Umfrage: Handy-Nutzer wollen Update-Garantie und höhere Transparenz

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Dass Updates nicht von Smartphone-Herstellern garantiert werden, sollte aktuell allen Huawei-Besitzern klar sein. Nach der Beendigung der Zusammenarbeit mit Google erhalten Nutzer demnächst nur noch Sicherheits-Aktualisierungen. Doch auch abseits des Huawei Debakels wünschen sich Verbraucher eine längere Update-Versorgung und Garantien. Darauf deuten die Ergebnisse einer aktuellen Umfrage hin.
iPhone 4 mit verschiedenen Apps.
Bildquelle: Pixabay

Rund fünf Jahre. So lange wünschen sich Handy-Nutzer Firmware-Updates der Hersteller. Bei Sicherheits-Aktualisierungen ist die Zahl mit 5,4 Jahren sogar minimal größer. Das geht aus einer vom Hopp Marktforschungsinstitut durchgeführten und von der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz in Auftrag gegebenen Umfrage mit 1.000 Teilnehmern hervor. Doch die Realität sieht ganz anders aus.

Insbesondere Android-Geräte werden nur spärlich mit neuer Software versorgt. Selbst Unternehmen wie Samsung und Huawei behandeln ihre Modelle nach ungefähr zwei Jahren recht stiefmütterlich – auch wenn es sich bei den Mobiltelefonen um Flaggschiffe handelt. Weniger bekannte Hersteller bieten oftmals sogar geringere Zeiträume an. Das gilt insbesondere für chinesische Unternehmen. Lediglich Apples iPhones, Googles Pixel-Handys und Android-One-Geräte können mit längerem Service rechnen. An die Wunsch-Zeit von rund fünf Jahren kommt dennoch kaum jemand heran.

Höhere Transparenz und Update-Garantie

Obwohl 63 Prozent der Teilnehmer angaben, sich bereits alle zwei bis drei Jahre ein neues Smartphone anzulegen, fordern die Befragten dennoch insgesamt mehr Transparenz. 92 Prozent wollten, dass Hersteller angeben, über welchen Zeitraum sie Sicherheits-Aktualisierungen verteilen. Auch bei den Betriebssystem-Updates waren die Meisten dafür (88 Prozent). Ähnliche Größenordnungen ergaben sich weiterhin bei der Frage nach verpflichtenden Aktualisierungen über einen bestimmten Zeitraum.

An eine vergleichbare Lösung denken auch europäische Politiker. Bereits im Februar 2019 wurde auf EU-Ebene eine Regulierung beschlossen, die Unternehmen europaweit eine Update-Pflicht auferlegt. Ob das ein Grund zum Jubeln ist, muss sich allerdings noch zeigen. Ein höherer Aufwand für den Hersteller ist nämlich stets auch mit einer größeren finanziellen Belastung für den Endverbraucher verbunden.

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1 KOMMENTAR

  1. 5 Jahre müssten es jetzt auch nicht sein. Obwohl ich gegen ein Android 9.0 auf meinem Samsung S5 Mini auch keine Einwände hätte 😉
    Aber wenigstens 3 Jahre hätten was. Laufzeitverträge, Garantien, Updates – alles hängt sich an diese magische Zahl von 104 Wochen. Warum eigentlich? Wenn ein günstiges Extrem wie Freenet Funk mit täglicher Kündbarkeit funktioniert, warum traut sich dann keiner auch mal in die andere Richtung, mit 3 Jahren MLZ bei Verträgen, wenn dabei auch Garantien und Updates 3 Jahre mit gehen.

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