles gut geht“, erklärt uns ein Insider. Sollte der Kunde das beim Online-Vorgang angegeben Kennwort nicht mehr wissen, fragt der Shop-Mitarbeiter für eine korrekte Bezahlung des Handys nach einer EC-Karte oder der IBAN. Wie uns ein ehemaliger Shop-Betreiber erklärt, nimmt der gesamte Prozess etwa 90 Sekunden in Anspruch. „Die Abläufe sind sehr gut trainiert und präzise vorbereitet.“

So legen Mitarbeiter im Vodafone-Shop Kunden herein

Während der Übergabe des Geräts stellt der Shop-Mitarbeiter dem Kunden noch einige Fragen. Zudem weist er darauf hin, dass die SIM-Karte des Kunden nicht für 5G freigeschaltet sei. Das sei natürlich ärgerlich, da der Kunde sein neues Handy so nicht richtig nutzen könnte. Die Aktivierung von 5G sei aber kostenlos und sofort aktivierbar. Und der Kunde stimmt häufig zu. Denn wer will schon sein neues Handy nicht richtig nutzen können. Und 5G ist ohnehin in aller Munde. Warum sollte ich das als Kunde also nicht haben wollen?

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Währenddessen bereitet der Mitarbeiter im Vodafone-Shop im System einen weiteren Vertrag vor. Während der Kunde annimmt, er unterschreibt die Abholung seines neuen Handys und die 5G-Freischaltung, unterschreibt er auf dem Signature Pad eigentlich einen neuen Vertrag. Meist sind es SIM-Only-Tarife wie der Vodafone Red S, XS oder M. Sollte noch eine Unterschrift fehlen, hat der Shop-Mitarbeiter eine Ausrede parat, erklärt uns unser Informant. Dann hat etwa die Übertragung aufgrund von Internetproblemen nicht geklappt und man müsse den Prozess noch einmal neu starten.

Alle sind glücklich, zumindest vorerst

Das Perfide dabei ist nicht nur, dass der Mitarbeiter des Vodafone-Shops dem Kunden einen Vertrag untergeschoben hat. Da es keine Anschlussgebühr und die ersten sechs Monate keine Grundgebühr gibt, stellt der Kunde erst nach einem halben Jahr fest – wenn die erste Abbuchung erfolgt – dass er einen weiteren Vertrag am Bein hat. Doch davor fühlt sich der Kunde gut beraten und hat sogar 5G kostenlos freigeschaltet bekommen. Der Shop-Betreiber kassiert eine Provision für einen verkauften Vertrag und Vodafone hat eine weitere SIM-Karte freigeschaltet, die die Anzahl von „Neukunden“ in den Quartalsergebnissen nach oben korrigiert.

Die Provision, die der Shop kassiert, richtet sich im übrigen danach, in welcher sogenannten K-Stufe er sich befindet. Je mehr Verträge und SIM-Karten der Shop-Betreiber verkauft, umso höher steigt er in dem Vodafone-Provisions-System auf. So kann es für einen und den gleichen verkauften Vertrag, je nach K-Stufe, eine Provision von 140 oder auch 210 Euro geben.

Vodafone kann uns auf Nachfrage dieses Vorgehen der Shops nicht bestätigen. Untergeschobene Verträge dulde man auf keinem Vertriebsweg, erklärt uns ein Sprecher. Für Vodafone sei auf allen Vertriebswegen ein ehrliches, sauberes und nachhaltiges Geschäft entscheidend. Übrigens: Der Ablauf ist nicht neu. Bereits 2017 beschwerten sich Kunden in einem Vodafone-Forum über ein ganz ähnliches Vorgehen.

Deine Technik. Deine Meinung.

35 KOMMENTARE

  1. Heinz Multhaup

    Kann wo anders auch passieren

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  2. Inan

    Was für ein Kommentar: Kann wo anders auch passieren…,
    Wenn Ihnen vom Konto einfach Geld entwendet werden würde, würden Sie dann auch schreiben: Kann passieren, ist halt so…?

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  3. Inan

    Entscheidend ist doch die Bewertung der ganzen einzelnen Verbrechen. Ständig die gleiche Leier von: Wir dulden so etwas nicht, wie gegen mit Härte dagegen vor, wir prüfen, wir machen, bla bla bla…
    Warum sind dann immer noch die Systeme offen wie ein Scheunentor? Warum wird an der Möglichkeit des Betruges nicht gearbeitet und diese Prozesse eingestellt? Auf diese Fragen erfolgen keine Aussagen. Es wird einfach ignoriert.

