eBay Kleinanzeigen: Neue Funktion gegen Betrüger

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Wer bei eBay Kleinanzeigen kauft und verkauft ist einem ständigen Risiko ausgesetzt. Immer wieder gibt es neue Abzock-Methoden wie den PayPal-Betrug. Mit einer neuen Funktion will eBay, das erste Mal, seit dem es die App gibt, dagegen vorgehen. Allerdings gibt es auch eine Kehrseite der Medaille.
eBay Kleinanzeigen: Neue Funktion gegen Betrüger
eBay Kleinanzeigen: Neue Funktion gegen BetrügerBildquelle: Blasius Kawalkowski

eBay Kleinanzeigen gehört zu den beliebtesten Apps in Deutschland. In den Top-Charts im Play Store liegt sie aktuell vor Apps wie Instagram, Amazon oder Spotify. Doch da wo es viele Nutzer gibt, die mit Waren handeln, gibt es auch Betrüger. Für Verbrecher ist eBay Kleinanzeigen eine wahre Goldgrube. Ein einfacher Trick funktioniert so: „Der Hochstapler bietet ein Produkt zum Kauf an und teilt dir mit, das Geld via PayPal an „Freunde und Familie“ zu überweisen. Der simple Grund: Der Geldtransfer ist so kostenfrei für den Verkäufer. Überweist du die geforderte Summe, ist dein Geld dann aber unwiederbringlich weg und die Ware wirst du nie erhalten. Wie das möglich ist und was du tun kannst, zeigen wir dir in unserem Ratgeber.

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Genau gegen solche Betrüger und Abzockmaschen will eBay nun vorgehen. Wie? Der Onlinemarktplatz gab nun bekannt, dass man eine Bezahlfunktion einführen werde. „Einfach und sicher per App bezahlen. Und dein Kauf ist geschützt“, heißt es dazu bei eBay Kleinanzeigen.

eBay Kleinanzeigen: So funktioniert die neue Bezahlmethode

Die neue Funktion gibt es aktuell nur in ausgewählten Kategorien. Dazu gehören etwa „Handy & Telefon“ und „PCs und Notebooks“. Das Unternehmen will den Service in Zukunft in immer mehr Kategorien freischalten. Zudem sind derzeit nur Artikel bis 1.000 Euro mit der neuen Bezahlmethode abgesichert. Ob du einen Artikel mit der neuen Bezahlmethode bezahlen kannst, siehst du am „Sicher bezahlen“-Button in deinem Nachrichtenverlauf mit dem Verkäufer.

Sicher bezahlen bei eBay Kleinanzeigen
Sicher bezahlen bei eBay Kleinanzeigen

Die neue Bezahlfunktion wird von der niederländischen Online Payment Platform (OPP) bereitgestellt. Sie friert das von dir bezahlte Geld ein und zahlt es an den Verkäufer erst aus, wenn du mit deiner Bestellung zufrieden bist. Momentan kannst du Käufe bei eBay Kleinanzeigen mit Kreditkarte und per Banküberweisung bezahlen. PayPal ist aktuell noch nicht mit an Bord. „Weitere Zahlungsoptionen kommen im Laufe der Zeit dazu“, verspricht der Onlinemarktplatz aber.

In diesen Fällen bekommst du dein Geld zurück

Falls deine Bestellung nicht ankommt oder erheblich von der Angebotsbeschreibung abweicht, zahlt dir OPP den Kaufpreis zurück. Auch wenn der Artikel gefälscht sein sollte, ein vollkommen anderer ist als gekauft oder gar vollständig fehlt, kannst du dein Geld zurückverlangen. Beanstandest du hingegen binnen 14 Tagen den Artikel nicht und bestätigst eine einwandfreie Ware in der App, wird dein Geld automatisch an den Verkäufer ausgezahlt.

Käufe sind nicht mehr kostenlos

Wer auf Nummer Sicher gehen will, muss dafür bezahlen. eBay Kleinanzeigen schreibt dazu auf der eigenen Seite: „Für diese Absicherung fällt eine geringe Gebühr an, basierend auf dem Kaufpreis.“ Wie hoch diese aber im Detail ist, verrät man nicht. Für den Verkäufer hingegen ist die Nutzung dieser Funktion kostenlos.

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2 KOMMENTARE

  1. Und wo ist da die Absicherung für den Verkäufer?

    Ich kaufe also einfach ein Handy. Bezahle es per OPP. Dann behaupte ich es war nur eine Kartoffel drin. Und bekomme mein Geld einfach zurück.

    Sinnlos!!!

  2. Hallo.
    Etwas überzogen geschrieben.
    Nicht bei jedem Kauf ist das Geld und die Ware weg, nur bei Kriminellen.
    Das klingt so, als jeder der die PayPal Funktion anbietet ein Schwerverbrecher ist.
    Man sollte darauf aufmerksam machen ja, aber auch Tips schreiben. Es gibt genug ehrliche Leute.
    Artikelbeschreibung, Art und Zahl der Angebote, Angabe von Telefonnummern und Adressen, wo man Herkunft besser einschätzen kann. Wie lange ist ein Anbieter online, Fake Accounts sind sicher nicht mehrere Jahre da.
    Abholmöglichkeit und alternative andere Zahlungen, z.B. an eine deutsche Bank wo eine Betrugsanzeige noch funktionieren kann…

    Ich verstehe es bis heute nicht, das man nicht verifiziert wird als Verkäufer, PayPal mit vollem Umfang intergriert wird, Bewertungender Verkäufer..

    Im Profil „Verifiziert“ oder seit „x“ Jahren dabei …. so in der Art.
    Und Bewertungen würden auch helfen.

    MfG

    Karsten Beckers

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