Stiftung Warentest: So erschreckend schädlich sind diese Kopfhörer für Kinder

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Hersteller versprechen meistens viel, doch was das Produkt letztlich einhält, steht auf einem anderen Blatt. So auch bei Kopfhörern, die zusätzlich die wichtige Aufgabe haben, das Ohr zu schützen. Wie mangelhaft Kinder-Kopfhörer sind, hat nun die Stiftung Warentest entdeckt.
Ein Junge liegt auf einem Bett, trägt Kopfhörer und schaut auf ein Tablet
Stiftung Warentest: So schlecht sind Kopfhörer für KinderBildquelle: Unsplash

Als Erwachsener liest man sich schlau, hört zur Probe oder kauft einfach die Kopfhörer der Wahl. Kinder sind hingegen auf ihre Eltern angewiesen und darüber hinaus auch noch auf das Können der Hersteller. Denn gerade Kinderohren müssen gut geschützt werden, damit sie im späteren Lebensverlauf nicht Schäden davon tragen. Die Stiftung Warentest hat sich verschiedene Kopfhörer angesehen. Das Ergebnis ist erschreckend: Keines der insgesamt 19 Modelle hatte einen guten Klang, viele boten keinen ausreichenden Gehörschutz und das Schlimmste: Die getesteten Kopfhörer sind mitunter gesundheitsschädlich für dein Kind.

Stiftung Warentest: Acht Kopfhörer fallen komplett durch

Im Detail testete die Stiftung Warentest 19 Bügelkopfhörer – davon 13 kabelgebundene und 6 kabellose Modelle – , die speziell für Kinderohren gedacht sind. Der Preis spielte dabei ebenso eine Rolle: Maximal 50 Euro durfte das jeweilige Modell kosten. Neben dem Klang, der bei keinem der getesteten Kopfhörer gut war, lag das Augenmerk vor allem auf dem Gehörschutz, Tragekomfort und der Verarbeitung.

Der Norm zufolge darf ein Kinderkopfhörer nicht lauter als 85 Dezibel (dB) sein. Ein Kriterium, das nicht jedes Testmodell erfüllte. Insgesamt drei Exemplare sind deutlich lauter; die SMO655 von OTL stechen mit 100 dB allerdings deutlich heraus. So geben die Experten der Stiftung Warentest die Empfehlung, erst ab einem Alter von 11 oder 12 Jahren Kopfhörer dieser Lautstärke an Kinder auszuhändigen. Erst dann könnten sie die Lautstärke bewusst wahrnehmen und regeln, erklärt man.

Auch in puncto Verarbeitung, Tragekomfort und Klang können die meisten Modelle nicht punkten. Einen gefährlichen Fund machten die Experten darüber hinaus im Modell Trust Sonin Kids Headphones. In den Kopfhörern ist Naphthalin in rauen Mengen enthalten – so viel, dass es vermutlich krebserregend ist. Die Verwendung von Schadstoffen ist im Übrigen keine Seltenheit. Das bedeutet: Vorsichtig sein.

Das sind die besten Kopfhörer für Kinderohren

Auch wenn keines der getesteten Modelle über die Note „befriedigend“ hinauskam, gibt es dennoch einen Sieger. Besonders positiv fiel vor allem JBL sowohl mit kabellosen als auch kabelgebundenen Headsets auf. Der Klang ist laut Stiftung Warentest zwar auch nicht herausragend, der Tragekomfort für die Kleinsten und die Haltbarkeit des Produkts gleichen das aber aus. Schadstoffe waren hier ebenfalls nicht zu finden.

Zu den Testsiegern der Stiftung Warentest gehören die JBL JR300BT (Bluetooth-Kopfhörer, Note: 3,0); die für durchschnittlich 50 Euro erhältlich sind. Die etwas günstigere Version mit Kabel, die JBL JR300 (Note: 2,7), kosten mit knapp 25 Euro nur die Hälfte. Als Alternative taugen mit einer ähnlichen Bewertung unter anderem auch folgende Modelle:

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