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  4. Sig

    Wo ist das passiert und wem? ZDF: Zahlen, Daten, Fakten!
    Ohne nachprüfbare Fakten ist diese Geschichte nicht mehr wert als eine Gute Nacht Geschichte. Trotzdem als Hinweis sich genau anzusehen was man unterschreibt und dass man seinen Ausweis nicht aus der Hand gibt taugt sie allemal.

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  5. Martin

    Wann kommen solche Betrüger endlich ins Gefängnis? In Deutschland sicher nicht. Also wird es weiter gehen. Aber wer ist auch noch so blöd und geht in einen Vodafone Shop?

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  6. Balogun

    Says a lot about Germany’s consumer protection laws. It is a shame that Getmany will allow the sharp practice to fester. German Politicians are in cahoots with big businesses to abuse consumers. Porous consumerlaw allow big businesses to take undue advantage of consumers. I

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  7. GD

    Der Witz an der Sache ist, dass auch Firmenkundenbetreuer solch dreiste Betrugsmaschen bei Vodafone durchführen und trotzdem gibt es keine Sanktionen durch Vodafone selbst. Das ist ein gewolltes Betrugssystem. Übrigens kann das auch anhand von konkreten Unterlagen nachgewiesen werden.

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  8. Periculum

    Habe bis 2017 in der Branche gearbeitet. Das ist normales Vorgehen. Bei fast allen Anbietern, bis auf Telekom, wird das so gehandhabt. Bei Mein Base wurden damals z.B einfach alle Mein Bade Optionen gebucht und erst nach Reklamation durch den Kunden korrigiert. Bei o2 wurden datenkarten dazuge“schenkt“. Nennt sich „PUSH Karten“ und ist dazu da die Zahlen hoch zu treiben um in bestimmte Provisionsklassen zu kommen bzw. um so genannte „On Top“-Provision für alle Verträge, bei erreichen eines gewissen Ziels. Oftmals haben o2 Regionalmanager dieses Vorgehen durch Zahlungen an den Franchisebetreiber unterstütz. Weil natürlich auch die Regionalmanager anhand der Zahlen Ihrer Untergebenen Shops bezahlt wurden. Das ist auf jeden Fall sehr wild, was in der Branche abgeht.

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  9. Irgendjemand

    Fakt ist doch das Vodafone extrem aber ebenso andere Provider auch ihre Mitarbeiter bestrafen wenn sie nicht oder nur wenig verkaufen. Selbst im rein technischen Bereich in der Hotline gibt es eine Salesquote die zu erfüllen ist. Meldest du eine Störung und willst nur Abhilfe muss dir der Mitarbeiter ein Angebot unterbreiten. Tut man es nicht sorgt das für Konsequenzen, Gespräche und Trainings folgen bis hin zu gegangen werden. Diese Taktik sorgt bei beiden Teilnehmern für Unbehagen. Mitarbeiter stehen unter immensen Verkaufsdruck und das trägt dazu bei das es viele Betrügereien gibt. Im Shop ist es noch krasser denn deren einziger Zweck ist der Sale. Selbst mit dem neuen EEEC Vorgaben wird es weiterhin zu solchen Vorfällen kommen. Im Support sollten Firmen sich wieder mehr um den Service am Kunden bemühen und nicht mit allen Mitteln ein Upgrade und eine neue MVLZ rausquetschen. Auch sollten Mitarbeiter für guten Service gewürdigt werden (was dato nicht passiert) und nicht für wenig Verkäufe zur Rechenschaft gezogen. Damit Vodafone weniger Betrug und der Kunde sowieso.

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  10. Michael

    Es ist ein Kampf gegen Windmühlen. Solche Betrugsmethoden werden immer wieder von den Unternehmen geschlossen oder erschwert, dann suchen sich diese Shops neue Wege, um Provisionen abzugreifen. Das sind in der Regel auch diese kleinen suspekten Franchise-Filialen. Da sollte sowieso niemand reingehen, denn da riecht es förmlich nach Aufgeschwatztem. In den „richtigen“ Vodafone-Shops passiert sowas einfach nicht. Warum auch? Die wären schön blöd, wenn sie solche Vorgehensweisen tolerieren bzw. gezielt unterstützen würden.

