9-Euro-Ticket: Lindner macht dieses Versprechen für einen Nachfolger

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Es ist vorbei. Das 9-Euro-Ticket ist Geschichte und es sah bisher nicht gut aus für ein Nachfolgeticket. Finanzminister Christian Lindner wollte es nicht finanzieren. Doch jetzt macht der bisherige Blockierer ein Versprechen für einen Nachfolger.
Ein Regionalexpress an einem Bahnübergang
Ein Regionalexpress an einem BahnübergangBildquelle: hpgruesen / Pixabay

Im Nachgang der Klausurtagung des Kabinetts auf Schloss Meseberg stellte sich Finanzminister Christian Lindner der Presse. Natürlich war auch das auslaufende 9-Euro-Ticket ein Thema. Bisher galt Lindner hier als Blockierer. Er empfand ein solches Ticket aufgrund der notwendigen Subventionen des Staates als unfair für die ländliche Bevölkerung. Sie würde weniger als Einwohner von Städten von dem Ticket profitieren. Zudem fehlten die notwendigen Finanzmittel im Bund, um ein solches Ticket auf Dauer anbieten zu können.

Doch offenbar ist Lindner noch einmal in sich gegangen. Denn auf Twitter und im Rahmen der Pressekonferenz gab Lindner zu, das Verkehrsminister Volker Wissing in überzeugt hat, dass es einen Nachfolger für das 9-Euro-Ticket geben müsse. „Der Volker Wissing hat etwas bahnbrechendes erreicht. Er hat drei Monate lang den Tarifdschungel in Deutschland gelichtet“, sagte Lindner mit Blick auf die zahlreichen Verkehrsverbünde, in denen jeder sein eigenes Süppchen kocht. Das habe den ganzen ÖPNV für viele Nutzer attraktiver gemacht. „Du kaufst in Berlin das Ticket und steigst in München auch ein. Das ist der Riesenvorteil gewesen“, erkannte auch Lindner den wahren Vorteil des Tickets.

9-Euro-Ticket hatte einen Riesenvorteil

Wissing habe Lindner davon überzeugt, „dass er mit einem Bruchteil der Bundesmittel, die wir im Jahr für das 9-Euro-Ticket einsetzen würden, in der Lage wäre, so etwas bundesweit zu realisieren.“ Das allerdings gehe nur, wenn die Bundesländer mitmachen. Der Hintergrund: Bisher war der Nahverkehr ausschließlich Sache der Länder, der Bund stellte lediglich im Rahmen von Regionalisierungsmitteln Gelder bereit.

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Ein dauerhaftes 9-Euro-Ticket würde nach Angaben von Lindner 14 Milliarden Euro Kosten für den Bund bedeuten. „Mit einem Bruchteil von 14 Milliarden Euro so eine Innovation bei den Öffis hinzubekommen, da kann man doch nicht nein sagen“, machte Lindner den Weg für ein neues Ticket frei. Der Haken: Er spielte den Schwarzen Peter nun an die Länder zurück. Zudem ist aktuell noch vollkommen unklar, wann und zu welchen Konditionen ein neues 9-Euro-Ticket verfügbar wird. Klar dürfte aber sein: 9 Euro im Monat wird das Ticket nicht kosten.

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