Es beginnt: Erstes Land verbietet Diesel und Benziner

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Das erste Land der Welt verbietet Diesel und Benziner komplett und möchte mit sofortiger Wirkung nur noch E-Autos ins Land lassen. Damit kommt man Norwegen zuvor, die diesen Schritt als erstes Land in Europa für 2025 planen.
Jetzt offiziell: Erstes Land verbietet Diesel und Benziner
Jetzt offiziell: Erstes Land verbietet Diesel und BenzinerBildquelle: Akash Rai via Unsplash

In Europa ist das Aus für Diesel und Benziner-Autos ab dem Jahr 2035 eine beschlossene Sache. Zumindest für Neuwagen. Einige Länder wie Norwegen, Schweden oder die Niederlande wollen Autos mit Verbrennungsmotor sogar schon einige Jahre früher verbieten. Jetzt prescht jedoch ein Land außerhalb Europas vor und führt ein entsprechendes Verbot mit sofortiger Wirkung ein.

Statt Diesel und Benziner: Erstes Land erlaubt nur noch Elektroautos

Bei dem Land handelt es sich um Äthiopien im Osten von Afrika. Mit 120 Millionen Einwohnern und einer rund dreimal so großen Fläche wie Deutschland ist das ein großer Schritt. Jedoch haben in Äthiopien deutlich weniger Menschen ein eigenes Auto. Während in Deutschland rund 60 Millionen Autos angemeldet sind, sind es in dem ostafrikanischen Land nur 1,2 Millionen.

E-Auto-Beben: Produktionsstopp!

Wie Minister für Transport und Logistik Alemu Sime nun bekannt gibt, dürfen nur noch Elektroautos nach Äthiopien importiert werden. Für das Land ohne eigene Autoindustrie kommt dies einem kompletten Bann von Diesel und Benzinern gleich. Zuvor wurden viele Gebrauchtwagen aus Europa nach Äthiopien gebracht und erhielten dort ein zweites Leben. Wann genau das Verbot in Kraft tritt, ist bislang nicht bekannt.

Es geht nicht um die Umwelt

Der Grund für das Verbot überrascht jedoch. So geht es der Regierung von Äthiopien nicht vorrangig um Umwelt-Aspekte. Nachdem das Land im vergangenen Jahr rund 6 Milliarden US-Dollar (5,6 Milliarden Euro) für den Import von fossilen Brennstoffen ausgegeben hat, wurde das Verbot von den Ministerien für Transport und Logistik initiiert. Minister für Transport und Logistik Alemu Sime erklärt dazu gegenüber APA News: „Einer der Gründe für diese Entscheidung ist, dass Äthiopien es sich aufgrund der begrenzten Devisenressourcen nicht leisten kann, Benzin zu importieren.“

VW-Skandal: Millionen verkauften Autos droht die Stilllegung

Gleichzeitig hat man in den vergangenen Jahren massiv in die Herstellung von Strom investiert und 2022 das größte Wasserkraftwerk Afrikas teilweise in Betrieb genommen. Der bei den Nachbarländern Ägypten und Sudan umstrittene Mega-Damm produziert bereits jetzt 750 Megawatt Energie. Nachdem alle Turbinen in Betrieb gegangen sind, soll die Energieproduktion gar auf 6.000 Megawatt ansteigen.

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14 KOMMENTARE

  1. Nutzerbild Hans Dieter

    Bild ist falsch und irreführend, Bild zeigt Kreuzung vor Siam Discovery Mall in Bangkok mit Blick rechts auf MBK.

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  2. Nutzerbild R.S.