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    • Jarvis

      100 % … das ist genau das was in dem Beitrag mal direkt ausgelassen wird.

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  11. Dirk

    Ich wurde von der Telekom beschissen. Die haben mich angerufen und mir einen teueren Vertrag angedreht mit 12 Monate Laufzeit. Nie wieder Telekom hab jetzt Vodafone Prepaid.

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  12. Der weiss was

    Es gibt keinen teuren Vertrag von 12 Monaten denn diese sind mit Absicht günstig aber unbrauchbar. Die richtigen Verträge laufen 24monate. Entweder sind sie ins Verlängerungsjahr gerutscht oder haben den Tarif ohne zu kündigen vorzeitig verlängert. Prepaid sagt ja auch schon einiges aus. Vielleicht sollten sie einfach eine Aldi Talk Karte nutzen.

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  13. Jarvis

    Oh das ist schon interessant was der Herr Kawalkowski da scheinbar sehr genau recherchiert. Bloß mich als sagen wir mal „Vodafone Insider“ stört da so einiges… Das erste sind die Fakten die einfach nicht da sind und durch Eventualitäten/Insider ersetzt werden und das andere sind scheinbar private Geschichten die Herr Kawalkowski da mit rein bringt. Fakt wäre das es in fast jeder Branche Themen gibt die es nicht geben sollte aber Fakt ist hier nur das dieser Artikel geschrieben ist als ob alle Shops von Vodafone Betrug am Kunden begehen und alle Mitarbeiter nur das eine kennen. Es tut mir leid das sagen zu müssen aber die fachliche Kompetenz als Journalist sehe ich hier nicht. Vielmehr lese ich hier eine völlig eindimensionale Sicht einer Person die sich mit dem Gewerbe/Job des Mobilfunkverkäufers nicht auseinandersetzt und nur über „Fake News“ mehr Leser erreichen möchte! Vielleicht sollte Herr Kawalkowski mal ein paar Tage in so einem Shop arbeiten um sich selber mal ein Bild zu machen was die Verkäufer da viel positives leisten und dann nicht alle in eine Schublade stecken weil er einem angeblichen Insider eine Geschichte abkauft.

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  14. Ronald

    Mir ging es ähnlich, habe zwei Verträge zu verlängern gehabt und dies auch getan. Im Ergebniss waren falsche Tarife festgelegt worden und Rabatte fehlten. Habe sieben erfolgloseAnrufe in der Hotline gestartet. Gelöst wurde das Problem nicht. Am Ende bin ich nur durch Widerruf aus dem Mist heraus gekommen, nicht ohne vom System anschließend gesperrt worden zu sein. Dies sagte man mir in einem Shop im Vertrauen. Eine riesen Sauerei, dieses Gebaren.

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  15. Laura

    Vodafone … komplett abgezockt!! 3 Verträge die sich nach einem halben Jahr auch noch verdoppelten. Ich kann nur jeden davon abraten. Die kundengespräche sind sehr verwirrend und dann wird auf deinem Schmierzettel angeblich vereinfacht dargestellt was man kauft. Das im Nachhinein gar nicht mehr nachvollziehbar ist.
    Auch festnetz und TV reinse Katastrophe.

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  16. Klaus Kalnins

    Bei mir lag neulich ein Vodafone-Vertrag im Briefkasten, angeblich abgeschlossen von meiner Frau. Kurz darauf kam auch das Paket mit der Hardwear. Meine Frau konnte den Vertrag nicht unterzeichnet haben, denn sie ist 2018 verstorben. Ich ging zur Polizeiwache, um eine Anzeige aufzugeben. Der freundliche Polizeibeamte weigerte sich, die Anzeige aufzunehmen, ich solle zuerst diesen „Irrtum“ mit Vodafone klären.

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    • Jörg Wannack

      @Klaus Kalnins bitte wenden Sie sich an Ihre Verbraucherzentrale vor Ort.Da gibt es juristischen Beistand.

