Computex 2026: Neue Chips, starke Gaming-Handhelds und KI für alle

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Die Computex zeigt, wohin die Reise bei Computern geht: mehr Auswahl, mehr Leistung, mehr künstliche Intelligenz. Doch nicht alles, was glänzt, ist günstig. Und gleichzeitig werden günstige Geräte glanzvoller. Unsere Computex-Highlights findet Ihr hier – und ausführlich im Podcast unten im Artikel.
Eine Hand hält einen Chip hoch, daneben ist der Podcast-Host Johanna zu sehen.
In Folge 71 von überMORGEN spricht Johanna mit unserem Experten Timo Brauer über die Highlights der Computer 2026 in Taipei.
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Die vielleicht überraschendste Ankündigung der diesjährigen Computex kommt von einem Unternehmen, das man bisher vor allem mit Grafikkarten und KI-Rechenzentren verbindet: Nvidia. Mit dem RTX Spark wagt der Chip-Riese den Einstieg ins Notebook-Segment – und zwar ARM-basiert, ähnlich wie die Qualcomm-Chips in aktuellen Windows-Laptops. Damit ist Nvidia nun der vierte große Player im Windows-Laptop-Markt, neben Intel, AMD und Qualcomm.

Nvidia mischt den Laptop-Markt auf

Zu den ersten Geräten, die auf den RTX Spark setzen, gehört das ebenfalls neu vorgestellte Microsoft Surface Laptop Ultra. Die Erwartungen sind hoch, die Preise auch: Die Modelle starten bei rund 3.000 Dollar. Ob die Leistung das Preisschild rechtfertigt, wird sich erst im Alltag zeigen; aber für Profis, die auf das Nvidia-Ökosystem angewiesen sind, könnte das Angebot trotzdem interessant werden.

Endlich: Gute Laptops für kleines Geld

Während Nvidia an der Luxusklasse schraubt, adressiert Qualcomm das andere Ende des Spektrums. Die neue Snapdragon-C-Serie zielt auf Einstiegs-Notebooks ab rund 300 Euro – ein Segment, das lange als Niemandsland galt. Bisher war die ehrliche Empfehlung an diesem Preispunkt: Lieber ein gutes Gebrauchtgerät kaufen als einen schwachen Neukauf.

Acer Aspire Go15 mit Snapdragon C
Das Acer Aspire Go15 ist eines der ersten Notebooks mit Snapdragon C. Image source: Timo Brauer / inside digital

Das könnte sich jetzt ändern: Die Snapdragon-C-Chips kommen ohne Lüfter aus, versprechen lange Akkulaufzeiten und genug Leistung für Office-Arbeit und Surfen. Klar werden das keine Hochleistungsrechner, aber ehrliche Geräte für Menschen, die nicht mehr brauchen.

Gaming-Handhelds: Mehr Power, weniger Kompromisse

Die Gaming-Handheld-Szene bleibt in Bewegung. Zwei Geräte stechen auf der Computex hervor – aus unterschiedlichen Gründen.

Der Acer Predator Atlas überzeugt mit roher Leistung: Forza Horizon 6 lief in der Demo mit stabilen 60 fps – eine Ansage in dieser Geräteklasse. Der angestrebte Preis soll unter 1.000 Euro bleiben, was angesichts der Leistung ambitioniert, aber nicht unrealistisch klingt. Zum Vergleich: Das Steam Deck startet bei rund 400 Euro.

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Noch mehr Aufmerksamkeit zieht der Asus ROG Xbox Ally X20 auf sich – vor allem wegen seines Displays: 7,4 Zoll, OLED, 120 Hz, 0,2 ms Reaktionszeit. Es ist wohl das beste Panel, das bislang in einem Handheld verbaut wurde. Nachdem die reguläre Xbox Ally X schon 899 Euro kostet, dürfte die X20 noch ein ganzes Stück darüber liegen. Wer also eines Premiumgeräte haben will, muss deutlich tiefer in die Tasche greifen – bekommt dafür aber auch eine andere Liga an Hardware als beim erwähnten Stream Deck.

Displays und KI: Der stille Fortschritt

Abseits der konkreten Ankündigungen gibt es zwei Trends, die den Alltag mittelfristig stärker prägen dürften als mancher Prozessor.

Bei Displays setzt sich OLED endgültig als neuer Standard durch – nicht nur im Premium-Segment. Erste OLED-Monitore sind inzwischen ab rund 600 Euro zu haben, früher lag die Schwelle bei über 1.000 Euro. 5K-Auflösung wird zum neuen Maßstab für Profis, 360 Hz für Gamer. Dazu kommen weniger Spiegelung und höhere Helligkeit im Alltag.

Und dann ist da noch KI – das offizielle Motto der Messe lautete „AI Together“, und der Begriff stand auf gefühlt jedem zweiten Stand. Spannender als die Marketing-Formeln ist allerdings eine konkrete Entwicklung: Künftige Notebooks sollen laut Qualcomm automatisch entscheiden können, welche KI-Aufgaben lokal auf dem NPU-Chip des Geräts laufen und welche in die Cloud ausgelagert werden. Das spart Energie, spart Geld – und macht KI im Alltag tatsächlich nutzbar, ohne dass man darüber nachdenken muss.

Podcast zur Computex

Die Computex zeigt 2026 eine Branche in Bewegung: mehr Wettbewerb, mehr Vielfalt, und zum ersten Mal seit Jahren auch wieder echten Fortschritt im Einstiegssegment. Welche Versprechen im Handel halten, was Hersteller tatsächlich liefern – das entscheidet sich in den kommenden Monaten. Wir werden darüber berichten.

Unser Host Johanna Müssiger hat für die aktuelle Folge von überMORGEN mit unserem Computer-Experten Timo Brauer gesprochen. Er ist in Taipei vor Ort und berichtet im Podcast aus erster Hand über die spannendsten Highlights von der Messe. Hier geht es direkt zur Folge bei deinem Podcast-Anbieter:

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