Neu bei Spotify: Die 5 besten Platten des Monats August

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Wusstest du, dass jeden Monat fast 2 Millionen neue Lieder bei Spotify dazu kommen? Ich hab im August etwa 80 Stunden Musik auf Spotify gehört. Dabei sind dieses 5 Platten im Ohr geblieben, die besten des Monats – freilich, wieder einmal subjektiv betrachtet.
Neu bei Spotify: Die 5 besten Platten des Monats August
Neu bei Spotify: Die 5 besten Platten des Monats AugustBildquelle: Blasius Kawalkowski / inside digital

Ein Song lief diesen Monat rauf und runter: „More Than Machines„. Es ist die erste Single-Auskopplung des kommenden Albums von Bush, „The Art Of Survival“, das aber erst im Oktober erscheint. Nach Jahren hauen die Briten endlich wieder was raus, dass an frühe Platten wie „Sixteen Stone“ (hier bei Spotify) erinnert und mich ins Jahr 1997 zurückspült. Kolossal und Everything Zen! Doch bis Oktober ist noch Zeit.

Die 5 besten Platten des Monats August bei Spotify

Währenddessen spuckte der August viele neuen Platten aus. Eine objektive Auswahl zu treffen, ist bei Musik unmöglich. Und wie ich mit einer meiner Lieblingsbands Bush bereits angedeutet habe, geht es bei den Platten des Monats meist eher etwas härter zur Sache. Vor allem der August – weiß der Teufel warum – streckt die Pommesgabel hoch und headbangt in der Sommerhitze.

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Psychlona – Palo Verde

Psychlona - Palo Verde (Neu bei Spotify)

Den brachialen Rock-Reigen eröffnen Psychlona. „Palo Verde“ (hier bei Spotify) ist das dritte Album der Stoner – und Desert-Rockband aus England. Nach Steaks „Acute Mania“, das bei uns im April die Platte des Monats war, kommt es mir vor, als erlebe der Stoner-Rock mit all seinen Sub-Genres derzeit eine Reinkarnation. Und in diese Wiedergeburt der verzerrten E-Gitarren und langatmigen Soli, die einen förmlich auf einen Trip mitnehmen, platzen Psychlona rein. Bereits zu Beginn der neuen Platte beschwört die vierköpfige Band den Rocksound der 60er und 70er herauf und gibt sofort Vollgas. Verzerrte Gitarren, deren Sound man durch die Fuzzbox hämmert und mit Delays anreichert sowie ein ätherischer Gesang erzeugen einen grandiosen Klang.

Die Musik spiegelt das wider, was das Album-Cover andeutet: Unweigerlich ruft sie Bilder von durchgeknallten, sich langsam, aber unkontrolliert hin und her bewegenden Menschen in psychedelischen Farben hervor. Langhaarige, die stoned und völlig orientierungslos aber glücklich ihre alten Karren als Schlafzimmer benutzen. Der Trip endet mit einem sieben Minuten langen Song, der den Hörer noch einmal an einen Ort führt, an den man mit Sicherheit zurückkehren möchte. Kein Problem, Psychlona hat noch zwei weitere Platten mit Knochenbrecher-Rock im Repertoire.

Five Finger Death Punch – AfterLife

Five Finger Death Punch - AfterLife

„Willkommen im Zirkus, willkommen in der Scheiß-Show, nur eine weitere Freakshow. Häng deinen Hut und deinen Hass an die Tür, es ist ein Spiel der Folter.“ Mit diesen vielversprechenden Worten beginnt das neue Album „AfterLife“ von Five Finger Death Punch, einer der größten Metal-Bands unserer Zeit. Wir schalten im Vergleich zu Psychlonas Palo Verde also zwei, drei Gänge hoch und bewegen uns damit am oberen Ende der Mordsgeknüppelskala. Wer auf grobschlächtigen Heavy Metal steht, der ist hier genau richtig.

Überragende Gitarrenriffs gepaart mit der Wut entfachenden Stimme von Ivan Moody und Chris Kael prügeln der Metal-Szene neues Leben ein. Keine Frage, die Platte (gibt’s hier bei Spotify) hat auch ihre schwachen Momente und selbst Fans dürften den einen oder andere Song beim nächsten Hören des Albums überspringen. Doch mit „AfterLife“, „Pick Up Behind“, „IOU“ oder „The End“ sind Stücke dabei, die sicherlich noch in vielen Jahren auf der Setlist der Band stehen dürften.