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  17. Inan

    @Klaus Kalnins, Jörg Wannack hat absolut Recht. Der Weg zur Verbraucherzentrale ist ein wichtiger Schritt. Die Dienststellen haben teilweise einfach kein Nerven mehr, ständig Strafanzeigen gegen Vodafone aufzunehmen. Zu viele sich wiederholende Fälle, zu lange Wartezeiten auf sachgerechte Antworten von Vodafone, welche zur Aufklärung der Betrugsfälle dienen würden. Dadurch das Namen und Daten der Täter oftmals nicht richtig sind, welche in den Vodafone Systemen hinterlegt sind, werden zahlreiche Verfahren am Ende eingestellt. Nach wie vor gilt die erforderliche Beweis Pflicht einer Straftat. Das wissen die Täter sehr gut und nutzen die Systemlücken intensive aus. Wenn aber eine Konzernführung über diese Dinge seit Jahren bestens informiert ist und keine erkennbaren und erforderlichen Maßnahmen einleitet und es nur bei Pressemeldungen bleibt, dann müssen andere zuständige Instanzen/Behörden einschreiten. Ich gehe davon aus, das es bald passieren wird, da es keine Einzelfälle sind, sondern gut durchdachte und organisierte Handlungen. Das öffentliche Interesse ist zu bedeutend geworden. Da führt kein Weg mehr zurück.

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  18. Watzmann

    vom Hantelhakan Seriösität erwartet ?

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    • Charles Kent

      Das ist ja ein sehr wertvoller Beitrag. Und wofür steht Watzmann? Vorurteile, unzureichender Wortschatz und Fremdenfeindlichkeit?

      Antwort
    • Charles Kent

      Der Artikel ist doch eher populistisch und spricht in seiner Struktur wohl mehr einen AfD Wähler oder Querdenkr an. Klar ist diese Welt nicht immer gerecht und die Bedienungen für Sales-Mitarbeiter alles andere als Menschenwürdig. Wie soll es den auch laufen wenn man nicht für die Qualität seiner Arbeit bezahlt wird. Ein Entlohnungssystem das sich nach Stückzahlen und Provision richtet, bringt eben keine gute Beratung mit sich. Es ist doch eher ein gesellschaftliches Problem dem die menschliche Gier und Faulheit zugrunde liegt. Schnell neigen wir dazu, dem Glauben zu schenken der uns den günstigsten Preis nennt, ohne sich ausreichend informiert zu habe, „denn wir haben ja alle keine Zeit“ und stecken vermutlich im gleichen Hamsterrad wie die Sales-Mitarbeiter die so gerne für unsere eigenen Unzulänglichkeiten her halten dürfen. Ohne Zweifel gibt es in der Branche schwarze Schafe die durch Hinterlist und Lücken im System sich versuchen daran zu bereichern, es gibt Daten Diebstahl wie im Fall der verstorbenen Ehefrau. Und man darf durchaus die Frage stellen, ob nicht Unternehmen wie Vodafone es möglich machen und dann nur unzureichend sich um die Folgen kümmern.
      Sich aber hinzustellen und zu behaupten, es sei eine gängige Vodafone Betrugsmasche, vermutlich auch noch im großen Stil und wo möglich auch noch von ganz oben abgesegnet, grenzt doch eher an eine Verschwörungstheorie, oder ganz simpel an Verleugnug.

      Antwort
  19. Klaus Kalnins

    @Jörg Wannack @Inan Die Verbraucherzentrale hat die Info als erste bekommen. Sie haben sie zur Kenntnis genommen und wollen sie an die Fachgruppe weiterleiten. Man bat mich um Verständnis, wenn aus der Fachgruppe keine weitere Antwort kommen wird.
    In diesem Fall brauche ich auch keinen Beistand, da ich außen vor bin. Vodafone kann sich ja an meine Frau wenden.

