Die besten Apps für das Fahrrad: Navigation und Fitness für Anfänger und Profis

9 Minuten
Du hast dich heillos mit deinem Fahrrad verfahren und die Orientierung verloren? Dann musst du nicht verzweifeln, wenn du deine gute, alte Land- oder Stadtkarte nicht eingepackt hast. Heutzutage gibt es handlichere Abhilfe – nämlich Navi-Apps. Welche Fahrrad-App für Radler besonders gut geeignet ist, haben wir zusammengestellt.
Fahrrad fahren Symbolbild
Bildquelle: Pixabay

Einige dürften sich noch daran erinnern, wie es war, mit überdimensional großen Karten aus Papier in der Hand und dem Fahrrad unter den Füßen über die Straßen zu balancieren. Geriet man dabei unter einen Schwall Regen, war nicht nur die Frisur ruiniert und die Kleidung durchnässt, sondern auch die Karte hinüber.

Das Handy im Auto ist schon längst nicht mehr wegzudenken, doch auch auf dem Fahrrad ist es ein nützlicher Begleiter. Einmal in eine Halterung am Lenker eingespannt, lassen sich dort bequem Navi-Apps und Ähnliches zur Orientierung oder für den Trainings-Fortschritt starten. Wir zeigen dir, welche Android- und iOS-Apps für Fahrradfahrer am nützlichsten sind.

Die besten Apps zum Fahrradfahren

Fahrradfahrer brauchen in der Regel Orientierung, wenn sie längere Touren radeln wollen – egal ob mit dem E-Bike, Rennrad oder normalen Fahrrad. Damit du unterwegs auf dem rechten Weg bleibst, hilft dir eine Navigations-App. Die besten Fahrrad-Navis gibt es hier auf einen Blick.

Google Maps: Der Klassiker

Jedem Nutzer wird höchstwahrscheinlich auf Anhieb Google Maps zum navigieren einfallen. Ein bequemer Weg, da die Google-App auf jedem Android-Gerät vorinstalliert ist. Die App ist simpel aufgebaut, sodass die Bedienung schnell vonstatten geht. Gibst du eine Route ein, kannst du auswählen, ob man du diese zu Fuß, mit dem Auto oder Rad hinter dich bringen willst.

Google Maps

Neben der Route stellt Google auch Informationen zur Verfügung, die weitere Ausflugsziele oder Freizeittipps umfassen. So kann die Tour mit mehreren Stopps ausgebaut und erweitert werden. Teilweise bietet Google Maps auch Streetview – je nachdem, ob das jeweilige Gebiet erfasst ist oder nicht – und Informationen zum Gelände. Weiterer Pluspunkt ist der Offline-Modus, die Google ermöglicht. Denn je nachdem wo du hinfährst, ist nicht zwingend eine gute Internetverbindung gegeben. Negativ ist hingegen, dass die App teilweise auch über stark befahrene Straßen leitet. Google Maps ist sowohl für Android als auch iOS kostenlos und werbefrei verfügbar.

Maps – Navigation und Nahverkehr
Maps – Navigation und Nahverkehr
Entwickler: Google LLC
Preis: Kostenlos
‎Google Maps - Transit & Essen
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Entwickler: Google LLC
Preis: Kostenlos

Komoot: Für Radler mit Leib und Seele

Komoot ist eine App, die speziell für Fahrradfahrer und Outdoor-Abenteuer entwickelt wurde. Dementsprechend ist sie in diesem Bereich auch eine der beliebtesten und bekanntesten Anwendungen. Die hinter der Fahrrad-App stehende Firma verspricht, dass Erfahrungen von Nutzern in die Weiterentwicklung eingearbeitet. So werden entlang der festgelegten Strecken allerhand Freizeitziele aufgelistet, wie beispielsweise Biergärten, Aussichtspunkte oder Sehenswürdigkeiten. Auch spezifische Fahrradstrecken werden angegeben.

Mit Komoot können Fahrradfahrer nicht nur am Smartphone, sondern auch über den PC ihre Route festlegen und planen. Möglich ist, anhand der eigenen Kondition die Dauer der jeweiligen Tour zu berechnen und die Strecke auch aufzuzeichnen. Diese kann online nachgesehen werden. Die Karten sind bei Komoot ebenfalls offline nutzbar.

