Finanzminister macht 9-Euro-Ticket zunichte: Keine Zukunft für das Billigticket

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Das 9-Euro-Ticket soll fortgesetzt werden. Wie, steht noch in den Sternen und wird derzeit noch von verschiedenen Seiten diskutiert. Wenn die Pläne nicht noch vom Bund gekippt werden. Denn der Finanzminister sieht keine Zukunft für das Billigticket.
Das 9-Euro-Ticket
Das 9-Euro-TicketBildquelle: Thorsten Neuhetzki / inside digital

Drei Monate 9 Euro-Ticket. Wie geht es danach weiter – geht es danach überhaupt weiter? Die Diskussion ist in vollem Gange, verschiedene Vorschläge liegen auf dem Tisch. Jüngst forderte der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) eine Verlängerung des Tickets. Doch diese fegt der Bundesfinanzminister nun vom Tisch.

9 Euro-Ticket: Eine einmalige Sache?

Für Bundesfinanzminister Christian Linder (FDP) ist die Antwort eindeutig: ja. Wie Linder in einem Interview mit der WAZ äußert, sei eine Fortführung des 9-Euro-Tickets nicht geplant, ebenso wenig wie eine Verlängerung des Tankrabatts. Beide Angebote seien eine befristete Maßnahme gewesen, sodass man sowohl eine Verlängerung als auch ein Folgeangebot ab 2023 ausschließt.

Laut Lindner ist dies in zweierlei Sachen begründet: Man müsse ab kommendem Jahr nicht nur die Schuldenbremse einhalten. Auch das generelle Konzept des 9-Euro-Tickets überzeuge ihn nicht. „Hier finanzieren Steuerzahlerinnen und Steuerzahler ein nicht kostendeckendes Angebot im öffentlichen Personennahverkehr. Es zahlen damit auch diejenigen, die das Angebot selbst im ländlichen Raum gar nicht nutzen können. Ein nicht die Kosten deckendes Angebot führt auch dazu, dass es übermäßig in Anspruch genommen wird“, sagt Lindner der Funke-Mediengruppe.

Lindner als Alleinkämpfer: Das sind die bisherigen Forderungen

Damit steht er in Opposition zu seinem Parteigenossen und Verkehrsminister Volker Wissing (FDP), der sich für eine Folgeregelung sowie Reform des Nahverkehrs aussprach. Man brauche ein Modell, dass zum Haushalt passt, zitiert Spiegel Online Wissing. Aus der CDU heißt es indes, dass man eine Fortführung des Angebots für nicht gut halte und stattdessen für den Ausbau des Nahverkehrs plädiere.

Erst kürzlich forderte der VDV eine Verlängerung des günstigen Nahverkehrstickets. Wie Oliver Wolff, Hauptgeschäftsführer des VDV, gegenüber der Süddeutschen Zeitung verlautbarte, halte man es für sinnvoll, das Ticket bis Oktober anzubieten. So hätten Verkehrsunternehmen und Politik mehr Zeit, über ein Folgeangebot nachzudenken und würden Bürger zeitgleich nicht in ein finanzielles Loch stoßen – auch im Hinblick auf hohe Energiekosten.

Zur Diskussion stehen weiterhin das sogenannte Klimaticket, das für 69 Euro im Monat angeboten werden soll. CSU-Chef und bayerischer Ministerpräsident Markus Söder warf indes das 365 Tage-Ticket in den Raum. Diese Lösung soll ein Jahr lang gelten und unterm Strich ermöglichen, für einen Euro am Tag Busse und Bahnen in ganz Deutschland zu nutzen.

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7 KOMMENTARE

  1. Frei

    Mit 9 € Ticket wurden die Ärmeren von der Nutzung von eigenen Kraftfahrzeugen 3 Monate lang entwöhnt.
    Und nach 9 € Ticket werden viele Ärmere sich nicht leisten können, eigenes Kraftfahrzeug zu nutzen.
    Durch diesen schleichend erzwungenen Wandel und Teuerungen auch von Energie, gab es weniger Proteste / Randale / Unruhen, und weniger Staats- Verdrossenheit.
    Und das alles weil deutsche Politiker die Interessen des deutschen Volkes VERRATEN,
    zu Gunsten von USA- NATO- Osterweiterungs- Stellvertreter- Krieg.
    Und zu Gunsten von USA – Waffen- Industrie.
    Den die verschenkten Waffen, werden in den Deutschen / EU Arsenalen nachgefüllt werden, und dafür müsst IHR Jahrzehnte malochen und Steuer anschafen!

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    • Frei

      PS: Auch die deutschen Verluste durch pro USA- Sanktionen, kosten Deutschland hunderte Milliarden… Und diese Milliarden müssen bei EUCH eingespart werden!

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  2. Freier

    @Frei: Was sind denn die Interessen des deutschen Volkes? Putins Schutzschirm um das deutsche Volk vor den Amis zu schützen?

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  3. Fritzchen

    Der Wirtschaftsminister ist nicht der Finanzminister.

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    • Simone Warnke inside digital Team

      Das stimmt selbstverständlich, da haben wir gepennt. Ich hab es korrigiert.
      Danke für das wache Auge!

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  4. Gilson Topfstedt

    Leider, macht dieser unverschämt schwächer Kanzler alles was seine Herren im Übersee wollen, die unermüdlich den Wohlstand Europas sabotieren. Mindestens seit die Zerstörung von Linien und die resultierende Migration der Afrikaner Richtung Italien/Deutschland. Eine Zusammenarbeit mit Russland war immer der beste Weg. Und der Krieg wurde nicht passieren wenn man das so gewollt hätte. Aber neeein…die Demokraten in den USA wollten unbedingt diesen Krieg…und die dumme Deutsche Politiker beugen sich hin.

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  5. Gilson Topfstedt

    Ich meinte…Lybien

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