Diese 5G-Smartphones von Huawei, Samsung & Xiaomi kommen 2019

8 Minuten
Smartphone-Hersteller wappnen sich für 5G. Der neue Mobilfunkstandard ist auf dem Weg - Telekom und Vodafone bieten bereits 5G-Konnektivität für Kunden an. 2019 ist das Durchbruch-Jahr für 5G-Hardware. Der MWC und auch die IFA fördern Smartphones für die neue Mobilfunk-Generation zu Tage.
Handynutzung im virtuellen Netz.

Nachdem Motorola dank 5G-Moto-Mod mit einem Trick das erste offizielle 5G-Smartphone schon 2018 zeigte, sind 2019 auch Smartphones auf dem Markt, die von Haus aus im 5G-Netz funken. Samsung, Huawei und auch weitere Hersteller wie Xiaomi springen früh auf den 5G-Zug auf.

→ Alle mit 5G: Tarife von Telekom und Vodafone

Handys mit 5G: Diese Smartphones kommen offiziell auf den Markt

Samsung Galaxy S10 5G

Mit der S10-Serie geht bei Samsung auch 5G in Serie. Alle Flaggschiff-Serien der Koreaner kommen auch als 5G-Modell. Neben dem S10 5G gibt es das Note 10 5G und auch das Galaxy Fold 5G steht auf der Samsung-Liste.

 

Außerdem wagt Samsung den 5G-Ausflug in die nominelle Mittelklasse. Trotzdem kostet das Samsung Galaxy A90 5G stolze 750 Euro zum Start.

Samsung-Handys mit 5G:

Stand: September 2019

Huawei Mate X

„Das Handy kannste knicken“ spottete man auf dem MWC 2019 in Barcelona. Dabei bedient Huawei mit dem Mate X gleich zwei Trends des Jahres 2019. Gemeint sind damit die Trends der faltbaren Smartphones und 5G. Und sogar einen Preis gibt es. Er allerdings macht schnell klar, dass dieses Handy keinen Massenmarkt bedienen wird. 2.299 Euro sind veranschlagt.

Auf der IFA 2019 stellte Huawei mit dem Kirin 990 5G einen Prozessor vor, der das 5G-Modem zusammen mit dem Prozessor auf einem Chip-System (SoC) vereint. Zum ersten Mal auf dem Markt, wie man betont. In jedem Fall ist es der Startschuss für 5G-Konnektivität als Standard auf Smartphones. Beim Huawei Mate 30 Pro kommt der 5G-Prozessor erstmals zum Einsatz.

Xiaomi Mi Mix 3 5G

Das Xiaomi Mi Mix 3 5G wird bereits über vielfältige Wege verkauft. Unter anderem ist es offiziell bei Amazon erhältlich. Das chinesische High-End-Smartphone ist eines der ersten 5G-Smartphones auf dem Markt – mit rund 700 Euro außerdem eines der günstigeren.

ZTE Axon 10 Pro 5G

Moderne Optik mit einem 6,47-Zoll-Bildschirm und einem guten Display-Gehäuse-Verhältnis. So lässt sich das Äußere des Handys beschreiben. Es handelt sich um ein High-End-Gerät mit Qualcomm Snapdragon 855 und Snapdragon-X50M-Modem.

LG V50 ThinQ

Ein weiterer Asiate hat den 5G-Trend ebenfalls auf dem Zettel: Mit dem V50 ThinQ stellte auch LG sein erstes Smartphone mit 5G vor. Dabei kam diese Ankündigung recht überraschend. Die Koreaner haben erst Ende Januar das LG V40 ThinQ auf den deutschen Markt gebracht. Auf dem Markt erhältlich ist das LG V50 ThinQ aber auch im Herbst 2019 noch nicht.

Oppo Reno 5G

Oppo spielt in Europa eine untergeordnete Rolle, ist aber einer der größten Handy-Hersteller der Welt. Mit dem Oppo Reno wurde im Frühjahr 2019 bereits ein Smartphones vorgestellt, dass auch als Oppo Reno 5G zu haben ist.

Und Apple? Das iPhone 5G kommt früh genug

Wie erwartet, hält sich Apple hinsichtlich Prognosen zu kommenden Modellen mehr als bedeckt. Zusammen mit Intel will Apple Gerüchten zufolge ab 2020 mit 5G-Modulen an den Start gehen. Die Erfahrung zeigt, dass Apple ein Gespür dafür hat, wann es Zeit ist, einen neuen Standard auszurollen. Und wenn das geschieht, greift der Apple-Effekt und die neue Technologie wird herstellerübergreifend zum Standard. Auch bei 5G dürfte Apple also nicht Innovations-Motor, sondern eher Innovations-Turbo sein. Das erste iPhone mit LTE war seinerzeit das iPhone 5. Die Errungenschaft spiegelte sich nicht im Namen wider, wie zum Beispiel beim Samsung Galaxy S3 LTE – oder eben beim Galaxy S10 5G.

