Strompreise 2022: Diese Strom-Anbieter erhöhen Preise teils um 40 Prozent

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Seit Wochen ist es – neben der Corona-Pandemie – eines der wichtigsten Themen in den Nachrichten: Die Energiekriese. Viele Stromanbieter werden die Preise erhöhen. Und: Ein Grundversorger wird den Dienst einstellen.
Stromzähler
StromzählerBildquelle: Pixabay

Ein Grundversorger beim Strom ist eigentlich so etwas wie die feste Konstante, die immer da ist. Solltest du in eine Wohnung einziehen und dich nicht um einen Stromanbieter kümmern, versorgt er dich automatisch. Ist der Anbieter, den du gewählt hast, pleite, springt er ein. Dein Strom ist nie weg. Doch jetzt streicht der erste Grundversorger die Segel. Dabei handelt es sich um die Ziegler GmbH & Co. KG aus Kappelrodeck in Baden-Württemberg.

„Augenblicklich befinden wir uns in der Abstimmung mit den Behörden und dem Netzbetreiber, um eine reibungsarme Überführung vor allem auch der Kunden in der Grundversorgung zu gewährleisten“, heißt es auf der Webseite des Unternehmens. Wer der neue Grundversorger wird, ist unklar. Nur so viel ist klar: Der Strom für die betroffenen Haushalte wird weiter fließen. Wie viele Kunden betroffen sind, ist nicht bekannt.

Bevor Ziegler am 31. Dezember 2021 aber seinen Betrieb als Grundversorger einstellt, beschäftigt man die Kunden noch mit einer saftigen Preiserhöhung zum 1. Dezember. Statt wie bislang 28,68 Cent pro Kilowattstunde, zahlen die Kunden dann 54,27 Cent. Natürlich haben betroffene Kunden das Recht zur außerordentlichen Kündigung.

Mehr als 200 Anbieter erhöhen die Strompreise

Auch andere Anbieter halten sich in diesen Tagen nicht zurück. Bereits jetzt sei der Strompreis für Haushalte in Deutschland höher als nirgendwo sonst auf der Welt, teilt Preisvergleicher Verivox mit. Seit der zweiten Jahreshälfte haben 194 regionale Stromversorger Preiserhöhungen von durchschnittlich 7 Prozent angekündigt. Ein Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 4.000 kWh (Drei-Personen-Haushalt) bezahlt dann durchschnittlich 91 Euro mehr. Von den Strompreiserhöhungen sind rund 1,5 Millionen Haushalte betroffen. Im gleichen Zeitraum führten 22 regionale Stromversorger Strompreissenkungen von durchschnittlich 2,4 Prozent durch. Rund 0,9 Millionen Haushalte werden im Schnitt um 31 Euro entlastet, so Verivox. Beim Mitbewerber Check24 zählt man anders und kommt auf 266 Grundversorger, die die Preise erhöht oder Erhöhungen angekündigt haben.

Der Stromwechsel-Service remind.me hat auf seiner Webseite die deutlichsten Preissprünge aufgeführt. An der Spitze befindet sich hier die eingangs erwähnte Firma Ziegler mit 81,9 Prozent Preissteigerung. Doch schon direkt danach folgen zahlreiche Stadtwerke, die zwischen 44,3 und 53,1 Prozent mehr verlangen im neuen Jahr. Darunter befinden sich die Stadtwerke Haßfurt, Stadtwerke Schweinfurt, Stadtwerke Rottenburg im Neckar, Stadtwerke Klingenberg und die Stadtwerke Witten. Dabei handelt es sich laut remind.me in der Regel um die Grundversorgertarife. remind.me kümmert sich mit einem Expertenteam darum, dass Kunden sichl aut Anbieter stets in dem für sie günstigsten Stromtarif befinden. Man sorgt nach eigenem Bekunden auch dafür, dass die Abrechnungen samt versprochener Bonuszahlungen korrekt sind. Zudem überwache man die Vertragsbeziehung und reagiere, sollte ein Anbieter seine Preise erhöhen.

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