WeShare: VW startet neuen Carsharing-Dienst - Anmeldung zum Start kostenlos

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Vor rund einem Monat wurde bekannt, dass Volkswagen in Berlin den Start eines neuen Carsharing-Dienstes vorbereitet. Das Besondere: Es kommen nur Elektroautos zum Einsatz. Jetzt ist der offizielle Startschuss gefallen. Ab sofort sind Anmeldungen für WeShare möglich. Interessenten können binnen weniger Minuten losfahren, wie ein Test von inside handy zeigt.

Zum Start lässt Volkswagen die WeShare-Kunden der ersten Stunden zum Sonderpreis mit den bereitstehenden Elektroautos fahren. Pro Minute werden 19 Cent berechnet. Ab September soll der Minutenpreis schrittweise in drei Kategorien auf einen durchschnittlichen Minutenpreis von 29 Cent steigen. Hinzu kommt grundsätzlich 1 Euro pro Fahrt.

WeShare: Zum Start kostenlos am Flughafen parken

Sparen können WeShare-Interessenten aber auch an anderer Stelle. Denn vorübergehend fallen keine Sondergebühren an, wenn man mit dem E-Golf zu den Flughäfen Berlin Schönefeld (SXF) und Berlin Tegel (TXL) fährt.

Am SXF sind die passenden Parkplätze im nördlichen Teil des Parkplatzes P6 zu finden. Am TXL können WeShare-Fahrer in der obersten Etage des Parkhauses P2 parken. Die Schranke öffnet durch einen Scan des Nummernschildes automatisch.

WeShare

Wie kann ich mich für WeShare anmelden?

Eine Anmeldung für WeShare – derzeit übrigens kostenlos, in Zukunft sind knapp 20 Euro zu zahlen – ist nur per App möglich. Diese müssen interessierte WeShare-Fahrer auf ihr Android-Smartphone oder iPhone laden und anschließend bei Volkswagen im Rahmen eines mehrstufigen Prozesses eine Freischaltung für den neuen Carsharing-Dienst beantragen.

WeShare Carsharing
WeShare Carsharing

Dazu müssen Nutzer nicht nur ihren Führerschein und Personalausweis oder Reisepass abfotografieren und direkt über die App an Volkswagen schicken, sondern auch zwei Aufnahmen von sich selbst (Selfies). Zudem ist die Hinterlegung von Kreditkartendaten notwendig.

Anschließend startet die Überprüfung sämtlicher Daten und binnen weniger Minuten soll eine Nutzung möglich sein. Im Test von inside handy erfolgte die Freischaltung in unter fünf Minuten.

Welche Autos kann ich bei WeShare nutzen?

Zum Start von WeShare stehen in Berlin 1.500 VW E-Golf zur Verfügung. Alle sind – wie der Name schon sagt – nicht mit einem Verbrennungsmotor ausgestattet, sondern fahren voll elektrisch. Anfang 2020 soll die Flotte um 500 zusätzliche e-up wachsen. Und auch der neue ID.3 wird Mitte 2020 als WeSahre-Fahrzeug verfügbar sein.

Alle WeShare-Fahrzeuge werden anfangs bei niedrigem Batteriestand durch Service-Mitarbeiter des Anbieters eingesammelt und geladen. Im späteren Betrieb erhalten Nutzer Anreize für das eigenständige Laden. Denkbar sind zum Beispiel Frei-Minuten oder Gratis-Guthaben für die Nutzung von WeShare.

Wo kann ich WeShare nutzen?

WeShare ist wie DriveNow, Car2Go (bald gemeinsam als Share Now aktiv) und Sixt Share als Free-Floating-Anbieter aktiv. Die Carsharing-Autos können innerhalb eines Geschäftsgebietes – in Berlin rund 150 Quadratkilometer groß – frei angemietet und wieder abgestellt werden. Eine Bindung an bestimmte Stationen – wie zum Beispiel bei Cambio Carsharing – gibt es nicht. Nur Halteverbotszonen sollte jeder Fahrer natürlich beachten.

Nach dem Start in Berlin soll WeShare zunächst gemeinsam mit der Volkswagen-Tochter Skoda nach Prag und später nach Hamburg kommen.

Wie alt muss ich sein, um WeShare zu nutzen?

Anders als man zunächst vermuten könnte, setzt WeShare nicht ein Mindestalter von 18 Jahren voraus. Wer das VW-Carsharing nutzen möchte, muss vielmehr mindestens 21 Jahre alt sein und schon mindestens ein Jahr lang einen Führerschein besitzen. Auch eine Meldeadresse in Deutschland ist Voraussetzung.

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1 KOMMENTAR

  1. Ein weiteres Angebot, um einen weiteren Autohersteller von den Konventionalstrafen für den Bau von SUVs zu entlasten. So bringen sie ihre e-Autos auf die Straße und senken damit den Durchschnitts-CO2-Wert der produzierten Fahrzeuge. Sorgt sicher auch für mehr Autoverkehr (billig mit dem Auto statt mit dem ÖPNV zum Flughafen) und entlastet die Stadt kein bisschen. Nicht gut, nicht zukunftsgerichtet, kein Beitrag zum Klimaschutz.

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