Amazon holt neue Preiskeule raus

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Amazon bringt sein neues Streaming‑Produkt "Prime Video Ultra" noch im Frühjahr 2026 an den Start. Das Unternehmen ersetzt damit in den USA den bisherigen werbefreien Prime‑Video‑Plan durch eine neue Premium‑Option mit erweiterten technischen Features – allerdings zu einem deutlich höheren Preis.
Amazon-Logo auf einem Fernseher.
Amazon startet bei Prime-Video ein neues Abo-Modell. Bildquelle: KI-generiert / ChatGPT

Voraussichtlich ab dem 10. April wird Prime Video Ultra in den USA für 4,99 US‑Dollar pro Monat erhältlich sein. Das entspricht einem deutlichen Anstieg gegenüber dem bisherigen werbefreien Abo, das bislang 2,99 Dollar kostete. Nutzer, die bereits ein jährliches Prime‑Mitgliedschaftspaket besitzen, können optional zu einem reduzierten Jahrespreis von 45,99 Dollar auf das Ultra-Format wechseln. Sie sparen also rund 15 Dollar im Jahr gegenüber zwölfmaliger Zahlung auf Monatsbasis.

Prime Video ohne Zusatzkosten immer unattraktiver

Der Fokus der Umstellung liegt auf erweiterten Streaming‑Vorteilen: Ultra‑Abonnenten bekommen bis zu fünf gleichzeitige Streams, deutlich mehr Offline‑Downloads (100 statt 25 Titel) und exklusiven Zugang zu 4K/UHD‑Inhalten mit Dolby Vision und Dolby Atmos. Der bisherige Standard‑Prime‑Video‑Zugang mit Werbung bleibt bestehen, behält aber nur noch Videos in HD‑/HDR‑Qualität und weniger technische Extras.

Mit dem neuen Ultra‑Plan verschiebt Amazon einige Fähigkeiten, die früher grundsätzlich inklusive waren oder nur moderat extra kosten, hinter eine neue Paywall. Nutzer ohne Ultra‑Upgrade verlieren künftig den Zugriff auf 4K‑Streaming und Dolby‑Atmos‑Ton – selbst wenn sie Prime‑Mitglieder sind.

Amazon macht hohe Kosten verantwortlich

Amazon begründet den Schritt mit gestiegenen Investitions‑ und Produktionskosten sowie dem Bedarf, Premium‑Streaming auf ein konkurrenzfähiges Level zu heben. Damit folgt das Unternehmen einem Trend anderer großer Anbieter wie Netflix und Disney+. Die hatten in den vergangenen Monaten ebenfalls ihre Preis‑ bzw. Produktstruktur angepasst.

Kritiker betrachten die Einführung von Prime Video Ultra als Teil einer allgemeinen Monetarisierung der Streaming‑Branche: Werbung mutiert zunehmend zur Standard‑Einstiegsoption, während Qualitäts‑ und Komfortfeatures in separate, teurere Pakete wandern.

Ob und wann Prime Video Ultra auch in Deutschland oder anderen Märkten verfügbar sein wird, hat Amazon bislang nicht offiziell bestätigt. Beobachter rechnen jedoch damit, dass ein weltweiter Rollout folgt. Vor allem dann, wenn in den USA eine etwaige Kritik an dem neuen Abo-Modell ausbleibt.

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