Klimaaktivisten hassen Amazon, kaufen aber trotzdem am liebsten dort ein: Das sind die Entschuldigungen dafür

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Sie gehen auf die Straße und protestieren. Für eine bessere Zukunft, der Umwelt zuliebe. Konzerne wie Amazon oder Apple finden die jungen Klimaaktivisten überhaupt nicht nachhaltig. Doch sie kaufen trotzdem am liebsten dort ein. Warum? Das sind die Gründe.
Klimaaktivisten hassen Amazon, kaufen dort aber trotzdem am liebsten ein: Das sind die Entschuldigungen dafür
Klimaaktivisten hassen Amazon, kaufen dort aber trotzdem am liebsten ein: Das sind die Entschuldigungen dafürBildquelle: Sean Robbins / Unsplash

Amazon ist einer der größten Konzerne weltweit. Doch immer wieder gerät das Unternehmen in die Kritik. Ob Steuertricks, menschenunwürdige Arbeitsbedingungen oder Rassismus: Die Vorwürfe gegenüber Amazon werden immer lauter. Hinzu kommt: Während die Welt versucht, das Klima zu retten, macht der US-Konzern nicht immer mit. Das zeigten auch vor Kurzem entstandene Videoaufnahmen eines britischen Fernsehsenders. Auf den Bildern ist zu sehen, wie Amazon neue und originalverpackte Waren vernichtet. Pro Woche sollen Mitarbeiter in nur einem Warenlager rund 130.000 Produkte entsorgen – nicht besonders nachhaltig. Das finden auch die jungen Klimaaktivisten der Fridays-for-Future-Bewegung.

Amazon: wenig nachhaltig und trotzdem beliebt

In einer Studie der JOM Group in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut Appinio wurden 600 Personen im Alter von 14 bis 25 Jahren zu ihrem Umgang mit Marken befragt. Das Ergebnis: Nur 24 Prozent aller Befragten schätzt Marken wie Amazon, Apple oder Coca-Cola nachhaltig ein. Und dennoch: Für 90 Prozent der Befragten, die vor der Pandemie jeden Freitag Teil der Fridays-for-Future-Bewegung waren, ist Amazon eine Kaufoption.

Die miesen Tricks: So werden Bewertungen bei Amazon und Co. manipuliert

Die Studie zeigt zwar, dass sich Klimaaktivisten vor dem Kauf tendenziell stärker über Marken wie Amazon und Co. informieren als junge Menschen, die nicht an der Bewegung teilnehmen. Doch auch, dass sie sich in einem Zwiespalt befinden.

Die Gründe, weshalb Klimaaktivisten trotzdem zu „schmutzigen“ Marken greifen

„Auf der einen Seite haben sie eine hohes Nachhaltigkeitsbewusstsein. Auf der anderen Seite aber auch das Bedürfnis, ein Produkt so schnell wie möglich in den Händen zu halten oder mit dem Trend zu gehen“, heißt es dazu in der Studie. Gemeint sind die Anhänger der Fridays-for-Future-Bewegung. Es sind also letztlich die günstigen Preise sowie die schnelle Verfügbarkeit vieler Dinge, die für die Freitag-Demonstranten wichtiger sind. In dem Fall Amazon also letztlich auch wichtiger als Nachhaltigkeit. Und diese Dinge bestellen die Deutschen am liebsten bei Amazon.

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