Es ist schon eine ganze Weile her, dass mich ein Gaming-Accessoire wirklich beeindruckt hat. Das zeigt sich auch an meiner eigenen Tastatur, bei der die Tasten mittlerweile so abgenutzt sind, dass man manche Buchstaben kaum noch erkennt. Das passiert wohl, wenn man seine Tastatur über Jahre hinweg fast täglich für Arbeit und Freizeit benutzt.
Als vor einigen Wochen die be quiet! Dark Mount auf meinem Tisch landete, ging ich eigentlich davon aus, dass ich die Tastatur ein paar Tage teste und danach schnell wieder meine eigene Tastatur auf den Tisch stelle. Mittlerweile steht die Dark Mount allerdings seit mehreren Wochen auf meinem Tisch und ich fürchte mich vor dem Tag, an dem ich das Testgerät einpacken und zurückschicken muss.
be quiet! Dark Mount: Ein modularer Baukasten
Das wohl auffälligste Feature der be quiet! Dark Mount ist ihr völlig modulares Design. Denn diese Tastatur erinnert eher an ein Lego-Bauset als an eine herkömmliche High-End-Tastatur. Die Tastatur besteht aus fünf Bauteilen. Das ist einmal der Hauptteil der Tastatur, der Nummernblock, das Media Dock und zwei Teile für die Handballenauflage.
Und diese Einzelteile kannst du zusammenstecken, wie es dir am besten gefällt. Den Nummernblock kannst du beispielsweise sowohl rechts als auch links anbringen. Wer wenig Platz auf dem Tisch hat, der kann ihn auch einfach weglassen. Gleiches gilt für die Handballenauflage und auch das Media Dock lässt sich auf beiden Seiten anbringen, oder entfernen.

Egal wie du dir deine Tastatur zusammenstellst, sie bleibt immer voll funktional. Das liegt daran, dass die Teile mit Magneten und via USB-C miteinander verbunden sind. Und diese Verbindungen halten wirklich gut. Mir ist es, auch beim Bewegen der Tastatur, noch nicht passiert, dass ein Teil abgefallen ist. Nur die Handballenauflage sitzt etwas lockerer, was jedoch im täglichen Gebrauch kein Problem und eher ein Vorteil ist.
Mehr Funktionalität? Kein Problem!
Die individuelle Anpassbarkeit der Dark Mount endet nicht beim Design. Denn die Tastatur verfügt über acht Tasten über dem Nummernblock, die du ganz an deine Wünsche anpassen kannst. Ich habe hier beispielsweise die Apps verknüpft, die ich im Alltag am häufigsten nutze. Über diese Tasten lassen sich auch der Task-Manager öffnen, oder der PC sperren. Die Möglichkeiten sind nahezu endlos.

Und auch das kleine Display am Media Dock hat durchaus einen Nutzen, der über die reine Ästhetik hinausgeht. Hier kannst du dir nämlich anzeigen lassen, welcher Song gerade bei Spotify läuft, und so deine Playlist durchskippen, ohne Spotify in den Vordergrund zu holen. Gerade für Gamer mit nur einem Bildschirm ein tolles Feature.

IO Center App: überraschend gut
Mein größtes Problem mit neuen Gaming-Accessoires sind meistens die dazugehörigen Apps. Oft sind die viel größer, als sie sein sollten, unübersichtlich und langsam. Das Problem gibt es mit dem IO Center von be quiet! nicht. Die App ist leicht und unkompliziert, die Bedienung einfach zu durchschauen. Und wenn du dir gar keine App runterladen möchtest, dann kannst du deine Tastatur auch direkt im Chrome-Browser konfigurieren.
Hier ist allerdings Vorsicht geboten, denn nicht jede Funktion lässt sich so einfach im Browser anpassen. Dazu zählen beispielsweise die acht anpassbaren Tasten. Wer diese Tasten im vollen Umfang nutzen möchte, muss sich die App herunterladen.
Das Wichtigste: Die Tasten
Meine be quiet! Dark Mount ist mit leisen, taktilen Tasten ausgestattet. Und die fühlen sich einfach nur toll an. Ich musste mich kaum an die neue Tastatur gewöhnen und konnte direkt in gewohnter Geschwindigkeit tippen. Die Tasten sind tatsächlich angenehm leise, fühlen sich aber nicht schwammig an, sondern geben beim Tippen klares haptisches Feedback.

Auch das Lautstärke-Rad und die anpassbaren Tasten geben tolles Feedback und fühlen sich hochwertig an. Da sich die Tastatur in der Höhe anpassen lässt, sollte auch hier jeder seine perfekte Neigung finden.
be quiet! Dark Mount: Toll, aber nicht perfekt
Die be quiet! Dark Mount ist eine tolle Tastatur, aber nicht perfekt. Sie ist aufgrund des modularen Formfaktors einfach sehr groß. Größer, als andere Tastaturen, die ähnliche Features ohne modulares Design anbieten. Wer die Tastatur also im vollen Umfang nutzen will, der sollte damit rechnen, dass sie viel Platz auf dem Schreibtisch beansprucht.
Außerdem ist es nicht ganz einfach, die Tastatur viel zu bewegen. Ich esse beispielsweise auch gerne mal am Tisch und bewege die Tastatur dazu aus dem Weg. Jedes Mal muss ich darauf achten, wie ich die Tastatur anhebe, da ich sonst Sorge habe, dass mit der Zeit auf gewissen Verbindungen zu viel Druck liegt.
Mein Fazit zur be quiet! Dark Mount
Insgesamt ist die be quiet! Dark Mount für jeden eine klare Empfehlung, der vom modularen Design profitiert. Denn es ist das Highlight dieser Tastatur. Wer sie einmal zusammenbaut und dann nie wieder anpasst, der ist mit einer etwas günstigeren, kleineren Alternative vermutlich besser bedient.
Da ich selbst Rechtshänderin bin, kann ich nicht genau sagen, wie vorteilhaft es für Linkshänder ist, den Ziffernblock oder das Mediendock an der anderen Seite der Tastatur anbringen zu können. Ich kann mir jedoch gut vorstellen, dass der mögliche Seitenwechsel für manche Nutzer ein klarer Vorteil ist.
Ich überlege ernsthaft, meine aktuelle Tastatur irgendwann durch eine be quiet! Dark Mount zu ersetzen. Allerdings finde ich selbst den Normalpreis von rund 250 Euro sehr hoch und warte lieber auf einen Sale. Doch schon das tolle Tippgefühl und die fantastische App überzeugen mich von der Tastatur. Auf der offiziellen Seite von be quiet! erfährst du, wo du die Tastatur in Deutschland kaufen kannst.






