Netflix lässt Bombe platzen: Gleich zwei schallende Ohrfeigen für Nutzer

3 Minuten
Netflix hat mit Problemen zu kämpfen. Und das gewaltig. Nutzer verlassen den Streaming-Dienst in Scharen. Als Gegenreaktion und um Aktionäre bei Laune zu halten, reagiert Netflix mit zwei Ohrfeigen für Nutzer.
Netflix lässt Bombe platzen: Gleich zwei schallende Ohrfeigen für Nutzer
Netflix lässt Bombe platzen: Gleich zwei schallende Ohrfeigen für NutzerBildquelle: Blasius Kawalkowski / inside digital

Netflix hat in der Nacht zu Mittwoch seine desolaten Quartalsergebnisse vorgelegt. Die waren so schlecht, dass der Streaming-Dienst direkt im Anschluss ein Viertel seines Werts verloren hat. Rund 2,5 Millionen neue Nutzer wollte man in den ersten drei Monaten des Jahres 2022 für sich gewinnen. Stattdessen verlor Netflix 200.000 Abonnenten. Als Grund für die enttäuschenden Abo-Zahlen führt das Unternehmen den Rückzug aus dem Russland-Geschäft an, wo es über 700.000 Kunden verlor. Hinzu kommt: Mehr als eine halbe Million US-Nutzer kehrten Netflix den Rücken. Der Grund: die gestiegenen Preise. Wohl auch um Anleger zu beruhigen, reagiert das Unternehmen mit Gegenmaßnahmen. Und diese bekommen Nutzer bald zu spüren.

Netflix: die erste Hiobsbotschaft

Als einen Grund für die Probleme und rückläufigen Nutzerzahlen nennt Netflix das Teilen von Konten. Viele Nutzer kennen es: Einem Freund oder Verwandten die Zugangsdaten per WhatsApp geschickt und schon kann der andere auch die neue Serie streamen. Zwar steht in den Bedingungen: „Der Netflix-Dienst und sämtliche Inhalte, auf die über den Dienst zugegriffen werden, sind ausschließlich für Ihre persönliche und nicht kommerzielle Nutzung bestimmt und dürfen nicht mit Personen, die nicht im gleichen Haushalt leben, geteilt werden.“ Doch dass das illusorisch ist, weiß Netflix auch. Allerdings will man nun dagegen vorgehen.

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Im Rahmen der Bekanntgabe seiner miserablen Quartalszahlen sagte der Netflix-Boss Reed Hastings, man wolle das Teilen von Accounts unterbinden. Momentan testet der Streaming-Dienst in vereinzelten Ländern das Teilen des eigenen Accounts gegen einen Aufpreis. Netflix wolle aber auch prüfen, wie man das Teilen von Passwörtern einschränken kann. Die Lösung wolle man irgendwann im nächsten Jahr weltweit einführen.

Die zweite Ohrfeige sitzt

Sollte das Teilen des Netflix-Accounts mit zusätzlichen Kosten verbunden sein, dürfte so mancher Abonnent darauf verzichten und seine Zugangsdaten nicht mehr weitergeben. Auf etwas anderes möchte der Streaming-Dienst in Zukunft aber nicht verzichten: Werbung. Seit einiger Zeit wabert das Reklame-Gespenst durch die Gerüchteküche und nun soll es so weit sein. „Werbung ist eine aufregende Möglichkeit für uns“, sagt Hastings, nachdem er jahrelang dagegen gekämpft hat. Der Plan: eine werbefinanzierte, dafür aber günstigere Netflix-Version. Wer sich also künftig mit Werbung berieseln lässt, kann den einen oder anderen Euro sparen. Auf ein ähnliches Modell setzt auch diese kostenlose Netflix-Alternative. In ein bis zwei Jahren soll es so weit sein.

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11 KOMMENTARE

  1. jörghorst

    Wird eben gekündigt.

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  2. Thorste

    Das wäre jetzt nur nicht in Ordnung, wenn Netflix es für alle jetzt teurer macht die keine Werbung haben wollen und die, die Werbung dazu nehmen die selben Preise behalten dürfen. Disney+ macht denen zu schaffen, darf man ruhig sagen. Viele gute Serien sind jetzt weg.

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  3. Bloodwhistler

    Netter Versuch, aber die Verluste (vor allem in den USA) sind darauf rückzuführen dass ein großer Teil der Nutzer sich diesen „woke“-culture Müll nicht mehr geben wollen. Also sind die Rückgänge völlig verständlich. Man sollte vielleicht mehr auf qualitativ hochwertige Produktionen setzen, anstatt huaufenweise Kiddie-Serien zu pushen, die anscheinend primär eine politische Funktion und nicht eine unterhaltsame haben.

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  4. Karin

    Ich werde auch kündigen denn die frage,die noch nieman gestellt hat,wie sieht das aus Netflix zu gucken wenn ich auf Montage bin im Hotel oder im Urlaub. Kann ich dann kein Netflix gucken obwohl ich Abonnent bin ??????

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  5. Karin

    Ich werde auch kündigen denn die frage,die noch niemand gestellt hat,wie sieht das aus Netflix zu gucken wenn ich auf Montage bin im Hotel oder im Urlaub. Kann ich dann kein Netflix gucken obwohl ich Abonnent bin ??????

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  6. Anonym

    Netflix kann sich es auch erlauben so zu handeln, wäre ich der Entwickler würde ich noch mehr für für den streaming Dienst verlangen

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  7. Manuel

    Sobald Netflix Werbung schaltet kündige ich mein Abo einfach, so einen schrott gebe ich mir nicht 🤣

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  8. Tom

    Elon Musk hat Netflix’s Probleme auf den Punkt gebracht.
    Er schrieb nur wenige Stunden nach der Bekanntgabe auf Twitter: „The woke mind virus is making Netflix unwatchable.“
    Und er hat komplett Recht.

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  9. Premiumbernd

    Wo sind nun die schallenden Ohrfeigen? Was ist das denn für ein Titel?
    Netflix geht gegen illegale Weitergabe des Zugangs vor. Das heißt, Netflix ist böse, weil die gegen Lauschepper und Betrüger vorgehen? Und Werbung nur auf freiwilliger Basis und dabei sparen? Böse, ganz böse. Dann bin ich böse, weil ich meine Wohnung abschließe und inside-digital ist böse, weil die Werbung zeigen. Und der ÖRR ist so richtig übel, weil die Zwangsgebühren nehmen UND Werbung zeigen.

    Leute, wenn ihr nichts Redaktionelles habt, dann macht doch ’ne Woche Urlaub. Man muss ja keine neuen Artikel veröffentlichen.

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  10. Dani

    Wozu bezahle ich dann mehr, für einen family Account, wo mehrere gleichzeitig gucken können?
    Nicht jede familie lebt zusammen in winem haushalt.
    Wenn das wirklich so ist, hat netflux noch einen abbonenten weniger.

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  11. Müller

    Wenn Werbung dazu kommt bin ich weg ohne wenn und aber Amazon prime ist schon gekündigt

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