LED-Lampen: So sparst du ganz einfach Strom

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Gerade in der dunklen Jahreszeit wird das Licht zu Hause immer früher eingeschaltet. Um die Stromrechnung zu senken, lohnt es sich ein Blick auf LED-Lampen zu werfen, die nicht nur wegen ihrer langen Lebenszeit überzeugen.
Bluetooth-Lampen von Philips Hue für das Smart Home
Bildquelle: Philips Hue

Neben der klassischen Glühbirne gibt es inzwischen viele alternative Leuchtmittel auf dem Markt. Eine dieser Alternativen sind die Licht emittierenden Dioden oder auch kurz LEDs. Laut der Verbraucherzentrale handelt es sich hierbei um die effizienteste Variante für eine Beleuchtung. Und sie haben einige Vorteile gegenüber den antiquierten Glühbirnen: Sie halten länger, verbrauchen weniger Strom und können kompakter verbaut werden. Doch wie viel Energie kannst du durch sie wirklich sparen?

Wie energieeffizient eine Leuchte ist, lässt sich an den Energieeffizienzklassen ablesen. Alle Leuchten im grünen Bereich von A bis A++ gelten als Strom-effizient. Nach Angabe der Verbraucherzentrale befinden sich LED Lampen in diesem grünen Bereich von A bis A++. Zum Vergleich: Traditionelle Glühlampen lassen sich eher im Bereich E, also der bisher letzten Stufe, einordnen.

Ab September 2021 wird es die Stufen A++ bis E nicht mehr geben. Um A+ und A++ zu vermeiden, werden diese gekürzt. Die neue Abstufung wird dann von A bis G gehen, wobei A dann für die Energieeffizienteste Variante steht.

Stromspareffekt der LEDs

Um verschiedene Lampen der gleichen Energieeffizienzklassen miteinander zu vergleichen, ist es interessant sich die Angaben von Lumen pro Watt anzuschauen. Der LED-Hersteller Lumitronix gibt bei seinen Lampen an, dass sie bis zu 100 Lumen pro Watt erreichen können. Nach Herstellerangabe seien diese Lampen 80 Prozent energieärmer als Glühbirnen. Andere Hersteller wie Philips geben sogar an, bis zu 90 Prozent energieeffizienter zu sein. Zum Vergleich: Für Standardglühlampen gibt das Umweltbundesamt Werte von 710 Lumen bei 60 Watt an. Bei Halogenlampen sei der Wert mit 50 Watt bei 710 Lumen deutlich geringer.

Die Wärme des Lichts spielt ebenfalls eine Rolle beim Strom sparen. Kaltes Licht hat eine höhere Lumen-Zahl und ist damit stromsparender als warmes Licht, was eine niedrigere Lumen-Zahl besitzt. Warm und kalt meint hier aber nicht die fühlbare Temperatur des abgestrahlten Lichts. Vielmehr ist die Farbe des Lichts das entscheidende Charakteristikum.

Lichterketten für den Weihnachtsbaum im Vergleich

Wenn du noch eine alte Lichterkette im Keller liegen hast, lohnt es sich für dieses Weihnachten eine neue LED Lichterkette für den Tannenbaum anzuschaffen. Nehmen wir eine Glühlampen-Lichterkette mit 100 Leuchten und einen Stromverbrauch von 30 Watt, und lassen diese vier Wochen lang, sechs Stunden am Tag die Adventszeit durchleuchten, dann ergibt sich hierfür ein Verbrauch von 5,04 Kilowattstunden.

Nach Angaben des Bundesverbandes für Energie und Wasserwirtschaft liegt der durchschnittliche Strompreis bei 30,91 Cent. Runden wir das ganze auf 31 Cent auf, liegt der Strompreis für die Lichterkette in der Adventszeit bei 1,56 Euro. 

Nehmen wir stattdessen eine LED Lichterkette mit ebenfalls 100 Leuchten und einem ungefähren Stromverbrauch von 4 Watt in derselben Beleuchtungszeit, ergibt sich ein Stromverbrauch von 0,672 Kilowattstunden. Damit liegen die Stromkosten dieser Lichterkette bei 0,20 Euro. Damit ist diese Lichterkette im Vergleich wesentlich günstiger.

Dimmen kann Strom sparen

Durch das dimmen einer LED lässt sich zusätzlicher Strom sparen. Je mehr Strom durch eine LED fließt, desto heller leuchtet sie. Die am häufigsten verwendete Methode ist die, in der der Dimmer die Stromzufuhr reguliert. Das bedeutet, dass die LED weniger Strom erhält und somit weniger hell leuchtet. Da die Lampe weniger verwendet, wird wiederum Strom eingespart.

Allerdings weist die Verbraucherzentrale daraufhin, dass nicht jede LED-Leuchte dimmbar ist. Auf den Verpackungen ist vermerkt, ob sich die Lampe dimmen lässt oder nicht. Ebenfalls wichtig zu beachten ist, dass nicht jeder Dimmer bei LEDs funktioniert. Bei falschen Dimmern kann es zu einem Flackern kommen und die LED zerstören. Achte also darauf, dass der Dimmer mit der LED-Lampe kompatibel ist. Damit kannst du übrigens auch die Lebensdauer deiner Lampe deutlich erhöhen.

So kannst du deine Lampen steuern

LEDs lassen sich auch ganz einfach und bequem über das Handy mit einer App steuern. Praktisch kann das für dich unter anderem sein, wenn du im Urlaub bist und dein zu Hause belebt aussehen soll. Über das Handy kannst du auch weitere Einstellungen vornehmen. Die meisten LED-Lampen können in verschiedenen Farben leuchten. Die Farben kannst du ebenfalls in deiner App einstellen, da die Lampen über Bluetooth mit deinem Handy verbunden sind.

Es gibt auch andere Systeme, wie die Philips Hue Bridge, die einzelne Lampen miteinander verknüpft. Über diese Bridge kannst du genau wie bei den Apps das Licht ein- und ausschalten und die Farben regulieren. Die smarte Beleuchtungsmethode ist nicht nur auf Innenräume beschränkt – es gibt auch extra Outdoor Lampen, die sich ebenfalls über die Bridge oder andere Apps steuern lassen.

Übrigens kannst du die Lampen mit Sprachassistenten, zum Beispiel dem Google Assistant, in deinem Schlafzimmer so einstellen, dass sie dich morgens sanft wecken. Über einen Zeitraum wird die Lampe dann immer heller und ein Sonnenaufgang simuliert. Abends kannst du das ganze umgekehrt machen und einen Sonnenuntergang darstellen.

Verschiedene Bauweisen

In ihrer Bauweise sind LED-Leuchten sehr flexibel. Es gibt sie als Spots, Lichtstreifen, Lightbars und noch weiteren Baumöglichkeiten. Die Lampen gibt es nicht nur in vielen verschiedenen funktionalen Bauarten, um einen Raum auszuleuchten, es gibt sie auch im Retro Look. Dabei ist die LED-Lampe der klassischen Glühbirne nachempfunden. So gibt es zum Beispiel die Edison Glühbirne von Philips Hue.

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Bildquellen

  • Philips Hue Bluetooth: Philips Hue
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