Revolution bei ARD und ZDF: Neue Konkurrenz für Netflix und Co.?

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ARD und ZDF wollen ihre Zusammenarbeit verbessern. So sollen die beiden Mediatheken zu einem gemeinsamen Streaming-Netzwerk ausgebaut werden. In Zukunft ist sogar noch mehr geplant. Wir fassen die Neuerungen zusammen.
ARD und ZDF werden eins - zumindest im Internet
ARD und ZDF werden eins - zumindest im InternetBildquelle: Aleks Dorohovich via Unsplash

Zusammen verfügen ARD und ZDF laut eigenen Angaben über einen Katalog aus 250.000 Filmen und Serienfolgen in ihren Mediatheken. Doch bisher sind die Inhalte der beiden öffentlich-rechtlichen Fernsehsender voneinander getrennt. Auch unterscheiden sich die Mediatheken in der Bedienung und erfordern eigene Nutzeraccounts.

ARD und ZDF legen nicht nur Inhalte zusammen

Im ersten Schritt soll eine übergreifende Suchfunktion über beide Angebote einbaut werden. Damit können die Inhalte von ARD und den Landesrundfunkanstalten zukünftig in der ZDF-Mediathek gefunden werden und andersherum. Doch nicht nur die Inhalte, sondern auch die Accounts will man zusammenlegen. So kannst du in Zukunft mit einem Login beide Mediatheken nutzen. Dabei lassen sich angefangene Sendungen und Merklisten über beide Angebote hinweg synchronisieren.

In dem gemeinsamen Streaming-Netzwerk können Nutzer gemischte Playlists mit Angeboten von ARD und ZDF zusammenstellen. Auch ein übergreifendes Personalisierungs- und Empfehlungssystem ist in Planung. Darüber hinaus soll es Anpassungen an den jeweiligen Benutzeroberflächen und dem Design der Mediatheken geben.

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Eine Aufgabe von Jahren

Um diese Schritte zu ermöglichen, haben sich ARD und ZDF auf eine umfangreiche technologische Partnerschaft geeinigt. Dabei ist hilfreich, dass bereits jetzt beide Mediatheken an einem gemeinsamen Standort in Mainz betrieben werden. Das gemeinsame Streaming-Netzwerk möchte man in den kommenden Jahren schrittweise aufbauen. Hierbei soll es auch für andere öffentlich-rechtliche Angebote möglich sein, sich zu beteiligen. So sind bereits jetzt die Inhalte von ARTE sowie dem Jugendangebot FUNK über die Mediatheken von ARD und ZDF abrufbar. Wegen einer vorerst ausbleibenden Erhöhung des Rundfunkbeitrags sei die Finanzierungsfrage im Moment schwierig. Ob ARD und ZDF durch die Zusammenarbeit in Zukunft Kosten einsparen können, ist nicht bekannt.

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