Komoot App

Du erhältst ein Gebiet kostenfrei beim Download der App dazu, alle weiteren Regionen auf der ganzen Welt können für 30 Euro erworben werden. Komoot ist mit Android– und iOS-Geräten kompatibel. Die App kann kostenlos heruntergeladen werden, für die meisten Regionen musst du hingegen mindestens 8,99 Euro bezahlen.

Naviki: Für Anfänger und Profis

Eine weitere extra fürs Fahrrad entworfene Radtouren-App ist Naviki. Ähnlich wie auch bei Komoot können Routen erstellt werden, die mit verschiedenen Zwischenzielen bestückt werden können. Die App berücksichtigt dabei verschiedene Fahrradtypen und geht auf dessen Ansprüche ein. Alternativ kann auch die Community helfen: Über die Stichwortsuche können Touren von anderen Nutzern gesucht und in die eigene Route mit eingebastelt werden. Daneben stellt Naviki auch vorgegebene Touren bereit.

Online wie offline lassen sich die von Naviki bereitgestellt Karten nutzen, aufzeichnen und dokumentieren. Vor der nächsten Tour lässt sich der Weg online planen und anschließend mit dem Smartphone synchronisieren.

Naviki

Naviki steht kostenlos als Android-App und für das iPhone zur Verfügung – allerdings werden für einige Funktionen Kosten erhoben. Darunter fällt auch die Tourenplanung mit Berücksichtigung der verschiedenen Fahrradtypen oder die Sprachansage bei der Navigation. Auch die Radsensoren oder der Puls des Fahrradfahrers können gegen einen Aufpreis erfasst und ausgelesen werden.

Road ID: Der Soziale

Diese App dient nicht unbedingt als Navi, sondern ist interessant für Radfahrer, die andere an ihrer Route respektive Standort teilhaben lassen wollen. Egal ob querfeldein mit dem Mountainbike oder mit dem Fahrrad durch die Stadt – Road ID erlaubt es dir, deinen Weg aufzuzeichnen und die Route anschließend mit bis zu fünf anderen Kontakten zu teilen. Außerdem lässt sich über die App ein Alarm absetzen, sofern der Fahrer in eine Notsituation gerät.

Road ID

Die kostenlosen Apps von Road ID finden sich Google Play Store sowie Apples App Store.

Bike Citizens: Der Städter unter den Apps

Der Name lässt es bereits erahnen: Diese App richtet sich an Radfahrer, die große Städte wie Berlin, London oder Amsterdam durchqueren wollen. Dazu gehört auch das Umland, das ebenfalls in die Karten aufgenommen werden. Du kannst entweder eine spezifische Route auswählen oder eine suchen lassen. Je nachdem können Fahrradfahrer bestimmen, dass zum Beispiel Hauptverkehrsstraßen vermieden werden. Die Karten kannst du darüber hinaus auch im Ausland sowie offline verwenden. So belastet du deine mobilen Daten nicht.

Bike Citizens

Der Download von Bike Citizens ist kostenlos, die Karten an sich kosten allerdings. Der Preis variiert je nach Stadt, für Berlin wird beispielsweise 4,49 Euro verlangt, während die Karte für München 5,49 Euro kostet. Das Paket für alle Städte kostet 19,99 Euro.

Die effektivsten Trainings-Apps fürs Fahrrad

Mit dem Fahrrad kann man nicht nur lange Strecken schnell und unkompliziert zurücklegen. Auch ein Fitness- und Trainingseffekt lässt sich mit den Zweirädern einstellen. Zu diesem Zweck stehen ebenfalls einige Apps im Play Store und App Store bereit.

Endemondo: Der Fitness-Coach

Diese App wird nicht nur als Navigation beworben, sondern auch als Fitness-Coach. Neben Karten bietet Endemondo also auch Trainingseinheiten, die über das Fahrradfahren hinaus gehen – unter anderem werden auch Übungen für Aerobic oder Zirkeltraining geboten. Du kannst ein eigenes Trainingsprogramm zusammenzustellen, während Endemondo deine Leistung erfasst und deine Fortschritte protokolliert. Dabei steht auf den Fahnen der App, seine Nutzer auch bei der Erreichung der gesteckten Ziele zu motivieren.

