Schlimmer als zu schnell fahren: Diesen Fehler solltest du beim Blitzermarthon vermeiden

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Beim Blitzermarathon ist besondere Vorsicht geboten. Vermehrte Kontrollen könnten Autofahrer zu Hilfsmitteln greifen lassen. Doch das wäre ein großer Fehler – nicht nur wegen eines Verbots, sondern auch wegen einer anderen drohenden Gefahr.
Ein Auto fährt auf einen Blitzer zu, der ausgelöst wird
Blitzer und Bußgelder: Dies sind nicht die einzigen Gefahren, die beim Blitzermarathon lauern.Bildquelle: r.classen/Shutterstock.com

Es ist soweit: Vom 13. bis 19. April 2026 findet der diesjährige Blitzermarathon statt. In dieser Woche führt die Polizei besonders viele Geschwindigkeitskontrollen durch und wird einige Bußgelder abkassieren. Doch die Gefahr lauert nicht nur auf der Straße. Viele Autofahrer nutzen Hilfsmittel wie Blitzer-Apps oder -Gadgets, damit sie wissen, wann und wo sie besonders auf das Tempolimit achten müssen. Allerdings sind diese Hilfsmittel nicht nur verboten, sondern können auch ordentlich Schaden anrichten. Besonders von zwei Apps können wir dir nur dringend abraten.

Blitzer-Apps trotz Verbot beliebt

Was viele nicht wissen: Blitzer-Apps sind tatsächlich verboten. Das Verbot gilt bei jedweder automatisierten Warnung vor Geschwindigkeitsmessanlagen. Geräte, die nur als reiner Radarwarner funktionieren, dürfen nicht im Auto mitgeführt werden. Und Apps oder Navigationsgeräte, die Blitzer anzeigen können, dürfen während der Fahrt nicht verwendet werden (auch nicht vom Beifahrer). Wirst du dennoch dabei erwischt, wird ein Bußgeld von 75 Euro fällig und es gibt einen Punkt in Flensburg. Damit ist etwa der Besitz eines Oonoo 2 zwar legal, die Nutzung als Blitzerwarner allerdings nicht. Bald könnten Gadgets wie diese aber auch ganz verboten werden (>>hier mehr dazu).

Dennoch sind Blitzerwarner sehr beliebt. Man schaue sich nur einmal das Angebot im Google Play Store an. Der „Radarbot: Blitzer Radarwarner“ etwa zählt über 50 Millionen Downloads und über 600.000 Rezensionen bei einer 4,3-Bewertung. Alles Indizien, die Vertrauen beim Nutzer generieren. Doch Vorsicht: Genau hier lauert Gefahr.

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Diese Blitzer-Apps solltest du nicht benutzen

Nicht nur wegen des Verbots, sondern auch wegen ihres Umgangs mit deinen Daten, solltest du den „Radarbot“ oder auch den „SmartDriver: Blitzerwarner“ nicht benutzen. Die von der Radarbot Company und Airbits & Reactive Phone stammen Apps erfassen nicht nur unnötig viele Daten, sie teilen sie auch mit anderen Unternehmen und Organisationen. In der App-Info lässt sich das leicht nachhalten.

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Beim „SmartDriver“ sind es etwa:

  • Geräte-ID
  • Standort
  • App-Aktivitäten (wie Interaktionen mit anderen Nutzern)
  • Absturzprotokolle und Diagnosedaten
  • Zahlungsinformationen
  • E-Mail-Adresse

Blitzer-App verrät deine sexuelle Orientierung

Erfassen darf die App im Übrigen auch noch weitere Daten wie deine bisherigen Einkäufe oder auch welche Apps du installiert hast. Beim „Radarbot“ ist es sogar noch schlimmer. Hier teilt die App bisherige Käufe, Name, Nutzer-IDs, Telefonnummer, und sogar deine sexuelle Orientierung mit Dritten (woher auch immer sie diese wissen möchte). Selbst Fotos, E-Mails, SMS, MMS und andere In-App-Nachrichten sind nicht sicher. Der „Radarbot“ erfasst genauso viele Daten, wie er teilt – und das sind ganz schön viele. Solltest du die Apps jetzt nicht mehr nutzen wollen, kannst du die Löschung deines Kontos und deiner Daten beim Entwickler beantragen.

>>> Blitzer-Warner aufs Autoradio holen jetzt möglich: So geht’s <<<

Als Alternative schlägt „Mobilsicher“ die App „Blitzer.de“ vor. Diese verzichtet weitgehend auf die Weitergabe von Nutzerdaten, wie das Portal in einem Test festgestellt hat. Tatsache: Die App erfasst nur die Geräte-ID und deine Telefonnummer, dafür werden aber nur Absturzprotokolle geteilt. Einziges Manko: Deine Daten werden nicht über eine verschlüsselte Verbindung übertragen und es gibt keine Möglichkeit, die Löschung der Daten zu beantragen.

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  • Blitzer und Bußgelder: Dies sind nicht die einzigen Gefahren, die beim Blitzermarathon lauern.: r.classen/Shutterstock.com

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