Deutschland und die EC-Karte – warum es ohne Girocard (leider) nicht geht

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Ein Bankkonto ohne Girocard? „Möglich, aber sinnlos“, findet unser Redakteur. Immer wieder zeigt sich, dass es ohne die Karte, die die meisten als EC-Karte kennen, nicht geht. Leider – und oftmals vollkommen ohne Anlass.
Ein Schild an einer Kasse:
Bezahlen in Deutschland - immer noch schwierigBildquelle: Thorsten Neuhetzki

Vor einigen Tagen in einem großen Berliner Biergarten: Die Außengastronomie darf wieder öffnen, die Sonne lacht vom Himmel und man kann sich endlich wieder mit Freunden treffen. Vieles hat sich in den vergangenen Monaten durch die Pandemie geändert. Eines scheint aber geblieben: die Liebe mancher Geschäftsleute (und Kunden) zu Bargeld und EC-Karte.

So auch im Biergarten: „Nur Bargeld oder EC-Karte ab 10 Euro“ steht an einem kleinen Schild an der Kasse. Gut, dass ich Bargeld am Automaten geholt hab, bevor es in den Biergarten ging. Denn im Alltag zahle ich fast nur noch mit meinem Android-Handy und somit über Kreditkarte. Oftmals habe ich nur mein Handy bei mir. Kein Bargeld, keine Karte. Viele Geschäfte, sogar Bäckereien, haben in Folge der Corona-Pandemie und der kontaktlosen Bezahlung die Möglichkeit zur Kartenzahlung erstmals eingeführt.

Girocard kostet meistens weniger Provision

Wer sich als kleines Geschäft heute für ein Kartenterminal entscheidet, landet schnell bei iZettle oder SumUp. So auch der Biergarten. Ein SumUp-Terminal liegt neben der Kasse. Warum dieses nur „EC-Karten“ und das auch erst ab 10 Euro nehmen soll – es erschließt sich mir nicht. Schließlich kostet eine Zahlung mit einer Debitkarte laut SumUp immer 0,9 Prozent vom Umsatz. Kreditkarten sind mit 1,9 Prozent teurer. Aber auch das Bargeld des Gastronomen nimmt eine Bank in der Regel nicht kostenlos an, sondern berechnet Gebühren.

Der Biergarten ist kein Einzelfall. Viele vor allem kleinere Geschäfte oder Restaurants akzeptieren nur die Girocard. In den meisten Verträgen mit den Bezahlterminal-Anbietern kostet diese Art der Bezahlung eben weniger Provision. Doch dabei verkennen sie, das viele Kunden inzwischen mit dem Handy bezahlen wollen. Das geht mit einer Girocard nur bei bestimmten Kombinationen von richtigem Handy mit der passenden Bank. So etwa bei der Sparkasse mit dem Apple iPhone.

Nun ist eine Sparkasse nicht der Inbegriff einer attraktiven Bank für jüngere Leute. Internet- oder gar Smartphone-Banken sind es, die heute ihre Konten binnen weniger Minuten bereitstellen. Die notwendigen Karten kommen einige Tage später per Post und fertig. Ist bei diesen Karten dann aber keine Girocard mehr dabei, kommt das böse Erwachen spätestens an der Biergarten-Kasse. So gibt beispielsweise die N26 keine Girocard mehr aus und auch die DKB überlegt, die Karte abzuschaffen oder nur noch auf besonderen Wunsch herauszugeben.

Der Kunde sollte entscheiden, wie er zahlen will

Denn ob sich die Kassiererin im Biergarten darauf eingelassen hätte, dass ich mit Visa Debit zahle statt mit der Girocard, darf bezweifelt werden. Im Weggehen höre ich zumindest Diskussionen mit dem nächsten Kunden, der mit dem iPhone zahlen will. Für die meisten Deutschen und Kassierer ist die EC-Karte eben eine EC-Karte und keine Debitkarte von Visa oder ein Smartphone. Zumal bei anderen Geschäften das Kartenterminal im Zweifel jegliche Kartenform jenseits der Girocard ablehnen wird.

Klar ist: Die Schuld für solche eingeschränkten Zahlungsmethoden ist nicht ausschließlich bei den Gastronomen zu suchen. Die Banken müssen dafür sorgen, dass es keine Preisunterschiede mehr zwischen den Karten gibt. Gleichzeitig ist die Abschaffung der Girocard aber auch dahin gehend kritisch zu sehen, als dass dann alle Kartenzahlungen über Mastercard und Visa laufen und somit über US-Unternehmen und deren Computersysteme.

