Mit seiner Xbox-Konsole hat sich Microsoft nicht nur neben den Branchengrößen Nintendo und Sony etabliert. Der Softwarekonzern nutzte darüber hinaus eigene erfolgreiche Entwicklungen sowie die Zukäufe von Publishern wie Activision oder Blizzard für den Aufbau eines Ökosystems, an dem auch PC-Spieler kaum vorbeikommen.
Allerdings blieben die Umsätze im Konzern hinter den Erwartungen zurück. Neben den hohen Kosten durch die Übernahmen zeigte auch die Konkurrenz, dass sie das Feld nicht kampflos räumen würde. Das galt im letzten Jahr vor allem für Nintendo. Die Switch 2 wandelte zum Start auf den Spuren des Vorgängers, der zu den weltweit erfolgreichsten Spielkonsolen überhaupt zählt.
Sharma will mehr Abonnenten
Um mehr Gamer zu überzeugen, versucht Microsoft schon seit Längerem, sein Xbox-Angebot über die bestehenden Gerätegrenzen hinaus auszubauen. In den vergangenen Jahren bemühte sich Microsoft, auf weiteren Plattformen Fuß zu fassen. Mittlerweile kann man Xbox-Spiele auf Smartphones – sowohl mit Android als auch iOS – nutzen. Auch mit Herstellern von Smart-TVs, darunter Amazon und Samsung, wurden Kooperationen vereinbart. Die immer leistungsstärkeren Geräte könnten die klassische Spielekonsole am Fernseher zunehmend überflüssig machen. Möglicherweise soll es sich auch deshalb bei der kommenden Xbox eher um einen Gaming-PC in einem Xbox-Gehäuse als um eine eigenständige Konsole handeln.
Diesem eingeschlagenen Weg scheint auch Asha Sharma laut einem Bericht von The Information weiterhin folgen zu wollen und befeuerte dabei Spekulationen, die in den vergangenen Jahren immer wieder die Runde machten: Der Game Pass, der Abo-Zugang zum Xbox-Angebot, könnte um ein günstigeres Preismodell erweitert werden.
Schon in der Vergangenheit sorgten die recht hohen Abo-Gebühren für Kritik, insbesondere nach der letzten Preiserhöhung. Seither kostet der Game Pass Essential, der Zugriff auf 50 Spiele bietet, bereits 8,99 Euro im Monat. Das größte Paket, das Ultimate-Abo, schlägt mit 26,99 Euro zu Buche. Angesprochen werden damit vor allem echte Fans von Spielen. Für Gelegenheitsspieler ist die Eintrittshürde jedoch zu hoch, was bereits in der Vergangenheit immer wieder Spekulationen um ein werbefinanziertes Angebot nährte.
Wandern die Netflix-Spiele zu Microsoft?
Auch in weiteren Kooperationen sieht Sharma offenbar eine Möglichkeit, dem geplanten Expansionskurs zusätzlichen Auftrieb zu verleihen. Allerdings blieben die Details bislang vage. Dennoch scheint man bereits gemeinsam mit Netflix auszuloten, ob das Spieleangebot des Streamingdienstes nicht in das Xbox-Ökosystem integriert werden kann.
