Autofahren wird unbezahlbar: Behörde nennt harte Zahlen

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Die Kosten steigen, vor allem im Verkehrssektor. Doch kaum jemandem ist bewusst, wie schnell. Neue Zahlen des Statistischen Bundesamts offenbaren ein ernüchterndes Bild. Und bestätigen damit das Offensichtliche noch einmal in aller Deutlichkeit.
Autos auf einer Autobahn
Autofahren wird unbezahlbar: Behörde nennt harte ZahlenBildquelle: Werner Lerooy / shutterstock.com

Autofahren ist in den vergangenen Jahren deutlich teurer geworden. Zuletzt aufgrund des Kriegs im Nahen Osten und der damit verbundenen Kraftstoffpreis-Explosion. Doch auch in den Vorjahren zeichnete sich ein eindeutiger Trend ab. Das Statistische Bundesamt (Destatis) hat einen ernüchternden Bericht veröffentlicht.

Nicht nur Diesel und Super, alles wurde teurer

Das Statistische Bundesamt fasst Preise für Waren und Dienstleistungen rund ums Auto in seinem Kraftfahrer-Preisindex zusammen. Dazu gehören sowohl der Kraftstoff, als auch Autopreise, Reparaturkosten, Inspektionen, Kraftfahrzeugversicherungen und mehr. Oder anders ausgedrückt: Jegliche finanzielle Belastung, mit der Autofahrer rechnen müssen. Und ebenjener Kraftfahrer-Preisindex ist im vergangenen Jahr zwischen März 2025 und März 2026 um satte 6,7 Prozent gestiegen. Zum Vergleich: Insgesamt haben sich die Verbrauchspreise im gleichen Zeitraum um „lediglich“ 2,7 Prozent erhöht. Doch das ist nur die Spitze des Eisbergs.

Die schnelle Preisentwicklung beschränkt sich nicht auf das vergangene Jahr. Seit 2020 hat der Kraftfahrer-Preisindex stolze 39,5 Prozent zugenommen. Heißt: Wer früher 100 Euro auf den Tisch legte, zahlt heute für dasselbe 139,50 Euro. Zu beachten ist, dass eine gewisse Inflation normal ist. Etwa 10 bis 15 Euro Preisanstieg wären nach sechs Jahren nicht ungewöhnlich. 39,50 Euro bzw. Prozent sind es hingegen durchaus, denn nun kostet Autofahren deutlich mehr.

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Versicherung, Inspektion, Parken und Co.

Abseits der Kraftstoffpreise müssten Autofahrer auch noch viele weitere Kosten einkalkulieren. Und auch diese sind in den vergangenen zwölf Monaten allesamt gestiegen – wenngleich nicht ansatzweise so stark wie die Kraftstoffkosten. Mit einer einzigen Ausnahme:

  • Kraftstoffe – +20,0 Prozent
  • Dieselkraftstoff – +29,7 Prozent
  • Superbenzin – +17,3 Prozent
  • Autogas – +1,1 Prozent
  • Reparatur, Inspektion, Parkgebühr und Ähnliches – +4,1 Prozent
  • Gebrauchtwagen – +2,9 Prozent
  • Fahrschule und Führerscheingebühr – +2,8 Prozent
  • Neuwagen einschließlich Wohnmobile – +2,4 Prozent
  • Kraftfahrzeugversicherung – +1,4 Prozent
  • Miete für Garage und Stellplatz – +1,4 Prozent
  • Ersatzteile, Zubehör und Pflegemittel – -1,3 Prozent

Öffentliche Verkehrsmittel stellen finanziell betrachtet übrigens ebenfalls keine wirklich gute Alternative dar. Denn auch hier sind die Kosten in den vergangenen zwölf Monaten in die Höhe geschossen. Zwar nicht um die 6,7 Prozent, die Autofahrer nun mehr zahlen müssen. Aber dennoch um stolze 6,2 Prozent für kombinierte Tickets für Bus und Bahn. Dieser Umstand ließe sich nach Angaben von Destatis primär auf die Preiserhöhung beim Deutschlandticket im Januar 2026 zurückführen. Lediglich der Fernverkehr blieb mit einer Kostensteigerung von 1,4 Prozent vergleichsweise preisstabil.


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