Letztlich entscheidet aber der Kunde, wie er zahlen möchte. Und darum bleiben am Ende nur zwei Appelle: Liebe Gewerbetreibende: Lasst den Quatsch mit der EC-Karten-Gängelung und dem Mindestumsatz bei einer Zahlung. Und liebe Banken: Lasst den Kunden die Girocard.

Deine Technik. Deine Meinung.

29 KOMMENTARE

  1. Die Händler sollten Kreditkarten annehmen, aber dafür einen Gebührenzuschlag aufschlagen. Warum sollen die eh schon gebeutelten kleinen Händler und Gastronomen den Zuschlag übernehmen? 1-2% drauf, fertig. Aber soweit ich mich erinnere sind in Deutschland solche nach Zahlungsmittel abhängige Aufschläge gesetzlich verboten; wobei die Deutsche Bahn (früher?) auch einen Kreditkarten-Zuschlag erhob. Ich bin übrigens großer Fan der Girokarte, denn mit der Kreditkarte, die nunmal ausschließlich von US-Firmen ausgegeben wird, teilt man seine kompletten Zahlungsverkehr mit den US-Behörden. Ist das toll? Will man das? Datenschutz drauf gepfiffen, oder? Leider die Einstellung von von vielen Mitbürgern.
    Nutzt die Girocard oder zahlt einfach bar – so schwer ist das auch nicht. Und auch wenn die Sparkasse in dem Artikel als uncool dargestellt wird: auch dort gibt’s ein kostenloses Online- bzw. Smartphone-Konto: 1822direkt.de, gehört zur Spk Frankfurt.

    Und diejenigen, die ihr Geld bei N26 oder einem sonstigen Start-up anvertrauen waren bestimmt auch Wirecard-Fanboys; viel Spaß mit dem Betrugsladen.

  2. Was für ein mies recherchiertet Artikel ist das denn bitte. Wenn der Biergarten mit sumup arbeitet, akzeptiert er schon Mal überhaupt keine Girocard. Auf sumup findet sich nirgendwo auch nur das Wort Girocard. Die akzeptieren angeblich EC Karten (mit altem Electronic Cash Logo) nur gibt’s davon ja keine mehr. Die Girocard ist damit definitiv nicht gemeint. Dass eine Girocard da überhaupt funktioniert liegt dann eher am Maestro oder vpay co badge. Also kann man in diesem Biergarten mit allem bezahlen außer Girocard. Das ist natürlich das perfekte Argument, dass man auf eine Girocard angewiesen ist.

    Ich sehe es aber persönlich nicht ein, dass ich mich nach den Händlern richten soll. Wer nur Girocard akzeptiert braucht mich als Kunden wohl nicht und da verzichte ich dann auch sehr gerne drauf. Immerhin ist es hier ausgeschildert. Habe schon mehrfach das Essen zum mitnehmen dann da gelassen, weil auf Mindestumsatz bestanden wurde, der vorher nicht ausgeschildert war. Wenn die dann das Essen lieber entsorgen bitte. Nicht mein Problem.

    Läden die wirklich nur Girocard akzeptieren sind mir wenige bekannt und die sind leicht ersetzbar. Einzige Ausnahme sind die Berliner Bürgerämter, die größtenteils wirklich nur Girocard akzeptieren (auch kein Bargeld). Ich habe seit 3 Jahren keine Girocard (direkt weggeworfen) mehr und merke eigentlich kaum Einschränkungen.

  3. Ich finde EC Karte und Bargeld ist vollkommen genug was soll der Blödsinn mit diesem doofen Kreditkarten. Ich bin jetzt 56 Jahre alt und habe in meinem Leben noch nie eine Kreditkarte gebraucht und werde sie auch in Zukunft hoffentlich nicht brauchen.

  4. Sorry, aber der Artikel ist einfach nur schlecht.
    Wer fordert, dass die Banken einheitliche Gebühren für „EC“ und Mastercard/VISA fordert, vergisst beispielsweise:

    Gebühren vom Anbieter des Terminals.
    Weitere Gebühren von MC/VISA, DIE BEI „EC“ nicht anfallen.