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Muse – Will Of The People

Muse - Will Of The People

Mit Muse und ihrer neuen Platte „Will Of The People“ wird es nun wieder etwas ruhiger. Allein die Stimme von Frontmann Matt Bellamy, die unglaubliche 3,7 Oktaven umfasst!, ist deutlich melodischer. Hört man in das neue Album (hier bei Spotify) rein, ist es, als wäre Muse nie weg gewesen, dabei ist ihr letztes Album schon rund vier Jahre her. Ein Kollege fragte sogar: Ist das Album wirklich neu? Das aber wohl eher aus einem anderen Grund. Denn die britische Rock-Band hat fast das halbe Album bereits zuvor veröffentlicht, scheibchenweise, als Single-Auskopplungen. Von den 10 Songs kannte man als Muse-Hörer also schon 4.

Die Lieder, die man nun neu entdeckt – und dazu gehört vor allem „You Make Me Feel Like It’s Halloween“ – hätten aber ebenfalls eine Auskopplung verdient. Denn man merkt jeder Silbe und jedem synthetisch erzeugtem Ton an, wie viel Liebe und Perfektion die Band in die neue Platte gesteckt hat. „Will of the People“ dürfte zwar nicht an die Erfolge der Klassiker aus den 2000er-Jahren herankommen. Für Muse-Fans ist sie aber endlich neues Futter.

Russian Circles – Gnosis

Russian Circles - Gnosis

Das Genre verändert sich nur geringfügig, doch eines ist im Vergleich zu den bisherigen Platten gänzlich anders: Auf Gesang verzichten die US-amerikanischen Post-Rocker aus Chicago. Zwar wollten Russian Circles „Gnosis“ (hier bei Spotify anhören) etwas ruhiger und melodischer gestalten. Doch herausgekommen ist eine der wohl dunkelsten und schwersten Platten ihrer sechzehnjährigen Karriere. Nicht selten baden die Lieder in Doom oder Black Metal. Doch über die gesamte Länge (fast 40 Minuten) zieht das Album der dreiköpfigen Band den Hörer tief in ein Reich strukturierter Klanglandschaften. Augen schließen und los geht die Reise ins Innere einer Welt, die noch nie jemand gesehen hat.

Long Distance Calling – Eraser

Long Distance Calling - Eraser (Neues Album bei Spotify)

Der letzte Plattentipp des Monats August kommt aus Münster. Die Post- und Progressive-Rocker Long Distance Calling haben mit „Eraser“ ihr 10. Studioalbum veröffentlicht (hier bei Spotify). Während der erste Song nur gut eine Minute lang ist und als Einleitung fungiert, weitet sich harte, meditative Exkursion im Laufe des Albums auf über 10 Minuten lange Songs wie „Blood Honey“ aus. Eine heftige Wendung erlebt man als Hörer, wenn man die Hälfte der Platte durch hat. Denn plötzlich wird es ruhig und verträumt. Statt harter Riffs und donnernder Bass Drums setzt ein Saxophon ein, das die Stimmung des gut 7 Minuten langen Songs maßgeblich beeinflusst.

Auf ihrer neuen Platte beschäftigen sich die Post-Rocker nicht nur dem Artensterben in der Tierwelt, wobei sich jeder Titel um eine Spezies dreht. Es geht auch um die Umweltprobleme und die weltweiten Katastrophen sowie den Menschen, der für das Leid der Erde verantwortlich ist. Im Video zum Titel „Eraser“, das zusammen mit Greenpeace entstanden ist, will die Band aufrütteln. Wünschenswert wäre ein Radiergummi in der Tat, ein Eraser, der die Fehler der Menschheit ausradiert und die Welt rettet.

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Bildquellen

  • Psychlona – Palo Verde (Neu bei Spotify): Psychlona
  • Five Finger Death Punch – AfterLife: Five Finger Death Punch
  • Muse – Will Of The People: Muse
  • Russian Circles – Gnosis: Russian Circles
  • Long Distance Calling – Eraser (Neues Album bei Spotify): Long Distance Calling
  • Verrückt: Fast niemand kennt diese kostenlose Alternative zu Spotify: Blasius Kawalkowski / inside digital
  • Neu bei Spotify: Die 5 besten Platten des Monats August: Blasius Kawalkowski

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