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  20. Inan

    @Charles Kent, ein Kommentar welches 2x Gelsen werden muss. Ein unglaubliches Spektrum an Aussagen wie: AFD Wähler, Querdenker, Verschwörungstheorie, etc., man könnte fast glauben, Sie hätten sich im Artikel vertan und posten im falschem Forum. Dem ist aber nicht so. Denn auch hier gilt: Charles Kent ist nicht Charles Kent. Wer so viele gravierende Betrugsfälle, welche übrigens von Vodafone erst garnicht abgestritten, sondern eher bestätigt werden, zusammenfassend mit der Aussage schmückt:
    Es ist doch eher ein gesellschaftliches Problem dem die menschliche Gier und Faulheit zugrunde liegt. Schnell neigen wir dazu, dem Glauben zu schenken der uns den günstigsten Preis nennt, ohne sich ausreichend informiert zu habe, „denn wir haben ja alle keine Zeit“ und stecken vermutlich im gleichen Hamsterrad wie die Sales-Mitarbeiter die so gerne für unsere eigenen Unzulänglichkeiten her halten dürfen.“, dann ist es höchst beschämend und erschreckend.
    Sachlich präzise ausformulierte Prozesse, bewiesene Systemlücken, tausende Betrugsopfer mit Namen und Daten in Excel Listen aufgeführt, fast 100 Shop Schließungen, Strafanzeigen, plötzlich freigestellte Vodafone Mitarbeiter, tausende Dokumente als PDF, hunderte Strafverfahren in ganz Deutschland verteilt, Geldwäsche, Schwarzmarkt Handel mit Kundengeräten, ….diese ganzen Erkenntnisse und Fakten bewegen Sie zur Aussage von „Eigenen Unzulänglichkeiten“ ? Eine 83 jährige Frau, die wegen einem defekten Festnetz-Telefon in einen Shop geht und anschließend mit 3 Datenkarten den Shop verlässt, ein 86 jähriger Mann bezahlt 7 Monate lang 8 Datenkarten, weil eine Karte aufgeladen hat und elektronisch für die Aufladung unterzeichnen musste…Mr. Charles Kent sagt dazu eigene Unzulänglichkeit??? Der echte Charles Kent dreht sich gerade im Grab um…….das noch als gesellschaftliches Problem runterzuspielen….Mir fehlen die Worte. Aber sehr clever, sehr clever, das auf diese Art zu instrumentalisieren.

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  21. Ralf Kreische

    Ich bin seit etwa 10 Jahren Kunde in einer (Franchise-) Filiale und immer zufrieden mit der Beratung. Die Kollegen dort könnten sich unsaubere Geschäfte überhaupt nicht leisten es wäre doch jederzeit nachprüfbar, wo das passiert ist. Da hab ich viel mehr schlechte Erfahrungen mit Callcenterangeboten. Denen konnte ich bisher jedesmal beweisen, daß sie grade Unsinn erzählen, um mir was anzusehen!

    Antwort
  22. Ralf Kreische

    Anzudrehen meinte ich.

