Stiftung Warentest: E-Bikes dieser 2 Top-Hersteller "mangelhaft"

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Rahmenrisse, giftige Substanzen im Sattel und ein Kurzschluss: Gründe, weshalb gleich zwei E-Bikes im Test von Stiftung Warentest mit der Note "mangelhaft" durchgefallen sind. Insgesamt schneiden nur 4 von 12 E-Bikes "gut" ab.
E-Bikes im Test bei Stiftung Warentest
E-Bikes im Test bei Stiftung WarentestBildquelle: Thomas Jarrand / Unsplash

Laut einer aktuellen Umfrage geben 84 Prozent der E-Bike-Besitzer an, aufgrund ihres E-Bikes mehr Rad zu fahren als vorher. Der Elektromotor scheint dabei also auch als Motivator zu fungieren. Nach Angaben des Zweirad-Industrie-Verbands sind in Deutschland aktuell rund 5,4 Millionen sogenannte Pedelecs unterwegs.

Die Stiftung Warentest hat für die Juni-Ausgabe der Zeit­schrift „test“ deshalb zwölf E-Bikes mit Mittel­motor, hydrau­lischen Scheibenbremsen und Wave-Rahmen mit voll­integriertem Akku geprüft. Die Räder kosten zwischen 2.150 und 3.500 Euro. Am Ende fallen zwei E-Bikes mit der Note „mangelhaft“ durch. Sie enttäuschen im Test mit Rahmenrissen oder Problemen bei der Brandsicherheit, etwa bei einem Kurz­schluss der elektrischen Kontakte, an den Stecker­verbindungen von Akku und Ladegerät. Doch vier Pedelecs sind „gut“, sicher, robust und enthalten keine Schad­stoffe.

Der Testsieger im E-Bike-Rennen: KTM Macina Tour

Geht es um die Fahreigenschaften, überzeugten die Tester zehn der zwölf geprüften E-Bikes. Doch nur vier Räder konnten sich auch in den weiteren Tests als robust und sicher genug behaupten, um eine gute Gesamt­note einzufahren. An die Spitze des Feldes setzt sich das KTM Macina Tour 510 und bekommt die Note 1,7. Ebenfalls „gut“ jedoch deutlich schlechter sind das Stevens E-Courier PT5, das Pegasus Premio Evo 10 Lite und das Raleigh Kent 9.

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Diese 2 E-Bikes fallen durch

Zwei Pedelces hat die Stiftung Warentest mit „mangelhaft“ bewertet. Das Endeavour 5.S Move von Kalkhoff sowie das Kettler Paramount 10G fallen im Test durch. Vor allem die Sicherheit und Halt­bar­keit der beiden Räder konnte die Tester nicht überzeugen. Bei beiden Modellen bestehe im Fall eines Kurzschlusses Brandgefahr.

Eine weitere Überraschung: das teuerste E-Bike im Test kommt nicht über die Gesamtnote „ausreichend“ hinaus. Rund 3.500 Euro kostet das Flyer Gotour 6, zeigte jedoch nach der Halt­barkeits­prüfung Risse im Rahmen.

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Darüber hinaus fand die Verbrauschschutzorganisation in den Sätteln von Falter, Winora und Kreidler hohe Mengen des Weichmachers DPHP, das im Tier­versuch Hypophyse und Schild­drüse schadet. „Wir werten das noch mit Ausreichend, da kein gesetzlicher Grenz­wert gilt“, so die Tester.

E-Bikes im Test: kurze Reichweiten, lange Ladezeiten

Hinsichtlich der Reichweite gibt es kaum Unterschiede. Alle zwölf Räder kommen auf etwa 50 Kilometer. Was danach folgt, ist jedoch absurd. Während die Akkus mancher Modelle knapp drei Stunden benötigen, um wieder voll aufgeladen zu sein, sind fünf Modelle erst nach rund 7 Stunden wieder einsatzbereit.

Hinzu kommt: Alle Räder im Test bringen stattliche 26 bis 28 Kilogramm auf die Waage. Für viele Radfahrer dürfte das vor allem beim Treppensteigen eine große Hürde sein.

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  • E-Bikes im Test bei Stiftung Warentest: Thomas Jarrand / Unsplash
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