    Hans Dieter hat recht. Es ist eine Aufnahme in Thailand

    Antwort
  3. Nutzerbild Grafiker

    Das e Auto wäre in Deutschland längst Normalität, wenn die Regierung nicht so chaotisch wäre. Statt Geld in die Fahrzeuge zu pumpen hätte die Ladeinfrastruktur besser gefördert werden sollen. Man kann keinen Drucker anbieten, wenn es keine Patronen gibt. Bestes Beispiel, Tiefgaragen. Mein Vermieter hat kein Problem, dass ich eine Wallbox installiere. Muss aber auf meine eigenen Kosten erfolgen. Die Wallbox ist nicht teuer, aber der Anschluss und der Provider übersteigen deutlich meinen Benzinverbrauch. Wo steckt der Fehler? 😂

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    • Nutzerbild Karsten Frei

      Der Fehler steckt in Details.
      Die heutige Bundesregierung hat künstlich Stromknappheit geschaffen, damit Strom aus erneuerbaren zu Wucherpreisen an die Verbraucher verkauft werden kann.
      Die Solar und Windenergie Lobby haben die ganze Arbeit getan.
      Wir haben aufgrund von äußeren Umständen Energiekrise, und was macht der Wirtschaftsminister? Er schaltet aus ideologischen Gründen funktionierende Atomkraftwerke, um wenige Stunden später überteuerten Atomstrom bei Franzosen zu kaufen.
      Wenn die Grünen so Ideologiegetrieben sind, dann sollen die konsequent bleiben und sofortigen Verbot für Import von Atomstrom erlassen, aber nein, dafür wurden die nicht bezahlt.
      1997 hat der Strom 22 Pfennig/kWh gekostet und MwSt Satz lag bei 15%.
      Wenn man heute bei dem Strom zu den Preisen zurückkehren würde, bei gleichbleibenden Benzinpreisen, dann werden Verbraucher von sich selbst, ohne staatlichen Fördermittel auf die E-Autos umsteigen und die Frage des Ladens wird der Markt schon regeln.
      Aber so wie es heute läuft, da fahre ich lieber mein alter Diesel weiter, und Norwegen interessiert mich wenig, auch nicht als Tourist.

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  4. Nutzerbild K.m.

    Ich persönlich werde mich strikt weigern ein e Auto zu kaufen. Wenn die Technik so gut und wirklich umweltfreundlich wäre müsste es nicht erzwungen werden. Aber wenn mir etwas mit Zwang aufgedrückt werden soll sag ich eben nein ihr könnt mich mal

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    • Nutzerbild Timo Brauer inside digital Team

      Es wird dich niemals jemand zwingen, ein E-Auto zu kaufen. Und kein Auto ist viel besser als jedes E-Auto für die Umwelt 😉

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      • Nutzerbild Karsten Frei

        Ist an der Meldung was dran?
        https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/707447/langzeittest-e-autos-sind-deutlich-fehleranfaelliger-als-verbrenner?src=live

        Und Volksmund sagt: lobe den Tag nicht vor dem Abend.
        Warte mal ab, bis die E-Autos 8-10 Jahre alt werden, wie viele davon finden dann noch einen Käufer, wie groß wird dann der Preisverfall ausfallen, wie lange werden überhaupt E-Autos fahren, wie jung werden die meisten E-Autos unter der Presse landen?
        Und solange in Deutschland E-Autos mit Kohlestrom geladen werden, sind die alle Drecksschleuder, schlimmer als jeder Verbrenner.

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        • Nutzerbild Timo Brauer inside digital Team

          Die Erhebung ist aus meiner Sicht valide, jedoch ist mit Abstand das häufigste Problem ein fehlgeschlagener Ladevorgang. Das erlebt man leider mit E-Auto immer mal wieder, dass eine Ladesäule nicht funktioniert. Daher würde ich diese 80 Prozent mit Vorsicht genießen.

          Ein Elektromotor ist hingegen für deutlich mehr Kilometer ausgelegt, als ein Verbrenner. Das zeigt sich ja an manchen Extremfällen, die mit ihren E-Autos nach hunderttausenden Kilometern schon den zweiten Akkutausch durch haben, aber der Motor weiterhin einwandfrei funktioniert.

          „Drecksschleuder, schlimmer als jeder Verbrenner“ ist sehr überspitzt und einseitig dargestellt. Das Benzin kommt auch nicht aus der Tankstelle. Die Herstellung aus Rohöl ist sehr energieintensiv, dazu kommt noch der Transport einmal um die halbe Welt. Will damit E-Autos aber auch nicht in Schutz nehmen. Zumindest in der Stadt ist ÖPNV und Carsharing die Lösung und kein eigenes Auto – egal mit welchem Antrieb.