    M.W.n. gibt es mittlerweile ein Urteil, dass die Gebühren für unterschiedliche Zahlungsmittel dem Käufer auferlegt werden dürfen. Zumindedt, wenn mind. eine gewöhnliche Zahlungsweise ohne Gebühren ist. Ich wäre also dafür, dass die Kosten umgelegt werden, auch wenn ich viel mit „EC“ zahle. Den Aufschrei möchte ich aber erleben, wenn die Händler dies wirklich. flächendeckend durchsetzen würden.

    Es besteht aber auch immer noch Vertragsfreiheit, der Händler kann entscheiden, was er annimmt. Wer das nicht im Vorfeld checkt ist schuld, nicht der Händler.

  5. Bargeld und girocard reichen vollkommen ich bin jetzt 56 Jahre alt und habe in meinem Leben noch nie eine kreditkarte gebraucht und werde sie hoffentlich auch nicht in Zukunft brauchen.

  6. @Paul

    Nicht zu vergessen daß der Händler nicht nur zusätzliche Kosten hat, durch die Gebühren der Kreditkartenfirmen, nein, er muss auch noch auf sein Geld warten.

    Kreditkartenunternehmen zahlen nur ein mal die Woche die Umsätze aus. Findet die Auszahlung nun Montags statt und Dienstags bezahlt jemand mit der Kreditkarte, wartet das Unternehmen 7 Tage auf die Auszahlung +2-3 Tage zwecks Bankverarbeitung. Im schlimmsten Fall also 9-10 Tage bis er das Geld überhaupt erhält.

    Und da wundert sich noch einer wieso viele Unternehmen keine Kreditkarten akzeptieren… bzw weiß das leider kaum einer.

  7. Ich meide meinen Bäcker, da er nur ec Karten annimmt und ich mit einer debit Kredit unterwegs bin.
    Dönerladen nimmt alles aber erst ab 10 euro.

  8. Sowas dummes. Manche haben echt kein Hirn. Kreditkarten sind nur für Leute die kein Geld haben erfunden wurden und anhand der Konditionen sind sie auch nur für jenige sinnvoll.
    Ich würde mir nie eine Kreditkarte anschaffen und kann gerne auf die wenigen (meist onlinel Shops) verzichten die nur Zahlungen über Kreditkarte akzeptieren.

    Jemand der Essen bestellt und dann nicht mitnimmt weil er die des Landes! gängigen! Zahlungsmethoden nicht akzeptiert, würde ich auf Schadensersatz verklagen (und auch gewinnen) aber die Intelligenz zeigt sich ja schon bei solchen Aussagen… Mal mitdenken und Kopf anschalten.
    Ps man ist selbst verantwortlich sich im Vorfeld zu informieren.

  9. Meine Frau und ich ( 60 bzw. 62 Jahre alt) zahlen fast ausschließlich mit der Amazon Prime Visa Kreditkarte, AMEX Payback Kreditkarte oder den DKB Kreditkarten, zusätzlich habe ich noch eine MasterCard Debitcard von Wise. Bargeld nutze ich (fast) gar nicht, meine Frau bei kleinen Summen beim Bäcker, aber auch dort gehen alle Kreditkarten. Der örtliche Dorfmarkt, ich habe es aufgegeben mit dem Besitzer darüber zu diskutieren, könnte mehr an uns verdienen, wenn er Kreditkarten akzeptieren würde, nur Bargeld und die Girocard. Wir meiden, soweit wie es irgend geht, alle Dienstleiser, Geschäfte usw. die nur Bargeld und Girocard akzeptieren. Ich habe kein Verständnis dafür, wenn Geschäfte, Restaurant, Cafe, Dienstleister usw. nicht alle in Deutschland gängigen Zahlungsmittel akzeptieren, alle zugelassenen Kreditkarten, Bargeld und auch Girocard. Genauso wenig habe ich Verständnis dafür, wenn immer wieder auf den Kosten für Kreditkarten, auf umlegen der dadurch anfallenden Kosten usw. argumentiert wird um nicht alle gängigen Zahlungsmittel zu akzeptieren. Bargeld kostet den Händler auch Geld und Zeit, und Zeit ist Geld, Kleingeld holen, Geld zur Bank bringen ist auch nicht kostenlos. Ich habe über 30 Jahre im Verkauf im Handel gearbeitet, ist zwar schon über 12 Jahre her, aber ich weiß von was ich rede.