Anders war es bei der Apple-Einführung von 3G. Das iPhone 3G aus dem Jahr 2008 ist vielen Apple-Smartphone-Fans früherer Zeiten ein Begriff. Möglich, dass Apple die 5G-Einführung für eine weitere Revolution seiner Nomenklatur herhalten lässt und das Handy als eine Hommage an das 2008er-Modell iPhone 5G tauft.

Was muss ein 5G-Handy können?

Für die Kompatibilität mit 5G-Konnektivität bedarf es entsprechender technischer Ausrüstung. Für mobile Breitband-Verbindungen benötigt das Handy sogenannte MIMO-Antennen. Diese kommen bereits bei LTE-Handys zum Einsatz. MIMO bedeutet „Multiple Input Multiple Output“ und bedeutet frei übersetzt, dass mehrere Antennen am Endgerät empfangen und mehrere Sender an der Basisstation senden. Hierdurch werden Effizienz und Kapazität einer Verbindung erhöht, die Fehlerhäufigkeit wird minimiert.

  • LTE: MIMO 4X4
  • 5G: MIMO 8X8

5G setzt pro Verbindung also auf die doppelte Anzahl an Empfangs- und Sendeeinheiten. Dieses Prinzip wird für 5G weitergedacht. Modernere Antennentechnik sorgt für mehr Datenströme zwischen Basisstation und Endgerät, also dem Smartphone. Da die zusätzlichen Antennen und die Technik dahinter in LTE-Handys nicht vorhanden ist – vom 5G-Modem ganz zu schweigen – kann 5G-Kompatibilität nicht per Software-Update oder kleiner Nachrüstung nachgeschoben werden.

In den ersten Jahren werden 5G-Smartphones als Non-Stand-Alone auf den Markt kommen. Das heißt, sie werden stets die LTE-Netze als Basis benötigen und nutzen 5G als zusätzlichen Downstream-Kanal. Und obwohl 5G deutlich mehr kann: Geht es um 5G-Smartphones wird es bis auf weiteres nur um eines gehen: mehr Geschwindigkeit.

Qualcomm, MediaTek, Samsung, Huawei: Ohne Chip-Hersteller läuft nichts

Das Modem, das über 5G-Frequenzen funken soll, wird den Herstellern meist vom Prozessor-Fabrikanten geliefert. Nicht selten sitzt hier die amerikanische Chipsatz-Schmiede Qualcomm an den längsten Hebeln. Und die Amerikaner liefern: Das Modem für die ersten Snapdragon-Chips mit 5G, den Snarpdragon 855, ist bereits vorgestellt worden. Es hört auf den Namen Qualcomm Snapdragon X50 5G Modem. Angekündigt wurde es bereits auf dem Mobile World Congress 2017 (MWC) in Barcelona. Huawei zeigte auf der IFA 2019 seinen ersten vollständigen 5G-Chipsatz, den Kirin 990.

Samsung baut die Prozessoren für seine Smartphones selber, setzt bei den 5G-Varianten seiner Flaggschiffe 2019 aber noch auf ein dediziertes 5G-Modem, das also nicht direkter Teil des Prozessors ist.

Was unterscheidet 5G auf dem Handy von LTE?

Die große Errungenschaft von 5G, die geringe Latenzzeit und die hohen Frequenzen, ist für den Ottonormalverbraucher mit Handy nicht von der Relevanz, die sie für die Industrie haben. Der Mobilfunkvertrag der Zukunft wird Brancheninsidern zufolge auch nicht vollends von aktuellen Vertragsmodellen abweichen.

Die Datenlast auf den Netzen wird aber ansteigen und die Geschwindigkeit auf den jeweiligen Geräten wird ebenfalls in die Höhe gehen. Dadurch werden sich immer mehr Smartphone-Anwendungen dezentralisieren und die Cloud umziehen. Fotos, Videos und auch Gaming-Inhalte werden direkt abgerufen und bedürfen keiner langen Downloadzeit mehr. Ein 5G-Praxisbeispiel, dass die Marketing-Maschinerie gerne bemüht: Ein HD-Film, der schon im LTE-Netz in ein bis zwei Minuten heruntergeladen würde, bräuchte im 5G-Netz nur noch den Bruchteil einer Sekunde um vollständig heruntergeladen auf dem Handyspeicher zu liegen. In der Frage, was denn daran der große Vorteil sei, einen Film, den man sowieso erst später anschaut, innerhalb von einer Sekunde statt zwei Minuten herunterzuladen, steckt die 5G-Kritik: Der Standard ist für den Endverbraucher nicht der Schritt, der zum Beispiel 4G im Vergleich zu 3G bedeutete. Interessanter ist die Funktion, die das Handy unter 5G-Fittichen einnimmt. Als Steuerungseinheit kann das Handy eine wichtige Rolle im Internet der Dinge einnehmen. Smart-Home-Anwendungen erhalten immer höhere Relevanz. Die Vielfältigkeit der Geräte, die mit dem Handy ferngesteuert und verwaltet werden können, wird mit 5G zunehmen. Die Errungenschaften liegen aber nicht nur in der Hardware, sondern häufig auch in der Software.

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