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          • Nutzerbild Karsten Frei

            „Zumindest in der Stadt ist ÖPNV und Carsharing die Lösung und kein eigenes Auto – egal mit welchem Antrieb.“ Und genau hier liegt das Problem.
            Die Großstadtmentalität und Verlangen von Großstadtbewohnern in dem ganzen Land das Leben zu kontrollieren spaltet unser Land.
            Die Gesetze werden zu Gunsten von Großstädtlern, siehe 49-Euro-Ticket, beschlossen, wo die ländlichen Regionen absolut nichts davon haben, und mit E-Autos wird Mobilitätssituation auf dem Lande noch mehr verschlechtert.
            Keiner spricht dem E-Motor die Effizienz ab, nur besteht ein E-Auto aus weit mehr Teilen, als nur ein E-Motor. Und die Kurzzeitstudien, wo man ein Auto in einem oder zwei Jahren mehrere Hundert tausend Kilometer fahren lässt, sind nicht aussagekräftig, sei es ein Verbrenner oder E-Auto. Solche Studien lassen Alterungsprozess außer Acht.
            Jeder weißt, dass nach 8-10 Jahren weichen die Weichmacher aus Kunststoffleitungen und Gummis aus, die Materialien werden porös, die Feuchtigkeit dringt überall ein und als Folge häufen sich die Defekte.
            Lass uns abwarten. Die ersten E-Autos erreichen bereits die Grenze und bald kommen vom ADAC und anderen Stellen die Berichte, wie gut schneiden alte E-Autos. Wie gut verkaufen sich gebrauchte E-Autos, wie stark ist der Preisverfall. Dass die E-Autos sich ganz schlecht reparieren lassen und sind meistens Schrott, nach einem Unfall, ist bereits jetzt schon bekannt.
            Genau das Gleiche wird auch die ausrangierte Akkus betreffen. Wenn die Schrottplätze mit dem giftigen Müll überhäuft werden, werden wir von Entsorgungsproblemen erfahren.

            Lobe den Tag nicht vor dem Abend.

          • Nutzerbild Karsten Frei

            Die meisten E-Autokäufer werden es bereuen, ein E-Auto gekauft zu haben.

  5. Nutzerbild Andreas Krurup

    Grafiker…
    das Problem ist die Tinte,
    es gibt in Deutschland nicht genügend grünen Strom ohne den es überhaupt keinen Sinn macht auf Elektroautos mit der Brechstange umzustellen.
    In Afrika ist es möglich den Strom per Solarzellen herzustellen und darum sollte es am besten überall in Afrika so sein.
    Gruß aus Münster
    Hier wird Fahrrad gefahren

    Antwort
  6. Nutzerbild Dirk Görner

    Wer sich über teuren Strom aufregt sollte einfach auf einen Dynamischen Vertrag umsteigen. Zur Zeit liegt dieser bei 28 Cent im Durchschnitt. Mit einem E Auto kann mann dann zu günstigen Zeiten für 20 bis 24 Cent das Auto laden. Das abgezocke an den Öffentlichen Ladestationen sollte sich die Regierung langsam mal vornehmen. Dann wird es auch etwas mit der Akzeptanz der Bürger.

    Antwort
  7. Nutzerbild Grüße aus dem Allgäu

    Habe mir gerade den neuen BMW X1 Benziner gekauft, brauche 6 Liter ein Traum, nie ein E Auto.

    Antwort
  8. Nutzerbild Karsten Frei

    Und es kommt sogar noch besser.
    Es sieht so aus, ob sich die brüsseler Bürokraten übernommen haben und zurück rudern müssen.
    „Die Zukunft des Verbrennungsmotors ist erneut Gesprächsthema: EU-Kommissions-Chefin Ursula von der Leyen stellt klar, dass das ursprünglich für 2035 geplante Aus für Benzin- und Dieselfahrzeuge 2026 wieder auf den Tisch kommt. …..“
    https://www.giga.de/news/verbrenner-aus-auf-dem-pruefstand-eu-laesst-hintertuer-offen/

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