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  23. Charles Kent

    @Inan
    Hallo Inan, danke für die offene Kritik. Dieser stelle ich mich gerne, damit wir die Dinge dort einordnen können wo sie auch hin gehören.
    Punkt 1, und das ist vorerst der wichtigste. In meinem Kommentar geht es in erster Linie sicherlich nicht darum Vodafone von der Verantwortung frei zu sprechen. Es ist in erster Linie eine Kritik an dem Artikel der offensichtlich nur sehr begrenzt recherchiert und nicht untermauert ist. Ich denke nicht, dass wir vergessen habe wie Hetzkampagnen und plakative Verallgemeinerungen sich in der Gesellschaft einprägen können und eine Wirklichkeit schaffen die der Wahrheit nicht entspricht. Dies ist keine Anlehnung an den Holocaust, um Empörung und einen weiteren Streitpunkt zu vermeiden.
    Punkt 2. Ich leugnen nicht, dass es Vertriebler gibt die mit Hinterlist und Täuschung Systemlücken ausnutzen und auf Kosten von Verbrauchern Betrug begehen, der mit Sicherheit nicht nur aus zivilrechtlicher Hinsicht fragwürdig ist, sondern auch einen Strafbestand erfüllt. Warum das nicht ausreichend verfolgt wird, wäre zum Beispiel ein Thema das einen umfassenden Artikel mehr als wert ist. Nur müsste das eben genau recherchiert und bestätigt werden, den die Ebenen und Instanzen die man dadurch angehen würde, sind nicht zimperlich darin Behauptungen im Keim zu ersticken und die Verfasser zu Konsequenz zu bitten (zu zwingen, wäre hier angebracht). Die besagten Schafe gibt es in allen Unternehmen und allen Branchen, nicht nur bei der Vodafone. Die besagte Oma und der ältere Herr wären auch in vielen anderen Bertrugsfällen zum Opfer gefallen. Und das sich in der Gesellschaft an den bedient wird, die eh nichts haben, ist durchaus ein gesellschaftliches Problem. Ich könnte unzählige Fallbeispiele nennen die es offensichtlich machen dass der Großteil des Vermarktungs und Vertriebsystems ein Sammelbecken für Hütchenspieler ist, deren Verkaufsförderung auf einem Prinzip basiert „die meisten merken es ja eh nicht“
    Punkt 3. Ich bitte lediglich darum, dass wegen solchen Einzelfällen und diese scheinen ja eine Regelmäßigkeit zu haben, nicht die zu Schaden kommen dürfen, die mit Betrügern über einen Kam geschehrt werden. Ich denke nicht, dass der erwähnte Mitarbeiter freigestellt wurde und auch noch für sein Verhalten belohnt wurde, sondern das die Freistellung arbeitsrechtliche Gründe hat. Ich denke nicht, dass der Ehemann der verstorbenen Frau von der Hotline abgewimmelt wurde, weil Mitarbeiter der Vodafone angehalten werden Betrug zu verschleiern und zu fördern, sondern dass es Datenrechtliche Gründe hatte. Auch wenn eine diplomatischere und lösungsorientiertere Vorgehensweise wünschenswert wäre. Ich stimme dieser Hinsicht der Verbraucherzentrale zu, dass in so einem Fall die Vodafone sich doch an die bereits 2018 verstorbene Kundin, die nach ihrem Tod noch ein Vertrag unterzeichnet hat, wenden sollte. Ich bitte zu bedenken, dass hier eine Stimmung geschaffen wird, die nichts anderes als Hass und Vorurteile schafft und so eben Kommentare wie die von Herrn Watzmann in den Hintergrund rücken, außer Acht gelassen werden und mit keinen Gegenkommentar begegnet werden. Es sei den es ist mir entfallen. Meinen Nachbarn Hakan, der übrigens in der IT für die Vodafone arbeitet, würde eine solche Äußerung sicherlich verletzen und beleidigen.
    Man muss nicht zu einem Shop um sich die 5G Option freischalten zu können. Diese lässt sich in der App mit einem Button freischalten und erfordert keine Unterschrift. Und dass Verkäufer gezwungen sind Unterschiede zwischen den einzelnen Vertragsoptionen bildlich auf einem Blatt Papier wie für einen Vorschüler darzustellen ist ebenfalls keine Masche, vielmehr liegt es daran, dass unsere Gesellschaft dabei ist sich das Lesen abzugewöhnen und nicht mehr in der Lage ist komplexe Zusammenhänge zu erfassen und zu erkennen. Das ebenfalls ein all bekanntes gesellschaftliches Problem ist. Und ich bin sicherlich nicht der erste der das damit in Zusammenhang bringt.
    In dem Artikel wird mit keinem Wort erwähnt ob es sich dabei um freie Mitarbeiter handelt oder die Betrugsfälle sich in franchise shops häufen, die übrigens nicht nur Vodafone Verträge vertreiben. Doch es wird ganz deutlich klar gestellt, dass bei Vodafone vom Kopf bis Fußvolk alles darauf ausgelegt ist ihre Kunden zu bescheissen. Dem ist sicherlich nicht so, und ich als Vodafone Kunde und Chaot von Herrn, kann es belegen. Genauso wie ich auch belegen kann, dass bei der T-com im Vertrieb schon lange nicht alles so rosig ist wie es scheint und Preistreiberei und Zwangs-Bindung an der Tagesordnung ist.
    PS. Und Charles Kent ist nicht Charles Kent und auch nicht Charles Kent. Und wer von den dreien die mir mindestens bekannt sind, sich im Grab umdrehen, soll doch bitte hier unberührt bleiben.
    Des Weiteren bitte ich doch vielleicht meine Zitate nicht mehr in Ihre Kommentare rein zu kopieren. Das macht den Verlauf unnötig lang und man versteht eh ohnehin was Sie ansprechen. LG,