  10. Enrico Wind, wenn Du nicht Kreditwürdig bist bekommst Du keinen Kredit und damit auch keine Kreditkarte. Schlechte Schufa keine Kreditkarte, nur Debitkarte. So dass Du nichts auf Kredit kaufen kannst. Wer kein Geld hat bekommt in den meisten Fällen nur eine Debitkarte und keine Kreditkarte.

  11. Deutschland hinkt sowas von hinterher. Mittlerweile haben alle Länder bis auf NL in Europa auf Visa und Mc Debit umgestellt. Daher auch überall fächendeckende Kreditkartenakzeptanz.

    Und dass hier ein Mindestumsatz verlangt wird, obwohl der überhaupt nicht notwendig wäre bei dem Gebührenmodel von Sumup ist mehr als lächerlich.

  12. @Enrico
    Wer sich nicht an die Kundenwünsche anpasst, wird früher oder später verlieren. Die Händler müssen die Kröte schlucken und haben gefälligst die aktuellen Spielregeln einzuhalten und jede Zahlungsart anzubieten.
    Seit Corona hat neuerdings jede kleine Bude ein Terminal, da geht es ja auch.
    Jammern ist des Kaufmanns Lied.

  13. Schon Mal daran gedacht das die meisten Gastronomen Bargeld weiterhin bevorzugen da selbst heute mit Bon Pflicht es viele Gastro Betriebe gibt die nicht alles über die Kasse laufen lassen. Ich bin viel in Frankfurt unterwegs, nur vielleicht bei jedem dritten bekomme ich beim zählen einen von unaufgefordert. Die meisten kommen mit ihrem Block und dann ist es klar wieso bar am liebsten genommen wird.

  14. Seit dem viele Banken, so auch meine für Bar-Ein-und Auszahlungen, sowie für jede Giro-Buchung frech jedes Mal Gebühren verlangen, zahle ich am liebsten mit der Visa-Karte oder dem Handy.Das kostet mich dann nur eimal 15Ct Gebühr im Monat, nicht bei jeder Zahlung bzw Abbuchung.

  15. Scheint dem Autor nicht bekannt zu sein, aber das Ganze funktioniert natürlich auch mit Android.
    Aber natürlich auch mit dem Spartensystem iOS.

  16. Wer nicht mit der Zeit geht, der geht mit der Zeit. Verliert Kunden wer nicht alle zugelassen Zahlungsmittel akzeptiert, vielleicht verschwindet er auch vom Markt, kann alles passieren. Die meisten die mit Kreditkarten zahlen wollen und in Geschäften die Kreditkarten nicht akzeptiert werden, macht nicht viele Wort, verlässt das Geschäft und kauft dort wo er mit Kreditkarten zahlen kann.

  17. In der heutigen Zeit bin ich doch nicht so doof, erst auf die Bank zu laufen und Bargeld zu holen, nur um es dann irgendwo im Anschluss wieder abzugeben!
    Das kann jeder Händler für sich kostengünstiger und für mich zeitlich günstiger ja wohl selbst erledigen – und wenn er das nicht will, geh ich halt nicht hin … andere machen es schließlich problemlos.
    Wer im 21. Jahrhundert noch mit Bargeld hantieren will, soll das tun – es steht jedem frei. Wer es aus verständlichen Gründen nicht will, soll es auch tun – dem steht es aber auch frei!
    Und wer sich mit der Technik von Handy-Zahlungen einfach mal näher befasst, erkennt sehr schnell, dass die Transaktionen aufgrund von Token und „imaginären Kartennummern“ gar nicht nachvollziehbar sind – das Interesse daran vorausgesetzt, dass Herr Müller aus Deutschland bei zig Millionen Zahlungen täglich Klopapier und Brot gekauft hat. Die „German Angst“ findet ihren Höhepunkt halt jetzt mittlerweile im (oft falsch verstandenen) Datenschutz …

  18. Werner, genau so ist es … die ewig umständlichen und mit ihrer chronischen Daten-Angst versehenen Digital-Kritiker, ob Händler oder Kunde, werden verlieren! Die sind halt einfach stehen geblieben und verweigern alles, was zwar nicht neu, aber diesen Menschen immer noch unbekannt ist!

  19. Es geht auch ohne Girocard. Gerade 2020 hat sich da viel getan. Ich selbst habe keine Girocard, nur Karten von Amex, Visa und MasterCard. Damit komme ich sehr gut klar, den bereits seit Ende September 2019 lebe ich komplett bargeldlos.

