Nicht lieferbar: Darum sind viele Weihnachtsgeschenke derzeit nicht verfügbar

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Die Playstation 5 ist das vielleicht prominenteste Beispiel: Technik-Artikel sind derzeit teils sehr rar oder haben lange Lieferzeiten. Sogar Amazon ist betroffen und kann seine eigenen Amazon Echos erst in einigen Wochen liefern. Der Grund ist so einfach wie gravierend.
Seecontainer im Hafen
Seecontainer im HafenBildquelle: Pixabay

Wie das Handelsblatt berichtet, seien derzeit viele Händler nicht nur von einem drohenden Lockdown bedroht, sondern haben auch das Problem, dass sie viele Artikel gar nicht vorrätig haben. Dabei geht es um Technik-Artikel aber auch um Spielwaren oder Fahrräder. Sie alle haben eines gemeinsam: Sie kommen aus Fabriken in China. Und da respektive in den Häfen stehen sie auch jetzt, wenige Tage vor Weihnachten noch in den Containern und warten auf ihren Transport nach Deutschland oder Europa. Jeder vierte Schiffscontainer bleibe in China derzeit stehen, heißt es. Darum heißt es bei den Händlern immer öfter „nicht lieferbar“.

Besonders betroffen: Notebooks, PCs und Monitore. So berichtet das Handelsblatt beispielsweise über notebooksbilliger.de. Hier habe man zwar noch Ware – ob diese bis Weihnachten ausreiche sei aber fraglich. Selbst Shopping-Riese Amazon sei betroffen. Wie auf der Webseite von Amazon zu sehen ist, sind sogar die Amazon-eigenen Produkte wie etwa der Echo Show 8 erst im neuen Jahr wieder lieferbar. Das liegt nicht an der Lieferung zum Kunden, sondern daran, dass die Ware nicht vorrätig ist.

Darum brechen die Lieferketten zusammen

Dass die Lieferketten aus Asien zusammengebrochen sind, ist vor allem auf das Corona-Virus zurückzuführen. Aber nicht nur. Wie die Wirtschaftszeitung weiter schreibt, sei auch eine steigende Nachfrage nach chinesischen Konsumgütern in den USA eine Ursache. In der Folge schicken die Reeder ihre Schiffe öfter in die USA statt nach Europa. Weitere Ursachen: Es gibt kaum Luftfrachtkapazität. Die Passagierflieger stehen reihenweise auf den Flughäfen und warten auf Reisende. Damit fehlen aber auch Kapazitäten im Frachtverkehr, der auf der Langstrecke immer an Bord ist.

Weitere Gründe: Im Oktober gab es in Australien einen Streik der Dockarbeiter. Die Schiffe waren in Australien quasi gefangen. Geplante Fracht, die sie in Asien aufnehmen sollten, blieb stehen. Die Folgen sind bizarr: Da auch die Züge aus Asien inzwischen überbucht sind, wird sogar Fracht aus Asien per LKW transportiert.

Und selbst wenn die Ware letztlich in Deutschland ankommt  – auch hier ist die Logistik am Limit.

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