    Antwort
  24. Inan

    @Ralf Kreische: Genau das ist der Punkt. Nicht alle Shops betrügen. Jeder Vorgang und jede Buchung ist sehr leicht prüfbar und nachvollziehbar. Solange eine Konzernführung daran aber nicht interessiert ist, sondern vielmehr den Betrügen noch Millionen Summen bezahlt, damit diese Fälle nicht auffliegen und ermittelt werden können, artet das Ganze aus. Es wird gerne von Grauzonen gesprochen, von Einzelfällen. Die bekanntesten und größten Betrüger werden aber beschützt. Ich wiederhole mich in der Sache: Vodafone und der Pakt mit dem Teufel, interne Bezeichnung zu dem LIVA GmbH Vertrag und Vodafone. Organisiertes und geduldetes kriminelles Handeln, mit Millionen Zahlungen an diese kriminelle Organisation, mit Unterschrift der Vodafone Geschäftsführung. Solange das nicht von einer Staatsanwaltschaft aufgerollt und ein Verfahren eingeleitet wird, ist mit Änderungen nicht zu rechnen. Die Täternetzwerke sind sehr wohl bekannt. Die erforderlichen Tools, also Systeme, werden von wem zur Verfügung gestellt? Wer ermöglicht den Betrug? Die Abzocke?

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  25. Inan

    @Charles Kent: Danke Charles Kent. Ich würde gerne mit einem Beispiel antworten, welches zu 100% bewiesen ist. Vielleicht entsteht aus dieser Bewertung eine neue Wahrnehmung und Einsicht.
    Ein Partner von Vodafone, zuletzt 16 Shops betrieben, wurde am 31.03.2021 per Aufhebungsvereinbarung mit einer Millionen Zahlung verabschiedet. Zu diesem Partner lagen im Mai 2020 bis 31.12.2021 hunderte Betrugsfälle vor. Die Listen aus den Reports liegen vor. Hunderte Betrugsfälle mit Schwerpunkt der Aktivierung von DATA GO L-M Karten, ohne Wissen und Erlaubnis der betroffenen Opfer. Die Vodafone Unternehmenssicherheit wurde bestens informiert. Ehemalige Mitarbeiter dieser Gesellschaft wurden zum Campus nach Düsseldorf gebracht und haben Aussagen zu den Abläufen vorgetragen. Es wurden zahlreiche Beispiele übergeben. Sämtliche Transaktionen wurden überprüft und der finanzielle Schaden für die Vodafone wurde in den Auswertungen im August 2020 auf über 4 Millionen Euro geschätzt. Hunderte Beispiele von Systemmissbräuchen wurden aus dem KIAS und KBA System gefiltert. Es gibt Gesprächsnachweise hierzu. Die Liste ist der Art lang, was alles zu diesem EX-Partner vorliegt, das es im Grunde mehr ist, als nur ein Skandal.
    Denn Herr Dr. Ametsreiter (Vorstandsvorsitzender), Herr Toni Wolf (stell.Aufsichtsratsvorsitzender, Gesamtbetriebsratsvorsitzender), Frau Stefanie Reichel (Director Legal, Compliance & Corporate Security), haben trotz aller vorliegenden Informationen und Erkenntnisse, diesem EX-Partner sämtliche Zahlungen freigegeben und keine Strafanzeige erstattet. Keine Meldung an die zuständigen Behörden. Das ganze wurde mit einer vertraglichen Mogelpackung ausgeschmückt, so das keiner was an dem Ergebnis aussetzen kann. Das gesamte EXCO Vodafone GmbH hat zu dieser Vereinbarung geschwiegen.
    Intern wird es als „Pakt mit dem Teufel“ bezeichnet. Mitarbeiter aus der Unternehmenssicherheit haben dagegen intern protestiert und Ihren Unmut über diese Vorgehensweise geäußert. Hierzu gibt es ebenfalls zahlreiche Nachweise. Keiner durfte zu diesem „Mafia Deal“ etwas sagen. Die damaligen kriminellen Mitarbeiter des EX-Partners arbeiten selbstverständlich weiter im Vodafone System. Einer von Ihnen wurde sogar zum „Business-Sales-Coach“ und bildet zukünftige Mitarbeiter aus. Einer hat einen Shop übernommen. Andere sind wieder als „Verkäufer“ im Einsatz.
    Das geht noch viel weiter. Gerade aus diesem Grunde schweigt die Vodafone Geschäftsführung, weil nichts schlimmer wäre, wenn dieser Fall erneut aufgerollt und die beteiligten Personen zu Aussagen aufgefordert werden würden. An dieser einen Abwicklung haben die verantwortlichen so viel Angst, das Sie lieber Schweigen. Jeder beteiligter an dieser „Asozialen Aktion“ wird verabschiedet, freigestellt und mit entsprechenden „NDA’S“ zum Schweigen gebracht. Natürlich wird der Abschied mit enormen finanziellen Mitteln gesichert. Der freigestellte Mitarbeiter Herr Fischmann, Herr Kempkes haben diesen EX-Partner jahrelang betreut und begleitet. Beide kennen die Straftaten sehr gut. Beide mussten nach Anweisung die ganze Zeit zu den Vorfällen schweigen. Der plötzliche Abgang vom ehemaligem VL Herrn Paul war kein Zufall. Der EX-Partner hat für die Übergabe von Beweismitteln, welche sich nachher als gefälscht herausgestellt haben, einen vollständigen Freischein von Frau Reichel erhalten, weil mit diesen angeblichen Beweisen Herr Paul fristlos gekündigt wurde. Hinterher, nach einkehrender Einsicht vom EXCO, gab es eine plötzliche Wende in dem Gerichtsverfahren Paul/Vodafone. Herr Paul hat eine ordentliche Zahlung erhalten und die fristlose Kündigung wurde in eine Aufhebung umgewandelt. Dieser EX-Partner durfte alles und wirklich alles. Ich verfüge über diese Listen. Namen und Daten der betroffenen Opfer sind bekannt. Ich habe sogar zu den Fällen Erklärungen an Eides statt unterzeichnet.
    Lieber Charles Kent, jetzt hast Du einen Bruchteil an Informationen zu diesen tiefsten Abgründen erhalten. Das sind keine Fälle von Betreibern oder Personen die alle Netze vermarkten. Ich spreche von einem Aufsichtsrat, einem Vorstand, einer Unternehmenssicherheit. Personen, Manager, die im Zentrum, im Rückenmark unserer digitalen Gesellschaft Verantwortung zeigen müssten und dafür Millionen Zahlungen erhalten. Was diese Personen in solchen Führungspositionen dazu bewegt, einen „Pakt mit dem Teufel“ einzugehen und kriminelle Netzwerke sogar finanziell zu unterstützen, …das wäre zu beantworten und zu klären. Der Fisch stinkt nicht nur vom Kopf. Er steuert auch vom Kopf und ermöglicht den Betrug an hilflosen Menschen. So kompliziert ist das alles nicht. Es ist alles digital signiert, digital einsehbar, digital transparent. Lügen bringt nichts. Die Spur des Geldes kann nicht gelöscht werden.
    Wirecard lässt grüßen, liebe Mitleset der Vodafone GmbH.
    Allen ein gesundes und glückliches 2022. Kommt gut rein.