  20. Wenn nur ein Kunde am Tag wegen des Ablehnens der VISA-Karte zu Konkurrenz geht, ist es ein Minusgeschäft für ihn.

  21. Also aus meiner Sicht geht es -insbesobdere bei Gastronomen – nicht um die Art der Karte, sondern um die Kartenzahlung ganz im Generellen. Umsätze mit Kartenzahlungen sind zu 100% nachweisbar, Bargeldzahlungen eben nicht. Vor diesem Hintergrund ist es für die einen oder anderen Gastronomen sinnvoll Kartenzahlung unattraktiv zu machen. Jetzt braucht aber keiner erzählen, dass er davon ausgeht, dass jetzt Restaurant alle Essen to go etc. in die Kasse eintippt.

  22. In skandinavischen Ländern, vor 15 Jahren eine Zeit lang da gelebt, war das alles schon möglich…Deutschland ist halt inzwischen technisch 2. WeltLand

  23. Ihr schlauen Deutschen, ihr seid so rückständig bei Bezahlen mit Handy. Schaut einfach nur nach Polen, da kannst du in jedem kleinsten Geschäft mit Handy bezahlen, egal welcher Anbieter.

  24. Ich gehe seit Jahren in keine Geschäfte mehr, die keine Kreditkarten akzeptieren. Ist mir einfach zu umständlich. Jeder Gastronom oder Händler darf natürlich frei wählen, welche Zahlungsarten er akzeptiert. Aber ich darf genauso wählen, ob ich in ein Geschäft gehe oder nicht. Einen Geldbeutel habe ich nie dabei, mein Smartphone aber schon.

  25. Bisher hat niemand erwähnt, dass das Hauptproblem der Staat selbst ist. Im Bürgerbüro (Perso) oder an der KFZ-Zulassungsstelle kann man nirgendwo mit Kreditkarte bezahlen. Zumindest hier in NRW nicht. Und noch nerviger ist es, wenn man von der Polizei angehalten wird und ein Verwarngeld direkt bezahlen möchte, um weiteren Gebühren zu entgehen. Das geht auch nur mit Girocard. D. h. wenn man gar keine hat, zahlt man direkt ~15 € Gebührenaufschlag, wenn der Spaß per Post kommt.

  26. Wenn sich der Biergarten dafür entscheidet kartenzahlungen mittels sumup (oder izettle) Terminal zu akzeptieren, darf er weder einen Mindestbetrag festlegen noch Kreditkarten als Zahlungsmittel ausschließen sonst verstößt er gegen die Vertragsbedingungen. Alle Karten die das Terminal verarbeiten kann sind zu akzeptieren.

    Weiter oben stand was von langen Auszahlungsfristen. Das kann man pauschal nicht sagen. Kommt immer auf den Vertrag an. Amex wirbt auf ihrer Website mit 3 Tagen und 1,5% Gebühr.

    Das zusätzliche draufschlagen der Gebühren ist gesetztlich ( und durch die Verträge der Kartenanbieter) verboten. Man kann und sollte aber davon ausgehen, dass die Händler diese eh schon in die Preise einkalkuliert haben. Was auch Sinn macht. Die Kosten für das Bargeld Handlung sind ja auch in den Preisen mit drin. Zumindest wenn der Händler schlau ist.

  27. Ich bin einfach nur entsetzt über Deutschlands Rückständigkeit. Wieso ist hierzulande unmöglich, was in so gut wie jedem anderen Land eine Selbstverständlichkeit ist – nämlich die umfassende Akzeptanz von Kreditkarten, egal ob Stand auf dem Wochenmarkt, Imbiss oder kleiner Kiosk? In Ländern wie Spanien, Dänemark oder Polen ist das möglich und darüber wird gar nicht diskutiert.

    Ich vermeide so gut es geht Orte, die keine Karten akzeptieren, alleine schon, weil ich mich so darüber ärgere, wie hinterwäldlerisch sie sind.

    In meinen Augen hinkt Deutschland dem Rest der Welt in Punkto Kartenzahlung deshalb so hinterher, weil a) eine tiefgreifende Technikfeindlichkeit vorherrscht und b) Serviceorientierung für die Händler ein Fremdwort ist (Servicewüste Deutschland).

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