Chaos bei der Post: Darum kommen Briefe & Pakete nicht an

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Chaostage bei der Post – und das schon vor dem Weihnachtsgeschäft. Die Deutsche Post hat jetzt offiziell Probleme bei der Zustellung eingeräumt. Deine Briefe und Pakete kommen deswegen oftmals später an.
Ein Postbote mit einem Fahrrad
Ein Postbote mit einem FahrradBildquelle: Deutsche Post DHL

Vor allem die Briefe sind es, die dem Unternehmen Deutsche Post DHL derzeit schlechte Presse einbringen. Denn es gibt Regionen in Deutschland, in denen die Post nur mit starker Verzögerung ankommt. Das hat das Unternehmen nun auch offiziell eingestanden und spricht von „Hotspots“ wie Berlin und weiteren Ballungszentren sowie dem süddeutschen Raum. Die Gründe will die Post vor allem am hohen Corona-Krankenstand festmachen. Bis zu 30 Prozent des Personals fehlten, teilte die Post mit.

Pakete schon um 7 Uhr als „heute nicht zustellbar“ gebucht

Das wirkt sich auch auf die Zustellung von Paketen aus. Denn auch wenn in Städten die Briefträger und Paketboten nicht in einer Verbundzustellung unterwegs sind, bringen dir die Briefträger mitunter auch kleinere Pakete nach Hause. Fährt der Briefträger aber gar nicht erst los, so kommt auch dein Paket an diesem Tag nicht an. Denn dieses liegt schon längst im Zustelldepot des Briefträgers. So kommt es mitunter vor, dass ein Paket schon morgens um 7 Uhr als „heute nicht zustellbar“ gebucht wird.

Probleme bei der Zustellung: Schon früh morgens ist klar, dass das Paket nicht ankommt
Probleme bei der Zustellung bei der Deutschen Post

In diesen Hotspot-Regionen hat die Deutsche Post nach eigenen Angaben in Abstimmung mit der Aufsichtsbehörde Bundesnetzagentur ein Corona-Notfallkonzept aktiviert. Demnach erfolgt die Zustellung von Briefen planmäßig nur noch alle zwei Tage.

Von der Post hieß es, dieses hätte man möglicherweise eher aktivieren müssen. Denn im Oktober habe man zusätzlich zu den Personalproblemen überdurchschnittlich viele Pakete in der Zustellung gehabt. Die „heiße Phase“ beginnt traditionell eigentlich erst mit dem Black-Friday-Wochenende im November.

Diese Briefe und Pakete gehen direkt in die Post-Filiale

Wie die auf Brief- und Paketsendungen spezialisierte Seite paketda.de berichtet, werden viele Sendungen inzwischen gar nicht mehr zugestellt, sondern gehen gleich in die für dich zuständige Filiale. Du bekommst nur noch eine Benachrichtigung, dass du die Sendung abholen kannst. Dabei geht es um alle Briefe und Pakete, bei denen Geld an den Boten übergeben werden muss. Das sind Nachnahme-Sendungen, aber auch nicht ausreichend frankierte Sendungen oder Sendungen aus dem Ausland mit einer Zoll-Abgabe.

Die zuständige Bundesnetzagentur in Bonn verzeichnet in diesem Jahr bisher 20.421 Beschwerden über die Deutsche Post und nicht rechtzeitig zugestellte Briefe. Davon waren knapp 11.500 Beschwerden im 3. Quartal – noch ohne den September ausgezählt zu haben. Zum Vergleich: Im gesamten Jahr 2021 waren es 15.118 Beschwerden.

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7 KOMMENTARE

  1. Fritzchen

    Und schon bald wird die Bundesnetzagentur Portoerhöhungen bei der Post durchwinken, so wie immer. Aufgrund nicht erbrachter Leistungen müsste das Porto doch eigentlich sinken. Der Hotspot wird wohl Deutschland gänzlich sein. Dort wo der meiste Ärger herkommt, wird zuerst ausgeliefert, andere fallen dann wieder zurück. So ist jedenfalls mein Gefühl.

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    • Timo Brauer inside digital Team

      Günstigeres Porto würde die Probleme wohl eher verschlechtern. Die fehlenden Einnahmen müssen mit weiteren Kosteneinsparungen kompensiert werden. Ohnehin ist das Porto in Deutschland im europäischen Vergleich sehr günstig.

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  2. Max

    tja alles pure Absicht

    denn man bewirbt sich als Paketfahrer und bekommt eine Absage wohl entweder weil man deutscher ist oder mit 50 zu alt .
    Mal ganz abgesehen das der Vertrag die ersten 2jahre halbjährlich verlängert wird .
    wer will das schon !

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  3. Deinhart

    Die Post macht es sich schon einfach , es ist also wieder Corona schuld und nicht die Veränderungen bei der Personaleinteilung. Das super tolle neue Programm das ein bis zwei Wochen im voraus das aufkommen von Briefmengen und Paket en schätzt und dann ein minimum an Personal einplant hat damit natürlich nichts zu tu,. das man seit Jahren das Personal verheizt mit einer 6 Tage Woche und täglich 10 Stunden 45 Minuten und damit der Kankenstand nach oben geht war ja auch nicht abzusehen.. Viele Mitarbeiter haben deshalb gekündigt weil sie es nicht mehr machen konnten, keine Freizeit mehr und körperliche Schäden haben die Leute dazu gebracht, dazu noch der Umgang mit den Mitarbeitern, die nicht einmal eine Pause machen konnten weil sie sonst noch weniger geschafft hätten aber sich dann am nächsten Tag beim Chef wiederfinden um zu erklären warum man nur noch 90 % Leistung bringt .Das Problem bei der Post ist hausgemacht , den es wird an Personal gespart , denn warum sollte man etwas mit 100 Mitarbeitern machen wenn man es mit 75 Leuten auch schafft, die müssen dann eben mehr leisten aber das ist eben so. Genau diesen Spruch habe ich oft gehört vom Chef.

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  4. Bettelmann

    Ich muss meinem Vorredner recht geben. In unserem ZSP leiden z. B. einige Mitarbeiter an Depressionen, andere würden operiert an Gelenken usw. Sicher gibt es auch einige Corona Fälle, aber das ist nicht die Masse. Die Mitarbeiter haben einfach keine Kraft mehr, sind vollkommen ausgelaucht!!! Und das Schlimmste ist, dass es niemand von der Obrigkeit wahrhaben möchte, hauptsache denen ihr Konto stimmt….!!!! Der Mensch kann arbeiten bis zum Umfallen, aber wehe man wird krank, dann folgen Krankengespräche! Für mich sind die Mitarbeiter der Post alle nur noch die modernen Sklaven!!!

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  5. daniela detlefsen cruz

    Klar gibt probleme bei der zustellung aber stattdessen die briefe ans postfach zu bringen, wo es eh hinsoll un elf jahre gut ging bis der chef eines verteilszentrum auf eigene initiative sagte alles mit hausanschrift nu nach hause – zu kleiner briefkasten un wird auch gern geklaut weswegen ich ein postfach habe un dafuer auch zahle! Nur muss ich meine schnauze halten!
    Leider seit jahren ein ärgerniss un hiermit nochmal ein doofer witz mehr

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  6. Lama

    Hört doch mal auf jeden klitzekleinen Mist online zu bestellen. Dann hat der Postbote bessere Arbeitsbedingungen und der Einzelhandel wieder dem Umsatz den er benötigt. Ihr habt eure Ware sofort und der Postbote hat einen besseren Job.

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