    Antwort
  26. EinUser

    Ist jetzt keine große Überraschung, wer schon mit Vodafone gearbeitet hat, weiß was das für ein krimineller Laden ist. Das Vieh stinkt immer vom Kopf her…

    Antwort
  27. Sunforgia

    Habe keine Probleme mit Vodafone, wer in einen Shop geht ist selbst dran Schuld weil es meist Nebenhändler sind,einfach 1212 anrufen und dann beraten lassen weil da werden auch neue Verträge und Konditionen aufgenommen sodass der Verkäufer sich nicht er ausreden kann 👍 Vodafone best weiter so bin mit unbegrenztem Datenvolumen sehr zufrieden haha

    Antwort
  28. _f_l_o_a_r_t_

    Alter Hut, solche Tricks haben wir 2014 und 2016 bereits im Callcenter ausbügeln dürfen … Dafür keine provi aber der kunde war glücklich …

    Antwort
  29. Malin

    Und wenn ich eine sim Karte geschickt bekomme, die ich nicht bestellt habe, wundere ich mich dann nicht?!

    Antwort
    • Blasius Kawalkowski inside digital Team

      Die SIM-Karte wird nie verschickt.

      Antwort
  30. Nowark

    So und jetzt schauen wir nochmal in den O2-Shops und uuups, da passiert ja ähnliches. Und dann sind die betreffenden O2-Shops oft auch noch in der Hand der selben Verantwortlichen, wie betroffene Vodafone-Shops. Es ergibt wenig Sinn, hier nur auf Vodafone einzuschlagen. Das ganze ist ein viel größeres Problem.

    Antwort

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