Speziell beim Radfahren kannst du deine Strecken auch anderen Radsportlern zur Verfügung stellen und anders herum, sodass alle Nutzer von den (Geheim-) Tipps der anderen profitieren. Endemondo fördert hier auch die Konkurrenz unterhalb der Fahrradfahrer und ermöglicht es, dass Nutzer die Zeiten der jeweils anderen unterbieten. Auf Wunsch kannst du die App auch mit einem Pulsmesser koppeln.

Endemondo

Die Basis-Version von Endemondo ist kostenfrei für Android– und iOS-Geräte. Um die App nutzen zu können, musst du dich allerdings anmelden. Alternativ gibt es auch eine Pro-Version, für dessen Abonnement allerdings 5,99 Euro im Monat fällig werden.

Runtastic Mountain Bike GPS: Für Mountainbiker

Diese Anwendung richtet sich primär an diejenigen, die gern Mountainbike fahren. Die in Runtastic Mountain Bike GPS sind die Fahrten speziell an Berge und Täler angepasst, sodass du einen Anreiz für schwierige Touren erhältst. Auch der Nervenkitzel bei Routen über steile Hänge oder Ähnliches wird nicht vergessen.

Alle Strecken werden per GPS aufgezeichnet und Steigungen oder Gefälle in Prozent in der App angezeigt. Nach einer zurückgelegten Strecke wertet die App die Tour aus und achtet dabei genauestens darauf, wie viele Steigungen enthalten waren und ob du Fortschritte gemacht hast. Der Trainingsverlauf wird stets protokolliert.

Runtastic Mountain Bike GPS

Mit der Basis-Version können die Karten nicht offline genutzt werden, dafür müssen Radfahrer die Pro-Version erwerben. Zu finden ist Runtastic Mountain Bike GPS im Google Play Store und auch in Apples App Store.

Die nützlichsten Apps rund zum Fahrrad

In den Tiefen der App-Welt finden sich auch Anwendungen, die das Leben mit dem Fahrrad erleichtern. Die sportliche Betätigung steht bei den folgenden Apps nicht im Vordergrund.

Saddle adjust

Ergänzend dazu gibt es unter anderem Saddle adjust. Diese verhilft dazu, den Sattel exakt auf den eigenen Körperbau einzustellen. Das bedeutet, dass man das Smartphone auf den Sattel legt, diesen dann ausmisst und die richtige Neigung ermittelt. Einmal gefunden, speichert die App den richtigen Winkel.

Saddle adjust
‎Saddle Adjust by velobuddy.com
‎Saddle Adjust by velobuddy.com
Entwickler: Venikom
Preis: Kostenlos

Apps für Leih-Fahrräder

Im Urlaub hat man nicht immer sein eigenes Fahrrad im Gepäck, manche mögen erst gar kein eigenes Zweirad besitzen. Für diesen Fall gibt es Apps, die die nächstgelegenen Leihstellen für Fahrräder anzeigen. „Call a bike“ von der Deutschen Bahn, „nextbike“ oder „Bikein“ sind solche Anwendungen, die dir das nächstgelegene Fahrrad anzeigen.

Die Apps bieten teils Übersichtskarten samt Entfernungsangaben sowie eine Navigation zur Fahrrad-Station. Um die Fahrräder leihen zu können, musst du in der Regel ein Konto einrichten, um die Gebühr anschließend zahlen zu können.

Nextbike

Alle drei Apps sind mit Android und iOS kompatibel und zudem kostenfrei.

Erste-Hilfe-Apps

Legt man mit dem Fahrrad oder Mountain Bike komplizierte Wege zurück und verunglückt, ist es für Rettungskräfte oft schwer, schnell an den Unfallort zu gelangen. Eine frühe Erste Hilfe können Fahrradfahrer aber in den meisten Fällen auch selbst schon leisten.

Die Apps vom Malteser Hilfsdienst oder auch die Anwendung ASB des Samariter-Bundes Bonn/Rhein-Sieg/Eifel frischt die Erste-Hilfe-Kenntnisse noch einmal auf. Die Apps enthalten für einige Notfallsituationen Schritt-für-Schritt-Anleitungen und Sofortmaßnahmen. Die Malteser- und ASB-App ist im Play Store sowie auch App Store auffindbar; weitere Kosten entstehen nicht.

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