VW ID.3 Neo: Alles neu beim Elektro-Golf!

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Volkswagen hat den ID.3 Neo vorgestellt – mit neuem Gesicht nach der Designsprache "Pure Positive", komplett überarbeitetem Innenraum und einem effizienteren Antriebssystem auf MEB+-Basis. Mit der größten Batterie (79 kWh) soll der Kompaktwagen bis zu 630 km weit kommen. Eine Ansage!
Nahaufnahme des ID.3-Neo-Schriftzugs am VW ID.3 Neo-Heck.
Der ID.3 Neo kommt! VW greift damit in der Kompaktklasse neu an.Bildquelle: VW

Volkswagen hat am Mittwoch den ID.3 Neo vorgestellt. Das neue Modell trägt nicht nur einen neuen Namen, sondern bringt auch ein überarbeitetes Exterieur, ein komplett neu entwickeltes Interieur, ein effizienteres Antriebssystem und neue Technologien mit sich. Es handelt sich also um ein umfangreiches Update, das VW selbst als mehr als eine gewöhnliche Modellpflege bezeichnet.

VW ID.3 Neo: Neues Gesicht, neue Designsprache

Äußerlich erhält der ID.3 Neo eine neu gestaltete Frontpartie, die der Volkswagen-Designsprache „Pure Positive“ folgt und damit das neue ID.-Familiengesicht trägt. Das verbindet ihn optisch mit dem ID. Polo und dem ID. Cross. Das weiterentwickelte Lichtdesign rundet den frischen Auftritt ab. Auf den zur Vorstellung veröffentlichten Fotos erinnert der ID.3 schon jetzt stark an einen Golf. Deutlich stärker als bisher.

VW ID.3 Neo Heckansicht.
Unübersehbare Nähe zum VW Golf: der ID.3 Neo präsentiert sich klar als Auto der Kompaktklasse. Image source: Volkswagen

Innenraum auf Mittelklasse-Niveau

Das komplett neu konzipierte Interieur wurde konsequent auf mehr Komfort und intuitive Bedienbarkeit ausgelegt. VW spricht intern von einem Aufwand, der eher einem Generationswechsel als einer Modellpflege entspricht. Hochwertige Materialien, ein neues Infotainmentsystem namens „Innovision“ (nutzbar über einen 12,9 Zoll großen Touchscreen), ein überarbeitetes Multifunktionslenkrad ohne (!) Sensor-Touch-Tasten sowie ergonomische Bedienelemente sollen dafür sorgen, dass sich Insassen eher in einem Fahrzeug der Mittelklasse als in einem Kompaktwagen wähnen. Ein Head-up-Display gibt es trotzdem nur gegen Aufpreis. Kofferraumvolumen: 385 Liter; optional erweiterbar auf bis zu 1.267 Liter.

Cockpit des VW ID.3 Neo.
Aufgeräumt und modern zeigt sich auch das Cockpit des VW ID.3 Neo: mit (auf Wunsch) Retro-Anzeige im digitalen Armaturenbrett. Image source: VW

Mehr Reichweite dank MEB+

Der ID.3 Neo basiert auf dem MEB+-Baukasten und kommt mit einem neu entwickelten Heckantrieb namens APP350 zum Kunden. Drei Batterievarianten (Nettoangaben) stehen zur Wahl: 50 kWh (125 kW / 170 PS), 58 kWh (140 kW / 190 PS) und 79 kWh (170 kW / 231 PS). Mit der größten Batterie prognostiziert VW eine WLTP-Reichweite von bis zu 630 Kilometern. Bei den kleineren Batterien sind es bis zu 417 bzw. 494 Kilometer. Auf der Autobahn sollten im Sommer modellabhängig zwischen 275 und 450 Kilometer im Bereich des Möglichen sein. Und das Aufladen? Nun, die DC-Ladeleistung beträgt bis zu 105 kW (50/58 kWh-Akku) bzw. bis zu 183 kW (79 kWh-Akku). Besonders das Topmodell lässt dich also nicht zu lange an der Ladesäule warten, sollte das Aufladen dort mal notwendig sein.

Neue Assistenztechnik und Vehicle-to-Load

Als Novum im Segment wird der ID.3 Neo optional den „Connected Travel Assist“ erhalten, der erstmals Schwarmdaten nutzt und das Fahrzeug sogar automatisch an roten Ampeln zum Stillstand bringt. Serienmäßig ist One-Pedal-Driving an Bord. Besonders in der Stadt verspricht das noch mehr Komfort. Optional verfügbar ist zudem Vehicle-to-Load (V2L): Über einen Adapter an der Ladeschnittstelle kann das Auto externe Geräte mit Strom versorgen – praktisch etwa zum Aufladen von E-Bikes unterwegs.

Drei Ausstattungslinien, Marktstart im Juli

Den 4,29 Meter langen und 1,81 Meter breiten ID.3 Neo wird es in den Ausstattungslinien „Trend“, „Life“ und „Style“ geben. Die Trend-Version bietet unter anderem ein schlüsselloses Startsystem, Klimaautomatik und 10-Farben-Ambientebeleuchtung. Bei der Life-Ausführung sind zusätzlich unter anderem eine 2-Zonen-Klimaautomatik, eine Rückfahrkamera und ein proaktives Insassenschutzsystem an Bord. Und wer sich für die Style-Ausführung entscheidet, darf sich obendrein zum Beispiel über LED-Matrix-Scheinwerfer, ein illuminiertes VW-Logo vorn, LED-Rückleuchten, Lenkrad- und Sitzheizung sowie erstmals über ein beleuchtetes VW-Logo am Lenkrad freuen. Optional gibt es für das Styel-Modell zudem eine Progressivlenkung und eine adaptive Fahrwerksregelung DCC.

VW ID.3 Neo Frontansicht
Modernisierte Front am VW ID.3 Neo – beim Topmodell mit beleuchtetem VW-Logo. Image source: VW

Bei einem Radstand von 2,76 Metern dürfte auf den hinteren Plätzen nicht zu wenig, aber auch nicht überragend viel Platz vorhanden sein. Der Vorverkauf startet bereits im April, die Markteinführung folgt im Juli 2026. Einen Preis gibt es noch nicht. Wahrscheinlich wird es aber bei rund 35.000 Euro losgehen.

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