Game Over: Telekom stellt Dienst ein

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Die Deutsche Telekom wollte in einem Markt Erfolg haben, in dem man nicht besonders viel Erfahrung hatte. Und nun kam es, wie es kommen musste: Das Unternehmen ist gescheitert und gibt auf. Am 25. Februar 2022 heißt es: Game Over.
Game Over: Telekom stellt Dienst ein
Game Over: Telekom stellt Dienst einBildquelle: r.classen / Shutterstock

Ob StreamOn oder MagentaTV: Die Telekom hat viele erfolgreiche Projekte und Dienste. Doch nicht alles läuft immer so, wie es sich ein Konzern ausmalt. Mitte 2020 wollte die Telekom einen ganz bestimmten Markt infiltrieren. Doch nun, nur anderthalb Jahre später, ist der Versuch gescheitert.

„Im Cloud Gaming liegt die Zukunft“, waren sich Telekom und ihre Technologie- und Innovations-Chefin Claudia Nemat sicher, als sie im August 2020 MagentaGaming vorgestellt haben. Zu diesem Zeitpunkt war der Dienst bereits ein Jahr alt. Auf der Gamescom 2019 startete die Telekom eine Beta-Phase. Die war wohl so erfolgreich, dass man fortan rund 7 Euro im Monat von Nutzern dafür verlangte. Im Gegenzug bekamen Gamer zum Start gleich 100 Spiele, die sie unabhängig von Hardware und Plattform spielen konnten. Die Rechenleistung kam dabei nicht vom eigenen PC oder der Konsole, sondern aus der Cloud.

Telekom scheitert an zu viel Konkurrenz

Die Zukunft mag zwar immer noch im Cloud Gaming liegen, was andere Unternehmen wie Sony, Google und Microsoft mit PlayStation Now, Stadia und xCloud zeigen. Für die Telekom heißt es aber am 25. Februar 2022: Game Over. Der Cloud-Gaming-Dienst MagentaGaming wird eingestellt. Gegenüber mehreren Medien gibt die Telekom bekannt: „Magenta Gaming wurde leider nicht wie erhofft angenommen, sodass wir uns dazu entschieden haben, den Dienst einzustellen.“

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Die Dienste von Sony, Microsoft oder Amazon nehmen Spieler hierzulande aber sehr wohl an, wie eine aktuelle Umfrage zeigt. Am Beliebtesten zeigt sich momentan PlayStation Plus/Now. Fast die Hälfte aller befragten Spiel-Abo-Nutzer in Deutschland hat Sonys Dienst 2021 genutzt. Weltweit haben dem japanischen Unternehmen zufolge 43 Millionen Gamer ein Plus- oder Now-Abo. Microsoft und Amazon belegen mit ihren Gaming-Diensten Platz zwei und drei. Während Google mit Stadia immerhin noch auf Platz 6 landet, fehlt von der Telekom und MagentaGaming jede Spur. Kein Wunder also, dass der Bonner Konzern das Projekt aufgibt.

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